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Quellen bringen genügend Wasser
Quellen bringen genügend Wasser
06.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach / Forbach - Die Niederschläge der vergangenen Tage haben zu einer Entspannung der Trinkwasserversorgungssituation geführt. Gleichwohl war diese im mittleren Murgtal nicht gefährdet. In Weisenbach und Forbach sorgen eigene Quellen für das Wasser. Deren Schüttungen waren aufgrund der monatelangen Trockenheit zwar deutlich zurückgegangen, reichten aber für die Versorgung der Bevölkerung aus.

Hintergrund

Vier Quellen speisen den Hochbehälter Gerstenland in Weisenbach. Bei der jüngsten Messung im November brachten diese 691 Kubikmeter Wasser, bei einem Tagesbedarf von rund 350 bis 400 Kubikmetern, berichtet Hauptamtsleiter Walter Wörner auf BT-Anfrage.

Als Vergleichswert, was die Quellen bringen können, nannte er die Messung vom 1. Februar. Damals waren es satte 3 300 Kubikmeter. Bürgermeister Toni Huber hatte bereits beim Waldbegang im Oktober auf die reduzierte Wassermenge hingewiesen. Die durchschnittliche Quellschüttung von 2 500 Kubikmetern täglich sei auf 600 Kubikmeter zurückgegangen, berichtete er dem Gemeinderat. Durch den derzeitigen Regen entspanne sich die Situation. Außerdem seien öffentliche Wasserverbraucher wie Orts- und Friedhofbrunnen im Winter abgestellt, was den Verbrauch verringere, so Walter Wörner.

Für die Zukunft der Weisenbacher Wasserversorgung hat der Gemeinderat ein Strukturgutachten in Auftrag gegeben. Dieses liege im Entwurf vor und soll voraussichtlich im ersten Quartal 2019 dem Gemeinderat vorgestellt werden, kündigt Wörner an. Das Gutachten bringe zwar auch nicht mehr Wasser, aber es zeige Wege zur Verbesserung der Versorgungssituation auf, lautet dessen Einschätzung.

Erbersbronner Quelle

"schwächelt"

In Forbach wird der Tagesbedarf durch die aktuellen Schüttungen gedeckt, berichtet Ortsbaumeister Oliver Dietrich. Aus zehn Quellen fließt das Trinkwasser in die neun Ortsnetze, der Zulauf habe auch während der monatelangen Trockenperiode ausgereicht. Lediglich die Quelle für Erbersbronn habe "etwas geschwächelt", aber das sei in jedem Sommer so, erläuterte Dietrich. Für Abhilfe dort sorgte die Feuerwehr, die den Hochbehälter auffüllte. Das dazu genutzte Tanklöschfahrzeug werde für den Trinkwassertransport entsprechend vorbereitet, erklärte Dietrich. Im Oktober und November waren laut Feuerwehr 24 Einsätze erforderlich, um den Hochbehälter in Erbersbronn zu befüllen.

Im Zeitplan sind die Arbeiten für das neue Wasserwerk Schwarzenbach. "Wir bauen fleißig", informiert Dietrich: Der Einbau von Verfahrens- und Elektrotechnik sei erfolgt. Anfang März 2019 soll das Wasserwerk fertig sein. Dann stehe der Probelauf bevor. Die Systeme wie Ultrafiltration und Entsäuerung müssten geprüft und eingestellt werden. Erst wenn alles problemlos laufe, fließe das Trinkwasser ins Versorgungsnetz.

Der Gemeinderat hat die Weichen zur Verbesserung der Trinkwasserqualität gestellt. Für den ersten Abschnitt - die die Sanierung der Fliegenlochquelle, den Neubau des Wasserwerks Schwarzenbach sowie die Erneuerung der Druckunterbrecherschächte von der Schwarzenbach-Talsperre zum Hochbehälter Lindenhalde - sind laut Planung rund 2,2 Millionen Euro veranschlagt. Die ortsnahe Versorgung soll durch die Investitionen gesichert und die derzeitige Dauerchlorierung des Trinkwassers aufgehoben werden.

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