https://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Die Stadt plant Vorgaben für die Investoren
Die Stadt plant Vorgaben für die Investoren
21.12.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Es sind keine städtischen Flächen, aber sie liegen in der Stadt. Investoren wollen sie entwickeln - und das Rathaus will mitreden. Ebenso will man, dass "niemand mit einem Bauantrag dazwischen grätscht", wie es Jürgen Bauer von der Abteilung Stadtplanung formulierte. Deshalb wurde nun ein Bebauungsplan auf den Weg gebracht - inklusive sogenannter Veränderungssperre.

Was ist der Hintergrund?

Solange es keinen gültigen Bebauungsplan für Flächen gibt, müssen Vorhaben genehmigt werden, wenn sie sich der Umgebungsbebauung anpassen. So steht es im Paragraf 34 des Baugesetzbuches, und so wurde es nach Ansicht von vielen Gaggenauern zu oft gehandhabt. Denn die Große Kreisstadt ist zu weiten Teilen frei von Bebauungsplänen. Dies war in der Vergangenheit häufig auch im Gemeinderat moniert worden - seit einigen Jahren ist man dabei, das Aufstellen von Bebauungsplänen zu forcieren. Veränderungssperren überbrücken den Zeitraum, bis sie rechtskräftig sind.

Was ist konkreter Anlass?

Konkret geht es um das Gebiet "Zwischen Hilda- und Luisenstraße, südlich der Leopoldstraße". "Drei verschiedene Investoren möchten Wohnbebauung auf drei verschiedenen Flächen realisieren", erläutert die Stadtverwaltung, "einer davon auch einen Lebensmittel-Discounter im Erdgeschoss."

Wie berichtet, plant der Investor Wilhelm Architekten aus Achern auf dem Gelände der ehemaligen Spedition Kraft Wohnhäuser (blaue Fläche im Luftbild). Für die orangefarbene Fläche steht die Verlegung des Netto-Markts (im Eigentum der Scherer-Stiftung) von der Luisenstraße an die Hildastraße im Raum. Die gelbe Fläche (ehemals Dürr & Köppel) ist im Eigentum von Andreas Martell aus Baden-Baden. Es sei "noch nicht entschieden", wie es dort weitergehen werde, "aber ich verkaufe auf keinen Fall", bekräftigte er gestern im BT-Gespräch. Nicht betroffen von dem Bebauungsplan ist das Küchenatelier Scherb an der Luisenstraße. "Wir gehen nicht weg", betont Ralf Scherb.

Wie bewertet die Stadt das Quartier?

"Zentrale Kernstadtlage, großes Entwicklungs- und Aufwertungspotenzial", aber ohne städtebauliche Anbindung an den "Stadtkörper"; kleinteilige Wohnbebauung, Gewerbehallen, Einzelhandel.

Wie geht es weiter?

Die Gesamtfläche "steht in enger Beziehung mit weiteren aktivierbaren Flächen im Stadtkern", deshalb soll ein Rahmenkonzept erarbeitet werden inklusive Bahnhof, Parkdeck, Bahnhofvorplatz, Hinterhof Gasthaus Post und Sparkasse. Durch Mehrfachbeauftragung von vier Architekturbüros, die jeweils zwei Lösungsvorschläge erarbeiten sollen, erhofft man sich hochwertige Ergebnisse. Die Gemeinderäte stehen hinter den städtischen Überlegungen. Stellvertretend sei CDU-Fraktionschef Andreas Paul zitiert: Die Veränderungssperre sei "sehr zu begrüßen". Die Stadt wolle "Innenentwicklung, nicht Innenverdichtung."

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Steinmauern
Arbeiten mit Laptop und Tablet

20.12.2018
Arbeiten mit Laptop und Tablet
Steinmauern (HH) - Als "Millionenprojekt" betitelte Bürgermeister Siegfried Schaaf die Erweiterung der Karl-Julius-Späth-Schule. Bei einem Vor-Ort-Termin informierte er den Gemeinderat und die Eltern über die geplante Aufstockung und die Digitalisierung des Unterrichts (Foto: HH) »-Mehr
Brüssel
Vorgaben für Verpacken von Schwarzwald-Schinken

19.12.2018
Vorgaben für Schwarzwälder Schinken
Brüssel (dpa) - Muss Schwarzwälder Schinken auch im Schwarzwald verpackt und geschnitten werden? Der Europäische Gerichtshof hält strenge Vorgaben grundsätzlich für möglich. In dem konkreten Fall muss demnach nun das Bundespatentgericht entscheiden (Foto: dpa). »-Mehr
Ottersweier
Stellplatzfrage bei Kindergarten vorerst ungelöst

19.12.2018
Stellplatzfrage vorerst ungelöst
Ottersweier (mig) - Die Erweiterung des Kindergartens St. Marien im Moosland wird die Gemeinde Ottersweier 2019 knapp eine Million Euro kosten. In der jüngsten Ratssitzung ging es um eine erforderliche Bebauungsplanänderung. Die Stellplatzfrage blieb vorerst offen. (Foto: mig). »-Mehr
Stuttgart / Wörth
Neue Ära in der Nutzfahrzeugbranche

19.12.2018
Neue Ära bei Nutzfahrzeugen
Stuttgart/Wörth (vo) - Für die Nutzfahrzeugbranche beginnt eine neue Ära: Lkw-Hersteller übergeben ihren Kunden künftig jeden Lkw mitsamt einem Zertifikat, das Angaben zu Kraftstoffverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß enthält. Sie folgen damit einer neuen EU-Vorgabe (Foto: pr). »-Mehr
Gaggenau
Florus: ´Massiv Geld in die Hand nehmen´

18.12.2018
Gaggenau plant Investitionen
Gaggenau (uj) - Die Stadt Gaggenau plant in den nächsten Jahren umfangreiche Investitionen. Der Doppelhaushaltsplan sieht für die 2019 und 2020 48,22 Millionen Euro vor. Unter anderem wird in Schulen, Kindergärten und Sportstätten investiert, aber auch in die Fußgängerzone (Foto: uj). »-Mehr
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Die Deutschen investieren laut Bundesbank trotz niedriger Zinsen nur knapp zehn Prozent ihres Vermögens in Aktien. Ist diese Anlageform für Sie interessant?

Ja.
Ja, als Teil der Vermögensbildung.
Eher nicht.
Nein.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz