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Gretel im Nacken: Der Kasper hat jetzt den Blues
Gretel im Nacken: Der Kasper hat jetzt den Blues
17.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Margrit Haller-Reif

Gernsbach - "Kasperblues - Liebe, Schnaps & Rebellion" heißt das neue Abendstück des Gernsbacher Puppentheaters Gugelhupf. Nach "Kasper, Tod und Teufel", "Don Juan oder Vollmond über Barcelona", "Frankenstein - alles ist möglich oder wer ist Seppel?!" setzt Puppenspieler Frieder Kräuter den Kasper einmal mehr und ganz anders in den Fokus seines Schaffens. Premiere feiert "Kasperblues" am Freitag, 25. Januar, um 20 Uhr in der Gernsbacher Stadthalle.

Im vierten seiner Kasper-Abendstücke steht die Welt des knorrigen Antihelden Kopf. Schlimmer noch: Der Kasper hat diesmal den Blues. Wie soll er seine traditionelle Rolle und Funktion definieren in einer modernen Welt, in der andere Werte gelten? Mit Gretel als unzufriedener Finanzchefin im Nacken und einem unerwartet meuternden Ensemble? Dieses will nicht mehr länger immer nur verdroschen werden, erst recht nicht angesichts der sinkenden Einnahmen von Kaspers Spielbetrieb. Der Teufel macht sich die schlechte Stimmung seiner Kollegen zunutze und schmiedet einen rebellischen Plan.

Eine Besonderheit an diesem Kasper-Abendstück ist die drehbare, von zwei Seiten bespielbare Bühne, die wie immer in der Kräuterschen Werkstatt entstanden ist. Das eigentliche Kasperstück wird oben im Guckkasten aufgeführt. Im unteren Teil ist die Männer-Wohngemeinschaft von Tod und Teufel angesiedelt und auf der Bühnenrückseite der Backstage-Bereich für das Ensemble. So erfahren die Zuschauer unmittelbar, was während, vor und nach der eigentlichen Inszenierung passiert. Eine weitere Besonderheit ist Frieder Kräuters erstmalige umfassende Kooperation mit seinem Puppenspielerkollegen und Sohn Florian, etwa in Sachen Idee und Text. Spiel und Live-Musik obliegen dem Vater, der Sohn ist für die Regie zuständig, das Ehepaar Kräuter für die Ausstattung.

Profession



aus Passion

Zwei Puppenspielerprofis, zwei Generationen, die auf völlig unterschiedlichen Wegen zum Puppentheater als Profession aus Passion gefunden haben. Frieder Kräuters Einmann-Theater Gugelhupf ist ein freies Tournee-Theater, das seit 1981 im deutschsprachigen Raum Gastspiele gibt und auf vielen internationalen Puppentheaterfestivals vertreten ist. Florian Kräuter ist Absolvent der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin und seit sechs Jahren festes Ensemblemitglied am städtischen Puppentheater in Magdeburg.

Der Blues ist natürlich auch musikalisch von Bedeutung in dieser Inszenierung für Erwachsene. Beim Vater-Sohn-Tandem indes ist nichts davon zu spüren. Die gemeinsame Arbeit läuft gut, sichtlich entspannt und auf Augenhöhe. Im vergangenen Sommer wurde die Konzeption des Stückes entwickelt, im Dezember startete die eigentliche Probearbeit. Für den Feinschliff wird der derzeitige Gastierurlaub von Florian genutzt. "Da prallen durchaus auch mal unterschiedliche Meinungen aufeinander", bekunden sie unisono.

Das Puppentheater Magdeburg produziere anders, als es in der freien Szene üblich sei. Das setze aber auch Energien frei und "früher oder später finden wir einen Kompromiss". Zumal der Vater und der Sohn ein ähnliches Humorverständnis besitzen. Und beide denselben Spaß an der speziellen Spielform Kaspertheater und der unkonventionellen Auseinandersetzung mit Archetypen wie dem Kasper haben.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf in allen Geschäftsstellen des Badischen Tagblatts erhältlich sowie im Web und bei der Touristinfo Gernsbach, (0 72 24) 6 44 44.

www.puppentheater-

gugelhupf.de

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