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Bedarf im Seminarbereich steigt
Bedarf im Seminarbereich steigt
04.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gernsbach - Der Arbeitsmarkt ist einer permanenten Veränderung unterworfen. Das liegt insbesondere an der zunehmenden Globalisierung, der rasanten technologischen Entwicklung und am sogenannten demografischen Wandel. Während sich bis vor einigen Jahren Unternehmen nach einer Stellenausschreibung vor Bewerbern kaum retten konnten, fehlen inzwischen in vielen Betrieben - vor allem in Handwerk und Industrie - die Fachkräfte, weil der Nachwuchs aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge rar ist. Ein wichtiges Instrument, da gegenzusteuern, sind Weiterbildungsangebote. Das hat das Papierzentrum, getragen von den Landesarbeitgeberverbänden der deutschen Papierindustrie, erkannt und will 2019 in diesem Bereich investieren.

Hauptgeschäftsführer Stephan Meißner bestätigt BT-Informationen, wonach das Papierzentrum beabsichtigt, neben den drei sogenannten Meisterhäusern an der Loffenauer Straße ein weiteres Gebäude zu errichten, das für den Seminarbereich genutzt werden soll. Dort "haben wir einfach mehr Bedarf", erklärt Meißner, verweist aber darauf, dass das Projekt noch in der Planungsphase sei. Es werde im Moment vorangetrieben und müsse noch seitens der Stadt genehmigt werden. Diesbezüglich macht sich Meißner aber keine Sorgen: "Die Stadt ist sehr kooperativ."

Geplant ist, das im Besitz des Papierzentrums befindliche Grundstück Loffenauer Straße 37 (oberhalb des "Sonnenhofs") in die Gestaltung der bereits vorhandenen Gebäude nebenan (Meisterhäuser) mit einzubeziehen. Zurzeit befindet sich auf dem Gelände noch ein baufälliges Mietshaus. Der Bewohner ziehe aber demnächst aus und mache somit den Weg frei für den geplanten Abriss des Anwesens. Auch dafür benötige man aber erst noch die Genehmigung, sagt Meißner.

Die Papierindustrie ist mittelstandsgeprägt, was die Größe der Betriebe anbelangt, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Papierzentrums. Von daher sei man natürlich von der tiefgreifenden wirtschaftlichen Veränderung durch den demografischen Wandel betroffen. In Zeiten, in denen die Babyboomer-Generation allmählich in Rente geht, falle es auch der Industrie schwer, neue Fachkräfte zu gewinnen. "Deshalb müssen wir in die Weiterbildung der vorhandenen Mitarbeiter investieren - sie sind unsere wertvolle Ressource", so Meißner. Man habe zuletzt eine steigende Tendenz verzeichnet, was die Quoten der Auszubildenden gemessen an der Anzahl der Beschäftigten in der Papierindustrie anbelangt.

2017/18 gab es schon mit 4,78 Prozent (Meißner: "eine relativ hohe Quote") einen neuen Rekord, der 2018/19 mit 4,85 Prozent sogar noch gesteigert werden konnte. Die Papierindustrie glaube an ihre Zukunft und verstärke die Aus- und Weiterbildung. Der geplante Neubau sei auf dieses Ziel ausgerichtet.

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