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Alle vier Wochen auswärts in die Kirche
Alle vier Wochen auswärts in die Kirche
30.11.2018 - 00:00 Uhr
Gaggenau (red) - Der erste Adventssonntag ist der Beginn eines neuen Kirchenjahres. In der Seelsorgeeinheit Gaggenau markiert der 2. Dezember 2018 darüber hinaus eine Zeitenwende: Mit der ab dann gültigen neuen Gottesdienstordnung wird in den Pfarrgemeinden jeweils ein Wochenende ohne Eucharistiefeier sein. Die Messe für die ganze Seelsorgeeinheit am Sonntag um 10 Uhr findet also abwechselnd in den vier Kirchen St. Josef, St. Laurentius, St. Marien und St. Michael statt. Am Samstag gibt es zwei Vorabendmessen in der Seelsorgeeinheit.

An den Hochfesten werde es aber weiterhin das bisherige bewährte Gottesdienstangebot geben. Damit reagiert die Seelsorgeeinheit auf die anhaltend dünne Personaldecke. So ist Pfarrer Tobias Merz derzeit für fünf Kirchengemeinden zuständig. Zwar besteht Optimismus, dass die seit Oktober 2017 vakante Stelle in Moosbronn in den nächsten Monaten wieder besetzt wird, doch bliebe der Termindruck bei vier großen Kirchengemeinden weiterhin hoch.

Der Pfarrgemeinderat habe die Neuordnung - unter anderem im Rahmen von zwei Klausurtagungen - intensiv diskutiert und schließlich mit Einstimmigkeit beschlossen, teilt die Seelsorgeeinheit mit. Die neue Regelung wurde in den zurückliegenden Tagen in den Gottesdiensten vorgestellt. "Dem Pfarrgemeinderat ist es ein wichtiges Anliegen, die Einheit mit Leben zu füllen und gleichzeitig den Kirchengemeinden Raum zu lassen", heißt es in einer Erklärung.

Die Regelungen im Einzelnen:

Wallfahrtskirche Maria Hilf in Moosbronn. Dort findet jeden Sonntag um 11 Uhr eine Wallfahrtsmesse statt, die überwiegend von auswärtigen Priestern geleitet wird.

In den vier Kirchen St. Josef (Gaggenau), St. Laurentius (Bad Rotenfels), St. Marien (Gaggenau) und St. Michael (Michelbach) findet die Messe am Sonntag um 10 Uhr abwechselnd statt. Ausgenommen an Hochfesten gibt es also für diese vier Gemeinden nur noch eine Messe am Sonntagvormittag - jeweils in einer anderen Kirche. Am 2. Dezember ist dies in St. Marien. Geplant ist, dass möglichst in jeder der vier Kirchen an zwei Samstagabenden und an einem Sonntagvormittag im Monat eine heilige Messe gefeiert wird.

Da mit der neuen Gottesdienstordnung in den Pfarrgemeinden jeweils ein Wochenende ohne Eucharistiefeier sein wird, werden die Gemeindeteams Überlegungen für neue Gottesdienstformate anstellen. Dies kann ein Morgenlob sein, wie man es aus den Klöstern kennt, oder eine Gebetszeit am Abend. Zu diesem Thema sollen ausdrücklich neue Wege gegangen werden.

Diese Regelung biete die Möglichkeit, dass jede Kirchengemeinde "ihrem Sonntagsgottesdienst" eine besondere Note geben kann, zeigt man sich optimistisch: "Dies kann ein liturgischer oder musikalischer Akzent sein, eine besondere Form der Begrüßung oder eine Begegnungsmöglichkeit nach dem Gottesdienst in Form eines Gesprächskaffees oder eines Frühschoppens." Die Gemeindemitglieder sind eingeladen, ihre Ideen einzubringen.

"Der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit ist zuversichtlich, dass dies die richtigen Schritte in die Zukunft sind und dass das Zusammenwachsen der Pfarrgemeinden sich in weiterhin guter Weise weiterentwickeln wird. Ausdrücklich wird eingeladen, Fahrgemeinschaften am Sonntag zu bilden und die Parkmöglichkeiten kreativ zu nutzen", heißt es in der Erklärung der Seelsorgeeinheit weiter.

Zuletzt wird in der Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass weiterhin ein besonderes Gottesdienstangebot jeden Sonntag im Helmut-Dahringer-Haus um 9.30 Uhr besteht. Da dort ein barrierefreier Zugang zur Hauskapelle möglich ist, soll diese Eucharistiefeier besonders ältere Menschen und solche mit eingeschränkter Mobilität ansprechen. "Vielleicht", so hofft man in Gaggenau, "entwickelt sich auch dort eine Kultur der Begegnung nach dem Gottesdienst, was sich ja durch das angegliederte Restaurant geradezu anbietet."

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