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Eine App für Gaggenauer Bürger
12.12.2018 - 00:00 Uhr
Gaggenau (uj/red) - Rund ein Jahr hat ein dreiköpfiges Team daran gearbeitet. Gestern stellten Oberbürgermeister Christof Florus sowie Judith Feuerer und Sabrina Rohde (beide Pressestelle) und Christian Schmalzbauer (EDV-Abteilung) die Bürger-App für Gaggenau vor. Acht wichtige Punkte findet der Nutzer auf der Startseite.

Für Oberbürgermeister Christof Florus ist die Gaggenau-App mehr als nur "eine Modeerscheinung, die man mitmachen muss". Die App sei so konzipiert worden, dass sie sowohl Informationen bietet als auch Dienstleistungen. Von Anfang an habe die Verwaltung bei der Konzeption auf den Mehrwert der App geachtet. Deshalb sei sie nicht einfach die Kopie der städtischen Homepage.

Dass die Verwaltung mit ihren Planungen nach eigener Einschätzung richtig lag, beweise die Auszeichnung durch das Land Baden-Württemberg. Mit einem Förderpreis in Höhe von rund 11 000 Euro darf die Stadt aufgrund der Auszeichnung rechnen.

Gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe will die Verwaltung mit der neuen App schlagen. So ist ein wesentlicher Bestandteil der App der sogenannte "Schadensmelder". Er bietet den Bürgern die Möglichkeit, der Verwaltung dank der Optionen "Fotoaufnahme" und Geo-Daten-Erfassung auf unkomplizierte Weise mitzuteilen, wo Dinge kaputt sind. Löcher in Straßenbelägen, zerstörte Sitzbänke oder auch kaputte Straßenlaternen können digital mit Bild übermittelt werden. Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert der Bereich für die Jugendlichen, die über die App ihre Anregungen und Ideen senden können. Dazu wurden verschiedene Themen wie Schulen, Freizeit, Schulweg und andere angelegt, so dass sich die Jugendlichen mit wenig Aufwand einbringen können. "Wir wollen damit auch die Jugendbeteiligung stärken", verweist Florus auf die dazu ergänzend eingestellten Termine und Infos speziell für junge Menschen.

Ganz besonders stolz ist das Projektteam auf das Angebot für die städtischen Kindergärten. Die Zeiten der Zettelwirtschaft dürften mit der neuen App vorbei sein, meinen die Verantwortlichen. Die Eltern können sich über einen passwortgeschützten Zugang über Termine und Aktivitäten im Kindergarten informieren. Insbesondere dann, wenn Kinder krank waren und so eine Information nicht mitbekommen haben, reicht ein Blick aufs Smartphone, um zu wissen, dass "heute der Zahnarzt kommt oder für den nächsten Tag ein Waldtag geplant ist". Von der Idee begeistert seien auch die Erzieherinnen, die davon überzeugt sind, dass so die Infos die Familien noch besser erreichen. Das Modul hat die Stadt Gaggenau eigens für sich entwickeln lassen. Bislang sind nur die städtischen Kindergärten eingebunden. Bei der Stadt hofft man, dass die Einrichtungen unter anderer Trägerschaft aufspringen.

Vor Herausforderungen stellte die Macher das Modul der Barrierefreiheit. Im Rahmen des Inklusionsprozesses war der Wunsch geäußert worden, dass barrierefreie Einrichtungen, WCs und Parkplätze in einem Stadtplan hinterlegt werden. "Wir haben schon einiges erfasst, aber sind hier noch nicht am Ende", gab Pressesprecherin Judith Feuerer zu verstehen, dass dieses Modul mit Handel, Verwaltung und Ehrenamtlichen fortentwickelt werden soll.

Unter "Aktuelles" werden die wichtigsten Nachrichten aus dem Rathaus dargestellt. Zu diesem Bereich wird es bereits in den nächsten Tagen ein erstes Update geben, erklärt Christian Schmalzbauer, dass eine sogenannte "Push-up"-Funktion geplant ist. Dabei kann der Nutzer alle aktuellen Informationen aus dem Rathaus oder beispielsweise nur Warnmeldungen zu Gaggenau abonnieren.

Zudem ist der städtische Veranstaltungskalender auf der Homepage integriert. Alle öffentlichkeitsrelevanten Veranstaltungen sind aufgeführt. Über die Suchfunktion kann auch gezielt nach Terminen gesucht werden.

Für den Spaß- und Überraschungsfaktor sind die Grußkarten gedacht. Dank wechselnder Fotomotive können über die Grußkartenfunktion bildreiche Grüße aus Gaggenau in die ganze Welt versendet werden.

Die drei Webcams auf der Homepage (Blick auf den Marktplatz, in Richtung St. Josef und ins Murgtal) haben mit die höchsten Zugriffszahlen, so dass diese ebenfalls auf der Plattform der App integriert wurden - für alle, die immer mal wieder von Heimweh geplagt werden. Die App soll ab heute kostenlos im Google Play-Store für Android-Geräte zum Download bereitstehen. Für iOS ist das in den nächsten Tagen geplant.

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