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Neue Paramente setzen farbliche Akzente
Neue Paramente setzen farbliche Akzente
04.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Katharina Vogt

Forbach - Sie sind aus Seide und Wolle, die gefärbt, bemalt, gewalkt und in einem künstlerisch anspruchsvollen Verfahren zusammengestellt wurden: die neuen Paramente, die die evangelische Kirche in Forbach durch alle Zeiten des Kirchenjahrs begleiten. Jeweils zwei dieser ganz besonderen Kunstwerke aus Stoff bilden ein farblich abgestimmtes Paar und schmücken sowohl den Altar als auch die Kanzel.

Mit festlichen Bläserklängen feierte die evangelische Kirchengemeinde Forbach-Weisenbach im Forbacher Gotteshaus den ersten Advent. Eine große Abordnung des Musikvereins Forbach (Leitung Thomas Roth) umrahmte den Gottesdienst im Wechsel mit der Orgel mit feierlichen Klängen.

"Nun beginnt die Zeit der Hoffnung, des Wartens auf die Ankunft im Vertrauen darauf, dass Gott sein Gottesreich hier erbaut", führte Pfarrerin Margarete Eger in die Adventszeit ein. In der Predigt machte sie deutlich: "Jesus kippt unsere Weltordnung ohne Gewalt. Er kommt und verändert. Wir sollten nie aufhören, daran zu glauben. Auch nach 2000 Jahren hoffen wir noch immer auf sein Reich und wir haben heute schon die Möglichkeit, nach seiner Form zu leben."

Nach dem Gottesdienst erklärte Pfarrerin Eger den zahlreichen Interessierten die Symbolik der neuen Paramente. Die alten waren sehr in die Jahre gekommen, es konnte nicht abschließend geklärt werden, wie alt sie sind. Die neuen Paramente wurden von Elisabeth Schwinge gestaltet. Die Künstlerin hat fast alle Paramente in leuchtenden Farben gehalten. "Dieses Strahlen sollte Gott auch ihn uns sehen", ermutigte Pfarrerin Eger die Gläubigen.

Vier Farben begleiten die Gottesdienste im Lauf des Kirchenjahres. Derzeit sind die Paramente in Lila-Tönen gehalten, Kerzen darauf zeigen die Strahlkraft, die von der Versammlung der Gläubigen ausgehen soll. "Die Farbe lila symbolisiert aber auch in der Zeit vor Weihnachten und Ostern die Zeit der Buße", erklärte Eger, denn zu beiden Zeiten sei auch das Fasten ein entsprechendes Zeichen.

Das rote Parament wird vor allem zu Pfingsten, zur Konfirmation und bei ökumenischen Veranstaltungen genutzt: "Die Taube symbolisiert den Geist Gottes vor dem Hintergrund der Feuerzungen." Die grünen Tücher werden im Sommer eingesetzt in der "festlosen Zeit" nach Trinitatis. Fische symbolisieren das Glaubensbekenntnis, ein Schiff mit Kreuz macht deutlich "Gott trägt uns auch durch schwierige Zeiten." Das weißgoldene Ensemble wird an den Hochfesten den Altarraum schmücken und kündet von der Gottesherrschaft. "Eigentlich gibt es noch die liturgische Farbe schwarz, aber da wir in der Karwoche jeden Schmuck aus der Kirche entfernen, brauchen wir auch kein schmückendes schwarzes Tuch", erläuterte die Pfarrerin.

Die Tücher waren am Sonntag alle im Altarraum aufgehängt, um sie von nahem betrachten und anzufassen zu können. Sie kommen mit den leuchtenden, kräftigen Farben in der schlicht weißen Kirche mit der klaren Architektur besonders zur Geltung. Pfarrerin Eger berichtete erfreut, dass die Künstlerin als Honorar nur die Materialkosten verlangt hätte. "Sonst hätten wir uns diese schönen Arbeiten nicht leisten können."

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