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"Ernüchternde Vogelzählung"
07.01.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach (ham) - Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat von Freitag bis Sonntag zu seiner traditionellen Wintervogel-Zählung aufgerufen. Im Murgtal wirkte Stefan Eisenbarth wie gewohnt mit - das Ergebnis fiel dabei aus der Warte des Gernsbacher CDU-Gemeinderats "in diesem Jahr ernüchternd" aus.

Bei der Vogelzählung im Januar 2018 hatten sich mehr als 136 000 Menschen beteiligt. Insgesamt gingen Meldungen aus 92 000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling belegte vor zwölf Monaten den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten. Kohlmeise und Blaumeise folgten auf Platz zwei und drei.

Die bundesweite Auswertung dauert erfahrungsgemäß einige Zeit. Dem Badischen Tagblatt hat Eisenbarth aber schon die Ergebnisse seiner einstündigen Zählung in Gernsbach übermittelt. Das Resultat treibt dem Umweltschützer die Sorgenfalten auf die Stirn, auch wenn er gleichzeitig betont: "Die Zahlen sind schlechter als in den Vorjahren, aber es muss sich nicht um einen Bestandseinbruch handeln." Die Witterung sei "sehr mild und ohne Schneelage, wodurch es möglich ist, dass die Vögel noch genügend Futter im freien Feld und in den Wäldern finden und deshalb nicht an die Futterstellen in den Gärten kommen", hofft Eisenbarth auf natürliche Ursachen für die bescheidene Zahl der Sichtungen.

Der Kommunalpolitiker konnte so in heimischen Gefilden nur "folgende Arten erfassen: 13 Haussperlinge, zwei Kohlmeisen, je eine Blaumeise, ein Rotkehlchen, einen Buchfink und zwei Amseln". Vermisst hat er im Vergleich zu den Vorjahren gleich mehrere gefiederte Freunde, "die sonst immer alle da waren: Hauben- und Schwanzmeise, Wintergoldhähnchen, Gimpel und Buntspecht".

Zudem bemerkte Eisenbarth bei den Amseln einen "starken Rückgang. Ich hatte normal sieben, acht Amseln im Winter an der Futterstelle - dieses Jahr sind es nur zwei". Über die Ursachen kann er nur spekulieren: "Über den Sommer fand ich bei mir zwei tote Amseln im Garten. Pierre Fingermann von der Vogelpflegestation Rastatt erzählte bei der Tagung der Naturschutzwarte, dass er 2018 mehr als 60 Amseln gebracht bekommen hat, die durch Katzen verletzt wurden. Das ist nach seinen Angaben eine sehr große Zahl". Der Experte hegt den Verdacht, "dass die Amseln mit dem Usutu-Virus infiziert waren und somit zur leichten Beute für Katzen wurden. Von den mehr als 60 verletzten Amseln hat keine einzige überlebt", erfuhr Eisenbarth von den vergeblichen Rettungsbemühungen.

Alle Neugierigen, die herumflatternde Vögel erfasst haben, können die Zahlen online oder telefonisch an den NABU melden. Für Vogelzähler wie Interessierte haben die Naturschützer im Web ein kostenloses Info- und Lernprogramm entwickelt.

www.vogeltrainer.de

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