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Erschließung immer teurer
Erschließung immer teurer
13.12.2018 - 00:00 Uhr
Loffenau (stj) - Die Nachfrage im Baugebiet Rheinblick II verläuft sehr zufriedenstellend und übersteigt das Angebot. Darüber freute sich Bürgermeister Markus Burger am Dienstagabend im Gemeinderat. Klar, dass Loffenau diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben möchte. Entsprechend einstimmig fiel das Votum des Gremiums aus, was den Aufstellungsbeschluss für das Neubaugebiet Rheinblick III (drei Bauplätze zwischen Bocksteinweg und Waldrand) anbelangt.

Anders sah dies beim Planungsbüro aus, das seit vielen Jahren für die Gemeinde tätig ist und das laut Verwaltungsvorschlag auch diesmal bei der Entwicklung des Neubaugebiets wieder zum Zuge kommen sollte. Nicht zuletzt, weil es die Erfahrung aus Rheinblick II habe und man an einer zügigen Entwicklung interessiert sei, erklärte der Bürgermeister.

Damit zeigten sich die Freien Wähler nicht einverstanden: "Wir sind nicht zufrieden mit dem Ingenieur-Büro", betonte Fraktionschef Reiner Singer: Schon bei der Entwicklung im Bocksteinweg und im Rheinblick II seien die Erschließungskosten regelrecht explodiert, ganz zu schweigen von der Kalkulation für das Regenüberlaufbecken, das 2019 gebaut werden muss und das ebenfalls unter der Zuständigkeit des Büros inzwischen mehr als doppel so teuer ist wie ursprünglich geplant (wir berichteten).

Auch sehen die Freien Wähler "keinen großen Zeitverlust, wenn wir ein anderes Ingenieur-Büro beauftragen", so Singer. Sein Fraktionskollege Roland Seeger verglich die Situation um das Planungsbüro mit dem Sport: "Wir haben jetzt drei Niederlagen eingesteckt und spielen immer noch mit ihm weiter - es ist an der Zeit, mal auszuwechseln."

Kostensteigerungen: Kritik an Planungsbüro

"Inhaltlich", so Helmut Möhrmann, "bin ich voll bei den Freien Wählern". Allerdings würde er dem Büro noch mal eine Chance geben, zumal es sich "nur" um drei Bauplätze handelt, wie der Fraktionsvorsitzende von SPD & ALB erklärte. Beim nächsten Projekt könne man sich dann nach Alternativen umschauen. Dem stimmte CDU-Fraktionssprecher Bertram Herb zu.

Bei der Abstimmung allerdings setzten sich die Bedenkenträger aus den Reihen der FWG durch, weil sich auch Andrea Schröter (SPD & ALB) für ein neues Planungsbüro aussprach und sich sechs Gemeinderäte enthielten.

Vor der Abstimmung hatte Hauptamtsleiterin Daniela Tamba darauf hingewiesen, dass durch die Entwicklung von Rheinblick III einige Parkplätze am Bocksteinweg (an der Grenze zu Rheinblick II) wegfallen werden. Zudem stellte sie die aktuelle Kostenschätzung für die Erschließung des Neubaugebiets vor. Man rechne derzeit mit Gesamtkosten von 289 000 Euro. Der Preisanstieg (im Vergleich zur ersten Kalkulation aus dem Jahr 2016, die 210 000 Euro auswies) liege vor allem an den Tiefbaukosten, die zuletzt rasant angezogen haben (etwa plus 38 Prozent), erklärte Tamba. Bei einem Grundstückspreis von 170 Euro pro Quadratmeter blieben am Ende für die Gemeinde noch Einnahmen von circa 68 000 Euro übrig - wovon allerdings noch einige Bauhofleistungen abgezogen werden müssten.

Loffenau "schafft neue Bauplätze aber nicht in erster Linie, um Einnahmen zu erzielen, sondern um Interessenten Bauplätze anbieten zu können und neue Einwohner zu gewinnen beziehungsweise die ortsansässigen Interessenten an den Ort zu binden", erklärte die Verwaltung schon in ihrer Sitzungsvorlage. Helmut Möhrmann schlug dennoch vor, darüber nachzudenken, den Quadratmeterpreis auf 180 Euro hoch zu setzen. Bei weiteren Kostensteigerungen müsse man die Entwicklung neuer Baugebiete künftig noch genauer hinterfragen, meinte Christian Fieg (CDU).

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