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Motto: Schnee, Spaß und Après-Ski
Motto: Schnee, Spaß und Après-Ski
03.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Marius Merkel

Gernsbach - Wenn man in diesen Tagen an den Skiliften Kaltenbronn vorbeikommt, merkt man es deutlich: Es weht ein frischer Wind. Zum einen hängt dies mit dem Wetter zusammen, zum anderen mit Sven Schlegel, Jens Kleinert und Marc Bopp. Seit November sind die Drei die Besitzer der Skilifte Kaltenbronn und betreiben die Anlage als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).

Die Lifte und das Inventar, unter anderem eine Schneeraupe, haben sie von Frieder Stotz abgekauft. Wie die neuen Besitzer erklären, machte das Urgestein Stotz nach mehr als einem halben Jahrhundert aus Alters- und Gesundheitsgründen Schluss am Kaltenbronn. "Für uns ist es ein großes Anliegen, den Betrieb aufrechtzuerhalten", sagt Schlegel. Der 37-Jährige aus Enzklösterle ist der Älteste des neuen Besitzertrios. Die Lifte im Höhengebiet zwischen Enz und Murg bestehen bereits seit 1965 und befinden sich auf rund 865 Metern Höhe. Nach knapp 400 Metern Liftstrecke folgt eine 600 Meter lange Abfahrt. "Die breite Strecke ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet", betont Schlegel.

Er ist, wie seine Mitstreiter Kleinert (31) und Bopp (30), "vorbelastet, was das Arbeiten an Liftanlagen betrifft". Vor mehr als 20 Jahren begann er bei einem Liftbetreiber in der Region erste Erfahrungen zu sammeln, jetzt kann er seine eigenen Ideen und Vorstellungen umsetzen. Neben ihren Vollzeitjobs - Schlegel ist Rollladenbaumeister, Kleinert Konstrukteur und Bopp Stuckateur - versuchen sie, dem Kaltenbronn nun neues Leben einzuhauchen. ",Snow, Fun, Après-Ski' lautet unser Motto, wobei der Spaß im Schnee natürlich im Vordergrund steht", erklärt Kleinert. Für das Trio ist die Arbeit am Skihang eine Herzensangelegenheit, Kleinert lernte gar das Skifahren am Kaltenbronn. "Wir wollten, dass der Lift nicht zugrunde geht. Es steckt wirklich viel Herzblut in diesem Projekt, das durchaus auf längere Sicht angelegt ist", betont Bopp.

Um den Hang für längere Zeit betreiben zu können, muss es auf der einen Seite natürlich regelmäßig schneien, auf der anderen Seite stehen viele verschiedene Arbeiten rund um das Gelände an: Vor allem die Mäh- und Wartungsarbeiten - jährlich wird der Lift vom TÜV überprüft - nehmen viel Zeit in Anspruch. "Wir wissen, dass es nicht ausreicht, nur den Hebel umzulegen, wenn der erste Schnee fällt", stellt Kleinert klar.

"Wir wissen um das wirtschaftliche Risiko"

Zeitintensiv seien auch der neue Internetauftritt sowie das Bespielen von verschiedenen Kanälen in den sozialen Netzwerken, um die Gäste auf dem Laufenden zu halten. "Ein gewisses Risiko ist da, dessen sind wir uns bewusst", erklärt Schlegel, freut sich aber auf die erste gemeinsame Saison mit seinen Freunden am Kaltenbronn. Wie der 37-Jährige betont, können die Lifte bei ausreichend Schneefall beziehungsweise geeigneter Schneequalität sofort geöffnet werden, mit einer Schneekanone nachgeholfen wird indes nicht: "Da die Lifte in einem guten Zustand sind und wir das komplette Inventar übernehmen konnten, sind wir gut vorbereitet." Es wird aber nicht alles verändert, das Trio versucht nämlich, so gut es geht, die erfahrenen Mitarbeiter von Vorbesitzer Stotz zu beschäftigen.

Laut der neuen Betreiber konnten Stotz und sein Team die Lifte im vergangenen Winter an 25 Tagen öffnen, auf eine ähnliche Zahl hoffen Schlegel, Kleinert und Bopp auch in dieser Saison. "Wir wissen um das wirtschaftliche Risiko, der Klimawandel hat schließlich auch Höhen wie den Kaltenbronn erreicht", meint Kleinert.

Klimawandel hin oder her, das Besitzertrio setzt alles daran, die Skilifte am Kaltenbronn noch in vielen weiteren Wintern zu öffnen: Es ist schließlich eine Herzensangelegenheit.

www.skilifte-kaltenbronn.de

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