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Beurteilungen lösen Verwunderung aus
Beurteilungen lösen Verwunderung aus
21.12.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (red) - "Informationen ja, aber bitte vollständig!" Mit diesem Satz beginnt eine Stellungnahme, mit der sich Detlef Imse, zweiter Vorsitzender des Gewerbevereins Gernsbach (GVG), mit den jüngsten Äußerungen auseinandersetzt, die von der Bürgerinitiative Giftfreies Gernsbach (BiGG) im Zusammenhang mit dem städtischen Einzelhandel getätigt wurden (wir berichteten).

"Mit ziemlicher Verwunderung" habe man die Bewertung seitens der BiGG zur Stellungnahme des Gewerbevereins zum Einzelhandelskonzept zur Kenntnis genommen. Imse betont, dass der Gewerbeverein bei seiner Mitgliederversammlung am 22. November über das nun verabschiedete Konzept "durchaus kontrovers" diskutiert habe. "Dass in der Gemeinderatsdiskussion Bezug auf eben diese Mitgliederversammlung genommen wird, an der die sich äußernde Person nicht teilgenommen hat, das passt ins Bild der reinen Stimmungsmache", beklagt sich Imse: Dann zu behaupten, die Stellungnahme des Vorstands sei unrichtig, "das ist schon mehr als abenteuerlich", erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins. Richtig sei, dass leidenschaftlich, aber sachlich diskutiert wurde und sich das Gesamtbild ergeben habe, in der Entwicklung des Pfleiderer-Areals mit einem Discounter und einem Vollsortimenter eher Chancen als Risiken zu sehen.

Zur Kritik am Gutachten der GMA (Gesellschaft für Markt und Absatzforschung) erklärt Imse, dass dieses vom März 2017 datiere und die persönlichen Befragungen der Einzelhändler bereits 2016 stattgefunden hätten. Deshalb hätten sich viele nicht mehr daran erinnern können, meint Imse. Zudem bemerkt er, dass die GMA damals "natürlich nicht gefragt" habe, ob ein Rewe- und ein Lidl-Markt auf das Pfleiderer-Areal sollen. "Wie denn auch, gab es doch dazu noch gar keine Pläne." Zudem verweist Imse darauf, dass der von der BiGG zuletzt vorgelegte Fragebogen an die Einzelhändler suggestive Fragen beinhalte, die den Regeln für eine Marktuntersuchung nicht entsprechen. Ungeklärt bleibe für ihn auch, "woher die plötzliche Sachkompetenz der BiGG in Sachen Einzelhandel und Wirtschaftsförderung kommt? Da wird offenkundig Interesse vorgeheuchelt, weil die eigentlichen Interessen nicht durchsetzbar sind", meint Imse.

Er betont: "Selbstverständlich haben gerade Einzelhändler immer Sorgen darum, dass der Wettbewerb insgesamt ihr Auskommen schwieriger werden lässt. Das ist aber genau die Herausforderung, die in einem Land, in dem wir Wettbewerb zulassen und fördern, die Möglichkeiten bietet, sich erfolgreich zu positionieren. Das bedeutet besondere Anstrengungen der Unternehmen und deren Interessensvertretung. Die übrigens seitens des GVG für Handel, Gewerbe, Handwerk, freie Berufe und Gastronomie in Gernsbach thematisiert und begleitet werden."

Der stellvertretende Gewerbevereinsvorsitzende wirft der BiGG zudem vor, so zu tun, als sehe die Nutzung des Pfleiderer-Areals durch die Krause-Gruppe nur die zwei Märkte vor. "Das Gesamtkonzept sieht allerdings sehr viel mehr vor. Das blendet die BiGG stets aus", argumentiert Imse. Er kritisiert die Vertreter und die Sympathisanten der BiGG dafür, "mit scheinbaren Fakten" zu argumentieren, "die durch nichts bewiesen sind", und verweist zum Beispiel auf die Angaben der BiGG zum Ausmaß der Kontamination.

"Aus meiner Sicht ist auch das Weglassen von Wahrheiten und Informationen eine Lüge, jedenfalls moralisch." Imse habe ein Problem damit, "dass ausgerechnet so agierende Interessensgruppen dann einen völligen Mangel an demokratischem Verständnis an den Tag legen". Das zuständige Gremium ist der Gemeinderat, der nicht immer nur nach aktuell populistischen Maßstäben entscheiden könne - "und das ist auch gut so!", betont Imse.

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