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Neues Premiumprodukt im Wald
Neues Premiumprodukt im Wald
11.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Marius Merkel

Gaggenau - Bereits bei der Eröffnung des Waldkindergartens "Gaggenauer Waldhummeln" im vergangenen Jahr war klar, dass die Willi-Echle-Hütte nur eine Übergangslösung sein werde. Gestern trafen sich nun Vertreter des Architektenbüros C2, des Kindergartens, der Stadt sowie Oberbürgermeister Christof Florus zu einem symbolischen Spatenstich am neuen Standort im Bereich Amalienberg/Steinweg unweit der Tennisplätze und des Imkervereins.

Verschiedene Standorte wurden im Laufe der letzten Monate begutachtet, den neuen Platz hat man mittlerweile gefunden. Solange die Witterungsbedingungen keinen Strich durch die Rechnung machen, soll dort bis zum kommenden Frühjahr eine 50 Quadratmeter große Schutzhütte entstehen. "Wir wollen einen Premium-Waldkindergarten hier bei uns", sagte OB Florus gestern. Zunächst sei er skeptisch gewesen gegenüber dem Projekt Waldkindergarten, mittlerweile sei er von diesem Konzept jedoch voll überzeugt.

Im "Kindergarten ohne Wände" hält sich die Gruppe meist an verschiedenen Plätzen im Wald auf, dadurch soll unter anderem die Wertschätzung der Natur gefördert werden, heißt es im Konzept. Für extreme Wetterbedingungen, die einen Aufenthalt im Freien nicht möglich machen, ist die Schutzhütte gedacht.

Auf rund 125 000 Euro belaufen sich die Kosten des neuen Gebäudes für die Stadt Gaggenau. Das Architekturbüro C2 aus Baiersbronn übernahm die Planungen. Träger des Kindergartens ist die Spielwies gGmbH mit Sitz in Baden-Baden. Aktuell besuchen sieben Kinder die Einrichtung in Gaggenau, im neuen Kindergartenjahr werden es laut Sabine Huck, Geschäftsführerin der Spielwiese, 15 Kinder sein. "Was lange währt, wird endlich gut", meinte sie und freute sich auf die neue Umgebung. Gerne hätte Huck diese schon etwas früher gewechselt, die Standortsuche brachte allerdings die eine oder andere Tücke mit sich. "Jetzt haben wir einen guten Ort, wo sich die Kinder entfalten können", merkte Thomas Hesse als Mitgesellschafter der Spielwiese an. Er legte nicht nur großen Wert auf das "Premiumprodukt", sondern auch auf eine "Premiumzusammenarbeit" mit der Stadt. Außerdem verkündete Hesse, dass man vonseiten der Spielwiese für eine Vergrößerung des Waldkindergartens durchaus bereit sei. Dass dies im Bereich des Möglichen ist, bestätigte Gaggenaus Kämmerer Andreas Merkel. Im Bedarfsplan der Stadt sei jedenfalls eine zweite Gruppe hinterlegt und Platz genug sei am neuen Standort vorhanden. "Es ist eine unheimliche Bereicherung unseres Betreuungsangebots für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintrittsalter", sagte er.

Durch den Umzug kommt die Stadt vor allem dem Wunsch der Eltern der Kindergartenkinder entgegen. Durch die Verlegung habe man deutliche bessere infrastrukturelle Möglichkeiten, erklärte Merkel. Benötigt man aktuell zur Willi-Echle-Hütte 15 bis 20 Minuten zu Fuß , ist die neue Einrichtung vom Parkplatz des Tennisclubs in knapp fünf Minuten zu erreichen. Die Zufahrt erfolgt über den Selbacher Weg. Im Bedarfsfall ist die Schutzhütte auch über einen befestigten Weg mit dem Pkw oder für den Rettungsdienst erreichbar.

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