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Jugendhaus: "Unser zweites Zuhause"
Jugendhaus: 'Unser zweites Zuhause'
20.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gernsbach - 34 Besucher des Jugendhauses haben sich mit einem Brief an das Badische Tagblatt gewandt. Sie monieren darin Aussagen, die im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die geplante Neukonzeption der städtischen Einrichtung gefallen sind. Insbesondere verweisen sie darauf, dass im Jugendhaus nicht geraucht und auch kein Alkohol konsumiert werden dürfe: "Wer das machen würde, bekäme Hausverbot."

In einem Beitrag vom 6. Dezember hat das BT darüber berichtet, dass die Gernsbacher Stadtverwaltung mit potenziellen neuen Trägern - unter anderem mit dem Gaggenauer Verein Kindgenau - und auch mit dem städtischen Jugendpfleger Mathias Winter Gespräche führt. Man sei dabei, verschiedene Optionen für die Zukunft zu prüfen und werde die Ergebnisse dann dem Gemeinderat vorlegen, bestätigte Hauptamtsleiter Thomas Lachnicht am Montag im Gemeinderat.

In der Sitzung hat ein regelmäßiger Besucher des Jugendhauses die Bürgerfragestunde dazu genutzt, nach dem aktuellen Stand zu fragen. Zugleich hat er sich beklagt, dass in der Öffentlichkeit immer wieder schlecht über die Einrichtung in der Schwarzwaldstraße geredet werde. In dem Brief ans BT ist gar von "rufschädigenden Behauptungen" die Rede, wenn es darum geht, dass auf dem Gelände geraucht und getrunken werde. Beides ist im Außenbereich erlaubt, bestätigte der Hauptamtsleiter. Dies ist einer der Punkte, die im Falle einer Zusammenarbeit mit Kindgenau und einer entsprechenden Neukonzeption künftig wegfallen dürfte - zumindest hat dies Vorsitzender Dirk Böhmer angekündigt.

Die aktuellen Nutzer des Jugendhauses verweisen im Zusammenhang mit dem Alkohol- und Zigarettenkonsum auf "Gerüchte", die der 8er-Rat im Juli 2017 im Gemeinderat verbreitet habe, obwohl dieses Gremium, das sich aus den achten Klassen der Gernsbacher Schulen als Jugendvertretung gebildet hatte, "noch gar nie im Jugendhaus war und sich deshalb auch kein Urteil darüber erlauben sollte". Die Form des 8er-Rats hat sich in Gernsbach nicht durchgesetzt, zurzeit wird - auch im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Jugendhauses - an einem neuen Konzept gefeilt.

Je nach dem, welche Entscheidung der Gemeinderat letztlich trifft, könnte auch das Personal der Einrichtung in Frage stehen. "Das stört uns sehr, weil wir eine gute und vertrauensvolle Beziehung zu unseren Betreuern aufgebaut haben", betonen die 34 Nutzer, die den Brief ans BT allesamt unterschrieben haben. Sie befürchten, dass "diese Beziehung" im Falle einer Neuausrichtung "zerstört werden würde: Das wollen wir auf gar keinen Fall. Wir regelmäßigen Besucherinnen und Besucher des Jugendhauses möchten an der Entscheidung über die Zukunft des Jugendhauses beteiligt werden, weil es uns ja schließlich direkt betrifft. Das Jugendhaus ist unser zweites Zuhause, wo wir Freunde treffen können."

Bürgermeister Julian Christ nannte das Jugendhaus "eine sehr wichtige Einrichtung, wo gute Arbeit gemacht wird". Wie es letztlich damit weiter gehe, entscheide der Gemeinderat, wenn die Optionen auf dem Tisch liegen. Das Gebäude befindet sich seit 1. Juni 2018 im Besitz der Stadt.

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