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Altbürgermeister Knittel als Vermittler?
Altbürgermeister Knittel als Vermittler?
29.12.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (red) - Eine kritische kommunalpolitische Bilanz zieht die CDU Gernsbach im traditionellen Jahresrückblick. "Es wird Zeit, dass alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Gesprächsfaden zurückfinden", wird CDU-Fraktionsvorsitzende Frauke Jung in einer Mitteilung zitiert: "Wenn die aktuelle Lage übereinstimmend als Tiefpunkt bezeichnet wird, dann erfordert das einen Neuanfang."

Um die Kluft und Spaltung innerhalb des Gemeinderats zu überwinden, schlägt die CDU Gernsbach eine externe Mediation vor. Altbürgermeister Dieter Knittel habe trotz Auseinandersetzung in der Sache in der gleichen Zusammensetzung des Gemeinderats auch bei schwierigen Debatten immer den Gesprächsfaden in der Hand gehalten und um eine gemeinsame Lösung gerungen. Er könnte laut CDU mit seiner Erfahrung ein passender Vermittler in der verfahrenen Situation sein, um die harte Konfrontation im Interesse der Sache aufzulösen. "Gerne auch im Team mit anderen Persönlichkeiten", heißt es in dem CDU-Vorstoß.

Konfrontation



überwinden

Die Tatsache, dass der amtierende Bürgermeister Julian Christ zusammen mit seiner Mehrheit aus SPD und FBVG ohne Kompromisssuche alles durchdrückt, schaffe eine Konfrontation und führe zu entsprechenden Konflikten. "Dabei bewegt sich in der Sache - auch in der Wahrnehmung der Bürgerschaft - vieles in eine falsche Richtung", betont Frauke Jung im Rückblick auf das kommunalpolitische Jahr 2018: "Stillstand beim Gleisle-Haus, Stillstand bei der Brückenmühle und ein fatales Konzept für das Pfleiderer-Areal und den Gernsbacher Einzelhandel; an anderer Stelle sogar Rückschritt mit Vorsatz, weil die bereits beschlossene Entwicklung der Einkaufsmärkte in der Schwarzwalstraße mutwillig blockiert wird." Und am Horizont drohen laut CDU Millionenausgaben für ein neues Rathaus. "Das sind alles keine guten Entwicklungen für unsere Stadt", bilanziert die Fraktionsvorsitzende.

Gleichzeitig biete die CDU-Fraktion weiterhin die konstruktive Zusammenarbeit an: "Für eine solide Haushaltspolitik, für ein mutiges und zu Gernsbach besser passendes Zukunftskonzept für das riesige Gelände zwischen Bahnhof und Stadtbrücke, für eine Offenhaltung der innerstädtischen Verkehrsführung. Im Gemeinderat findet kein Dialog, kein Ringen um die bessere Lösung statt, es wird mit der Gefolgschaft aus SPD und FBVG durchentschieden", lautet die ernüchternde Bilanz des kommunalpolitischen Jahres aus Sicht der CDU-Fraktion. Es gebe nur Statements und Gegendarstellungen, aber keine Argumente mehr. "Dabei ist der Bürgermeister einer der Hauptakteure; anstatt Brücken zu bauen und zu integrieren, wie es seine Aufgabe wäre, setzt er auf Spaltung und vergreift sich öffentlich im Ton gegen die CDU-Fraktion."

Nach der Erkenntnis, dass es so nicht weiter gehen könne, müsse nun eine Phase des Dialogs und der Gesprächsbereitschaft treten. Die verbalen Auseinandersetzungen im Gernsbacher Gemeinderat hätten mittlerweile überregionale Bekanntheit erlangt. "Nur wenn sich alle mäßigen und wieder zum Dialog zurückfinden, kann das besser werden," erklärt die CDU weiter. Selbstkritisch merkt die Fraktionsvorsitzende an, dass es nicht immer gelungen sei, die Haltung der Fraktion zu vermitteln. Im Gemeinderat müsse künftig wieder ein Ringen um die besseren Ideen für eine gute Zukunft der Stadt herrschen.

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