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Turnier vor großer Kulisse in der Halle
Turnier vor großer Kulisse in der Halle
10.01.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau - Die Vorfreude ist wiederum groß auf das Baden-Württembergische Hallenfußballturnier für Menschen mit Behinderung. Startschuss ist am Samstag, 12. Januar, um 9.30 Uhr in der Jakob-Scheuring-Halle. Die Endspiele werden gegen 17.30 Uhr angepfiffen. BT-Redakteur Ulrich Jahn sprach im Vorfeld des Turniers mit den beiden Hauptorganisatoren vom veranstaltenden SV Michelbach, Beate Rieger und Daniel Herm.

BT: Frau Rieger, Herr Herm, bereits zum 15. Mal findet am 12. Januar das Baden-Württembergische Hallenfußballturnier für Menschen mit Behinderung in der Jakob-Scheuring-Halle statt. Können Sie sich noch an das erste Turnier erinnern? Wie ist es zu dieser Idee gekommen, wer war Initiator?

Beate Rieger: Der Sportverein Michelbach hat im Rahmen der Murgtalmeisterschaften im Jahr 2004 ein Neun-Meter-Schießen zugunsten der Lebenshilfe durchgeführt. Dazu waren Monica Grässle, Sportlehrerin der Murgtal-Werkstätten, und zwei Spieler der Lebenshilfe anwesend. Diese Beiden meinten zu mir, dass sie gerne auch einmal vor so einer Kulisse in einer Halle Fußball spielen wollten. Ich hatte ihnen versprochen, wenn es sich irgendwie realisieren lässt, dann versuche ich, dies zu ermöglichen.

Mit Daniel Herm, Rudolf Fritz (damaliger Geschäftsführer der Murgtal-Werkstätten) und Monica Grässle hatte ich gleich drei engagierte Mitstreiter gewinnen können. Ferner war der damalige Oberbürgermeister Michael Schulz sofort bereit, die Schirmherrschaft für dieses sportliche Ereignis zu übernehmen. Dies wird bis zum heutigen Tag von Christof Florus weitergeführt.

Zu Beginn wollten wir ein Turnier für circa 50 Menschen mit geistiger Behinderung durchführen, jedoch waren es beim ersten Turnier bereits 60 Spieler, die miteinander einen tollen Turniertag erleben konnten.

BT: Solch ein besonderes Turnier ist ja wohl mit einem großen organisatorischen Aufwand verbunden. Wie lange dauert die Vorlaufzeit und wie viele Helfer sind im Einsatz?

Daniel Herm: Das stimmt. Das erste Turnier haben wir nach den Sommerferien begonnen zu planen. Mittlerweile müssen wir die Halle bereits montags nach dem Turnier wieder reservieren, und die Vorbereitungen beginnen von vorn. In die heiße Phase geht es dann Mitte Oktober. An einem solchen Turniertag sind circa 40 ehrenamtliche Helfer des SV Michelbach im Einsatz. Viele Sponsoren unterstützen uns seit dem ersten Turnier und einige kommen auch immer dazu. Dadurch ist es uns möglich, allen Sportlern Erinnerungspreise in Form von Medaillen und T-Shirts sowie Urkunden und Spielbällen überreichen zu können.

BT: In diesem Jahr werden am Samstag 23 Mannschaften mit mehr als 220 Teilnehmern erwartet. Solch einer großen Zahl an Teilnehmern optimale Bedingungen bieten zu können, ist ja nicht einfach. Wie bewältigen Sie diese Mammutaufgabe?

Rieger: In der Zwischenzeit sind wir ein eingespieltes Team und jeder weiß, wo er mit anpacken muss - sei es Turnierleitung, Schiedsrichter, Bewirtungsteam sowie viele Helfer im Hintergrund (Mannschaftsbetreuung, Fahrstuhldienst, persönlicher Ansprechpartner). Seit Beginn des Turniers werden wir auch vom DRK Ottenau professionell unterstützt. Die Betreuer der jeweiligen Mannschaft leisten hierbei auch sehr viel Eigeninitiative, ohne diese könnten wir dieses Turnier nicht durchführen.

Einen wesentlichen Beitrag leisten die zahlreichen Besucher des Turniers aus Gaggenau und der Umgebung, die durch ihre Anwesenheit den Menschen mit Handicap eine tolle Kulisse bieten und ihnen das Gefühl der Inklusion und Integration vermitteln. Hierbei entstehen viele Fachgespräche und persönliche Nähe, was uns sehr wichtig ist.

Interview

BT: Auf was können sich die Besucher freuen?

Herm: Die Zuschauer können sich auf faire und sportliche Spiele freuen, die Freude am Spiel wird auf die Fans übertragen. Emotionen, egal ob Sieg oder Niederlage, werden authentisch wiedergegeben. Am Ende des Turniers sind alle Sieger. Unser Motto "mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein" wird bei jedem Spiel aufs Neue auf die Besucher übertragen.

BT: Nach dem 15. Turnier ist vor dem 16. Turnier. Wann beginnen die Vorbereitungen?

Rieger: Montags nach dem Turnier wird bereits die Halle für das kommende Turnier reserviert. Eigentlich beschäftigen wir uns das ganze Jahr über mit diesem Event, welches uns persönlich sowie dem Verein sehr am Herzen liegt.

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