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"Ziemlich zufrieden" mit dem letzten Platz
'Ziemlich zufrieden' mit dem letzten Platz
03.01.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach (ham) - Der letzte Platz bei den deutschen U16-Meisterschaften hat die Nachwuchsspieler des Schachklubs Gernsbach kaum geschockt. Auf Platz 20 waren sie in Aurich gesetzt - Platz 20 stand am Ende mit 1:13 Zählern auch zu Buche. Immerhin gelang in der Schlussrunde der Ehrenpunkt mit einem 2:2 gegen den früheren nationalen Serienmeister aus Köln, die SG Porz.

"Wir können ziemlich zufrieden sein", findet SK-Jugendleiter Fabian Hornung, "denn Platz 20 entsprach den Erwartungen. Dass wir besser spielten als gedacht, sieht man an den Zugewinnen bei der Deutschen Wertungszahl. Deshalb haben alle das Abschneiden gut verkraftet." Obwohl bis auf Marlon Meier alle Jugendlichen eine negative Bilanz aufwiesen, legten sie bei der Wertungszahl durchweg zu. Vor allem Aska Ganjali genügten ihre drei Remis an Brett drei gegen deutlich stärkere Kontrahenten, damit sie trotz der zusätzlichen drei Niederlagen stolze 50 Ratingpunkte einheimste. Spitzenspieler Meier durfte sich nach seiner starken Leistung mit 3,5:3,5 Punkten über ein erkleckliches Plus von 30 Zählern freuen.

William Brüstle hatte es an Position zwei besonders schwer gegen übermächtige Gegner und musste mit zwei Remis zufrieden sein. Christoph Koch verzeichnete 0,5:3,5 Punkte. Franz Armbruster durfte als einziger neben Meier, der dreimal die Oberhand behielt, einen Sieg feiern. Diesem stehen drei Niederlagen gegenüber. Die Überlegenheit der Teams aus ganz Deutschland fußt auch zum Teil darauf, dass die Gernsbacher deutlich jünger waren - bis auf Meier dürfen alle noch ein bis drei Jahre in der U16 spielen. "Man merkte uns unsere fehlende Erfahrung und das mangelnde Eröffnungswissen an. So wurde Marlon Meier zweimal am ersten Brett ausgetrickst, obwohl er sich als einziger auf die Gegner einstellte und schaute, was die am Anfang spielen", berichtet Hornung von der weit professionelleren Vorbereitung der Topklubs mit Eröffnungs-Datenbanken auf die Vorlieben der Rivalen. "Christoph Koch hat die Eröffnungsphase einmal gut überlebt, danach reichte es sofort für ein Remis", nennt der Jugendleiter des SK Gensbach ein weiteres Beispiel.

Die deutsche U16-Meisterschaft heimste einmal mehr der größte Schachverein der Republik, der für seine vorbildliche Jugendarbeit bekannte Hamburger SK, ein. Die Hanseaten sammelten zwar auch "nur" 11:3 Punkte, wiesen aber die besseren Brettpunkte als der Reideburger SV Halle und die SG Leipzig auf.

Die Murgtäler waren zweimal gegen die SG Königskinder Hohentübingen und den SK Bebenhausen nah dran an Teilerfolgen, verloren jedoch letztlich beide Duelle knapp mit 1,5:2,5. Damit verkauften sie sich gegen die schwäbischen Kontrahenten besser als zuvor. Nach der Qualifikation auf Bezirks- und badischer Ebene hatten die Gernsbacher im Land nur den vierten Platz belegt. Weil jedoch der SC Heitersheim und die Karlsruher Schachfreunde auf eine Teilnahme in Aurich verzichteten, rückte der Nachwuchs des Landesligisten nach. Die Schützlinge von Trainer Harro Häfele wollten sich das Erlebnis nicht entgehen lassen - schließlich gelang bisher erst einmal die Qualifikation für ein nationales Championat: 1999 wurde das Gernsbacher Quartett 19. und Vorletzter.

Dass langfristig doch einmal mehr als hintere Ränge herausspringen könnten, zeichnet sich ab: Ganjali, Armbruster und Brüstle leiten bereits Schach-AGs an der Grundschule und Realschule - weitere Talente werden also in ihre Fußstapfen treten.

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