https://www.top-zusteller.de/
https://www.top-zusteller.de/
Weihnachtsgeschichte musikalisch erzählt
Weihnachtsgeschichte musikalisch erzählt
28.12.2018 - 00:00 Uhr
Forbach (mhr) - Andächtige Stille erfüllt das dicht besetzte Kirchenschiff der Katholischen Kirche in Gausbach. Kerzenschein erhellt den Altarraum und die Gesichter des rund 40-köpfigen Chors des Gesangvereins Gausbach unter Leitung von Chordirektorin Elisabeth Gliosca-Benz. Mit dem Gospel-Oratorium "There is a Light" krönten sie den Abschluss der Weihnachtsfeiertage und bescherten die dicht gedrängten Zuhörer mit vielen zusätzlichen Klanglichtern.

Das erste Lichtlein wurde angezündet mit dem innigen, von warmen Pianoläufen angekündigten deutschsprachigen Weihnachtslied "Es ist ein Ros' entsprungen", weich und sanft drang danach "Schlaf, mein Kindelein" ins Ohr. In dieser frühen Abendstunde wurde die Weihnachtsgeschichte musikalisch erzählt in einer Version des österreichischen Komponisten und Arrangeurs Lorenz Maierhofer. Neu aufbereitet mit Weihnachtsliedern, auch aus dem lateinamerikanischen Raum, mit traditionellen Spirituals und Maierhofers eigenen Kompositionen. Umgesetzt von einem klangmächtigen Chor, von Solo-Lichtern (Nicole Mast, Renate Fritz, Gerda Bäuerle, Robert Weber) strahlend verstärkt. Begleitet von einem Instrumental-Ensemble, in dem Stefan Kneissler (Piano), Tobias Rietz (Schlagzeug) und Hans-Dieter Asal (E-Bass) behutsame Akzente setzten.

"Das Gospel-Oratorium zeigt uns, dass die Weihnachtsbotschaft universal ist, in jede Sprache, jeden Kulturkreis übersetzbar und auf jeden Menschen persönlich übertragbar." Mit gesprochenen Rezitativen aus dem Lukas-Evangelium spann Pfarrer Thomas Holler den Faden der Botschaft von der Verkündung über die Geburt Christi bis hin zur Anbetung durch die Hirten weiter. Auf diese ganz besondere Weise wurden Weihnachtsgeschichte und Weihnachtsbotschaft noch einmal eindrücklich in Klang und Wort gesetzt, um ganz nebenbei auch die Zuhörerherzen und -sinne zu erhellen. "There is a Light", "Sunny Light of Bethlehem" verkündet der Chor frohlockend. Und unversehens taucht der Ort des Geschehens im Stall von Bethlehem wie von selbst vor dem geistigen Auge auf.

Die Hirten auf freiem Feld in dunkler Nacht, angezogen von dem einen leuchtenden Stern, der ihnen den Weg weisen wird, rhythmisch untermauert von Piano und Schlagzeug. Mit Strahlkraft preisen die Frauenstimmen "Señora Doña Maria", während bei "Somebody's knocking at your Door" aktuelle Bezüge wachwerden. Kapitel für Kapitel schlagen Gesangverein, Instrumental-Ensemble und Thomas Holler das biblische Geschehen in einem zeitgenössischen musikalischen Kontext auf. Im Gospel-Song "Let My Light Shine Bright" groovt sich die Frohe Botschaft im typischen "Call-and-response"-Prinzip in die Sinne. Mühelos fegen Solist Weber und ein frohlockender Chor die Furcht der Hirten hinweg. Immer näher rückt das Licht des heiligen Sterns von Bethlehem im hoffnungsfrohen Gospel "This little Light of mine". "Was damals geschah" wird glockenhell und tonal fein ziseliert aufbereitet.

Und kündet in " Sunny light of Bethlehem, Amen", bestärkt durch den Stimmendreiklang von Nicole Mast, Renate Fritz und Gerda Bäuerle, von Zuversicht und Freude. Letztere übernahm den Taktstock im rockig anmutenden "Let's sing a Song of Christmas", um Raum zu schaffen für den Solopart von Dirigentin Elisabeth Gliosca-Benz und ihren strahlenden Sopran.

Der Vorsitzende des Gesangvereins Gausbach, Herbert Fritz, hatte in seinen Dankesworten allen Grund zur Freude. Vor allem in der Gewissheit, bei den Zuhörern "ein Licht der Freude" entzündet zu haben.

Ein geistlich-spirituelles Licht wurde im Anschluss mit dem eindrücklich intonierten "Gott segne und behüt Dich" entfacht im schmiegsamen Dialog der Frauen- und Männerstimmen und dem engelgleichen Bekenntnis "Amen!". In der "Hymn von Barclay James Harvest" erhoben der Gesangverein und das Instrumental-Ensemble ihre Stimmen noch einmal mit Klangwucht. Kaum war sie verebbt, belohnten stehende Ovationen dieses ganz besondere Konzerterlebnis. Und gegen den Jubel als zusätzliche Würdigung einer glanzvollen Leistung an einem Ort der Ruhe und inneren Einkehr dürfte selbst der liebe Gott keine Einwände erhoben haben.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Baden-Baden
Frühlingsgefühle auf Rollrasen

28.12.2018
Die Liebe in "Vier Jahrezeiten"
Baden-Baden (cl) - Mariinsky-Ballett modern: Der junge Choreograf Ilya Zhivoi hat sein Ballett zu Max Richters Bearbeitung der "Vier Jahreszeiten" im Festspielhaus Baden-Baden als atmosphärisch dichte Kreation über die Liebe und den Kreislauf des Lebens vorgeführt (Foto: Razina). »-Mehr
Bühl
Jetzt sind sie dann tatsächlich weg

27.12.2018
Efa-Videothek schließt nun doch
Bühl (sie) - "Irgendwann sind wir die letzte Videothek Deutschlands", hatte Gerhard Linderer Anfang des Jahres noch im Scherz gesagt. Seit 1992 betreibt er mit seiner Ehefrau Renate die Efa-Videothek. Doch am 29. Dezember gehen in der Halle nun doch die Lichter aus (Foto: sie). »-Mehr
Baden-Baden
Große Freude über das Weihnachtsbaby

27.12.2018
Freude über das Weihnachtsbaby
Baden-Baden (red) - Große Freude herrschte über das Weihnachtsbaby in der Balger Klinik: Der kleine Hanash erblickte am 24. Dezember das Licht der Welt. Hanash wurde mit einer Länge von 51 Zentimetern und einem Gewicht von 3. 010 Gramm geboren (Foto: KMB). »-Mehr
Bühl
Tubaspiel fasziniert die Kleinen

27.12.2018
Kinderkonzert kommt gut an
Bühl (iru) - Eine regelrechte Plüschtierlandschaft bestimmte bei der Weihnachtsmatinee des Blasmusikbezirks Yburg-Windeck das Bild vor der Bühne. Das Kinderkonzert mit der Aufführung von "Tubby, die Tuba" lockte nahezu 500 Gäste ins Bürgerhaus Neuer Markt (Foto: iru). »-Mehr
Rastatt
Für die kleine Olivia stimmen alle ´O Tannenbaum´ an

27.12.2018
Offene Tür an Heiligabend
Rastatt (up ) - Rund 120 Menschen haben den Heiligen Abend beim Tag der offenen Tür des Rastatter Hospizdienstes im Gemeindehaus St. Alexander gefeiert. Die Veranstaltung fand zum zehnten Mal statt. Die Besucher konnten wieder einige unbeschwerte Stunden genießen (Foto: up). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
Umfrage

Geldinstitute dürfen von ihren Kunden für Ein- und Auszahlungen am Schalter die dabei entstehenden Kosten als Extra-Gebühr berechnen, entschied der Bundesgerichtshof. Gehen Sie dafür noch an den Schalter?

Ja, immer.
Manchmal.
Nein.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz