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"Jetzt kommen die Fakten auf den Tisch"
'Jetzt kommen die Fakten auf den Tisch'
27.12.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (stj) - Die Bürgerinitiative Giftfreies Gernsbach (BiGG) freut sich, dass durch die von ihr geforderten weitergehenden Untersuchungen auf dem Pfleiderer-Areal "die Fakten jetzt langsam auf den Tisch kommen".

Wie berichtet, hat das auf Altlasten spezialisierte Planungsbüro Kom-Pakt GmbH festgestellt, dass durch die vollständige Entfernung der Altlasten im Bereich der ehemaligen Cyan-Becken die bisherige Grundwasserreinigung obsolet werde. "Das begrüßen wir absolut", betonen BiGG-Sprecher Stefan Krieg und Stefan Freundel, allerdings geben sie zu bedenken, dass die Situation ohne Brunnen "eine tickende Zeitbombe" sein könnte, sollte das Gift nicht komplett aus dem Boden entfernt werden.

Kreativität der



Bürger nutzen

Des Weiteren verweist die BiGG auf ein Eigeninteresse des Investors, die Brunnen nicht mehr zu benötigen, denn das bedeute langfristig gesehen "auch eine massive Geldersparnis". Letztere könne man wiederum in die Sanierung stecken, um das Gift gänzlich aus dem Boden zu holen.

Vom aktuellen Planungsstand her sei der Schritt, dieses Ziel zu erreichen, gar nicht mehr so weit, zumal der Bebauungsplan weitere Einsparpotenziale berge - etwa den Steg über die Murg, der für die derzeit eingestellten 100 000 Euro laut BiGG ohnehin nicht zu haben sei -, meinen Krieg und Freundel.

Nicht nachvollziehen kann die Bürgerinitiative die Einlasssungen des stellvertretenden Vorsitzenden des Gewerbevereins Gernsbach (GVG). Detlef Imse hatte der BiGG im Zusammenhang mit deren Aktivitäten bezüglich des Einzelhandelsgutachtens unter anderem "reine Stimmungsmache" vorgeworfen.

Das wiederum sieht Stefan Freundel gänzlich anders: 20 städtische Händler hätten im Rahmen einer BiGG-Umfrage unterschrieben, dass sie die Ansiedlung zweier Märkte auf dem Pfleiderer-Areal ablehnen und deutliche Umsatzeinbußen befürchten. "Das zu unterschätzen oder als unwahr abzutun, halten wir für sehr bedenklich", betont Freundel.

Er setzt sich dafür ein, den Blick auf die Frage zu richten, was Gernsbach eigentlich brauche? "Die Antwort ist jedenfalls nicht: zusätzliche Märkte."

Die Gernsbacher Bürger seien sehr kreativ, wenn es darum geht, ungenutzte Potenziale wie auf dem Pfleiderer-Areal zu aktivieren - das hätte unter anderem die Frageaktion der BiGG auf dem Wochenmarkt gezeigt.

Freundel und Krieg bedauern, dass das Wort der Bürgerschaft bislang im Bebauungsplanverfahren keine Rolle gespielt habe. Beide hoffen diesbezüglich auf die Offenlage und die Beteiligungsmöglichkeit, die man laut BiGG nutzen sollte.

www.altlasten-gernsbach.de

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