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"Näher ran an den Nationalpark Schwarzwald"
'Näher ran an den Nationalpark Schwarzwald'
14.12.2018 - 00:00 Uhr
Gerns bach/Calw (red/stj) - Die Gesamtregion Nordschwarzwald touristisch optimal aufstellen möchte die Grüne Kreistagsfraktion im Landkreis Calw. Parallel zur Diskussion um die Verschmelzung bestehender Flächen des Nationalparks Schwarzwald wollen die Grünen im Calwer Kreistag die Weichen stellen, um die Zusammenarbeit mit der Nationalparkregion zu intensivieren. Mittelfristig soll darüber hinaus die Chance genutzt werden, den Kaltenbronn in den Nationalpark aufzunehmen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Grünen im Kreis Calw hervor.

"Selbst Gemeinden, die zunächst gegen den Nationalpark waren, haben die Vorteile längst erkannt und sind Mitglied der Nationalparkregion", wird der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag, Johannes Schwarz, zitiert.

Anrainer wie die Landkreise Rastatt, Freudenstadt, Ortenau, 27 Gemeinden aus diesen Kreisen und die Stadt Baden-Baden gehören der Nationalparkregion an. Tourismuspolitisch sei zu erwarten, dass dieser Verbund künftig als bestimmende Destination in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde. "Wir dürfen den Anschluss nicht verlieren, sonst stehen wir bei der touristischen Vermarktung im Schatten", betont Schwarz.

Derzeit bündeln die touristisch aktiven Gemeinden im Kreis Calw ihre Vermarktung vor allem in der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald. Nach aktuellen Planungen werden aber weder die Tourismus GmbH noch einzelne Städte und Gemeinden mit ihren lokalen touristischen Angeboten im künftigen Nationalparkzentrum auf dem Ruhestein vertreten sein, wie es im Bericht der Grünen weiter heißt: Im Fokus werden dort die Mitglieder der Nationalparkregion Schwarzwald stehen. "Wer nicht im Zentrum vertreten ist, fällt in der öffentlichen Wahrnehmung hinten runter", glaubt Schwarz.

Hentschel: Mehr Busse auf den Kaltenbronn

Auch Landtagsabgeordneter Dr. Markus Rösler (Wahlkreis Vaihingen/Enz), Naturschutzexperte der Grünen, ist laut Mitteilung überzeugt: "Es ist wichtig, dass wir uns mit dem Nationalpark versöhnen." Nur so könnten die Vorteile zum Wohle aller genutzt werden. Eine Studie des Freiburger Instituts für angewandte Sozialwissenschaft aus dem Jahr 2015 belege, dass der Nationalpark sich einer wachsenden Akzeptanz in der Bevölkerung erfreue.

Manfred Senk, Grünen-Kreisrat und Gemeinderat aus Bad Herrenalb, betont neben der touristischen Bedeutung der Nationalparkregion den naturschutzfachlichen Aspekt. In dieser Hinsicht könnte der Kaltenbronn mit seinen Bannwaldflächen eine qualitative Bereicherung des eigentlichen Nationalparks werden. "In Absprache mit der Nationalparkverwaltung sollte dafür zeitnah ein Konzept entwickelt werden", fordert Senk.

Dies würde auch Thomas Hentschel freuen: "Ich würde eine Erweiterung der Nationalparkfläche im Zuge der Zusammenführung der beiden Teilbereiche begrüßen", erklärt der Grüne Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Rastatt auf BT-Anfrage: "Das Projekt ist bereits jetzt ein Erfolgsmodell und auch die kritische Bevölkerung steht nach meiner Erfahrung diesem längst nicht mehr so ablehnend gegenüber. Gerne würden wir insbesondere im Murgtal noch mehr vom Nationalpark profitieren. In jedem Fall muss aus meiner Sicht die Nationalparkregion und die Naturparkregion sowohl naturschutzpolitisch als auch touristisch zusammengedacht werden."

Neben der Idee des Nationalparks stehe im Murgtal die Kulturlandschaft im Vordergrund. "Auch diese trägt, bei schonender und richtiger Bewirtschaftung, erheblich zur Erhaltung der Natur- und Artenvielfalt bei", betont Hentschel: "Wichtig wäre es aus meiner Sicht, diesen Zusammenhang für die Touristen noch besser erlebbar und begreifbar zu machen und auch die öffentliche Anbindung zu verbessern. Dazu müssen deutlich mehr Busse fahren."

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