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Schwerpunkt ist die Akut-Geriatrie
17.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Es sei toll, wenn eine Gemeinde wie Forbach noch ein Krankenhaus habe, sagte Carsten Frey in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Seit 1. Juli 2018 leitet er als Chefarzt die Klinik, im Gemeinderat stellte er sich und seine Arbeit vor.

Frey ist langjähriger Mitarbeiter des Klinikums Mittelbaden. Seine Ausbildung zum Facharzt absolvierte er bei Dr. Günter Weißmann im damaligen Kreiskrankenhaus Bühl. Dort war er anschließend von 2005 bis 2012 als internistischer Oberarzt tätig und erwarb die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin.

Eine anschließende 18 Monate dauernde Mitarbeit im Karlsruher Diakonissenkrankenhaus diente seiner gastroenterologischen Weiterbildung. Nach seiner Rückkehr in das Klinikum Mittelbaden war Frey zunächst bis 30. September 2016 in Bühl als Oberarzt tätig und begann seine Weiterbildung in der Altersmedizin. Seit 15 Jahren ist er Murgtäler, Frey wohnt in Staufenberg.

Der Internist erläuterte die medizinischen Schwerpunkte im Klinikum Mittelbaden. In Forbach liege dieser im Bereich Akut-Geriatrie. Insgesamt stünden 40 Betten zur Verfügung, jeweils 20 für internistische und geriatrische Fälle. Als Beispiel für letztere nannte er einen Patienten, der zwar mit Hilfe von Pflegediensten noch selbstständig in seinem gewohnten Umfeld lebe, aber wegen eines Sturzes oder Unfall ins Krankenhaus müsse.

Nach der chirurgischen Versorgung und einem kurzen Aufenthalt in der versorgenden Klinik, beim Einsatz einer Hüftgelenksprothese seien es durchschnittlich vier Tage, sei dann ein weiterer Aufenthalt in der Akut-Geriatrie erforderlich, um den Patienten mit einer komplexen Behandlung wieder zu mobilisieren, . Schwierig sei die Gewinnung vorn Fachpersonal, Forbach befinde sich ein einer "Randlage", machte er deutlich. Dennoch sei die Versorgung der Patienten, auch durch "Leihschwestern", gewährleistet. Eine Kurzzeitpflege im Haus zu realisieren sei schwierig, antwortete er auf Anfrage von Margrit Haller-Reif (Grüne).

Der 24-Stunden-Notdienst ist gewährleistet, so Frey. Da es in Forbach keine Chirurgie mehr gebe, werden Patienten dort erstversorgt und in andere Häuser des Klinikums Mittelbaden verlegt.

Für die Zukunft wünscht sich der neue Chefarzt die Unterstützung von ehrenamtlichen Betreuern. Er regte die Gründung eines Seniorenrats an, wie er bereits in Weisenbach besteht.

Sabine Reichl, CDU-Rätin und Geschäftsführerin der Sozialstation Forbach-Weisenbach, wies darauf hin, dass es solch ehrenamtliches Engagement in Forbach bereits in vielfältiger Form gebe. Als Beispiel nannte sie das betreute Wohnen zu Hause. Gleichwohl begrüßte sie das Anliegen des neuen Klinikchefs. Bürgermeisterin Katrin Buhrke verweis ebenfalls auf engagierte Forbacher und sagte zu, diese mit der Klinikleitung zusammenzubringen.

Werner Ruckenbrod (FWG) fragte nach, was denn aus den Überlegungen geworden sei, aus der Forbacher Klinik ein Pflegeheim zu machen. Die strategische Ausrichtung des Hauses sei die Akut-Geriatrie, antwortete der Frey. Die Entscheidung des Klinikums Mittelbaden sei für das Rastatter Martha-Jäger-Haus als Pflegeheim gefallen.

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