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Freude auf der "Sonnenterrasse"
21.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Elke Rohwer

Gaggenau - Der große Andrang in der Freiolsheimer Mahlberghalle zeigte deutlich, dass sich die Bevölkerung für das Gemeindeleben im Ort interessiert. Rund 300 Gäste konnte Ortsvorsteher Ferdinand Schröder zum ersten Neujahrsempfang begrüßen, darunter zahlreiche Vertreter örtlicher Vereine. Gleichzeitig bildete die Veranstaltung den Auftakt für das Jubiläumsjahr zum 800-jährigen Bestehen des Gaggenauer Ortsteils.

Schröder leitete seine Begrüßung mit Gedanken zum Thema Heimat ein. "Die große Verbundenheit zu Freiolsheim spiegelt sich in unserer Dorfgemeinschaft wider. Aus unserer 800-jährigen Geschichte haben sich Werte entwickelt, die unsere Gemeinschaft prägen und sie intakt halten." Einen respektvollen Umgang miteinander hält Schröder für ebenso wichtig wie die Verantwortung jedes einzelnen Bürgers gegenüber der Dorfgemeinschaft.

Eine breit aufgestellte engagierte Bürgerbasis, Ehrlichkeit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gehören für den Ortsvorsteher ebenso dazu wie Verbundenheit mit der dörflichen Gemeinschaft sowie jegliche Art von Unterstützung von Familien. "Etwa zwei Drittel der Bevölkerung ist in Vereinen aktiv. Das Zusammenspiel zwischen Gemeinde, Vereinen, Institutionen und einzelnen Bürgern ist unsere Stärke", betonte Schröder.

Das große Ziel sei es, Freiolsheim in eine lebenswerte Zukunft zu führen. In diesem Zusammenhang nannte der Ortsvorsteher eine Reihe von Themen, die der Bürgerschaft besonders am Herzen liegen und angegangen werden. Dazu gehören unter anderem Friedhofsgestaltung, ein zeitgemäßer Internetanschluss, die Grundversorgung mit Lebensmitteln, eine gute Verkehrsanbindung, Sanierung der Straßen sowie der örtliche Bebauungsplan.

"Heidelbeeren

und Kesselfleisch"

Stolz äußerte sich Schröder angesichts des nahezu abgeschlossenen An- und Umbaus des Küchenbereichs der Mahlberghalle, verbu nden mit dem großen Engagement und der Eigeninitiative der Bevölkerung. "Freiolsheimer zu sein ist für mich keine Pflicht, sondern eine Freude. Ich bin mit Leib und Seele ein Freiolsheimer", bekannte der Ortsvorsteher.

Wohlwollende Worte fand Oberbürgermeister Christof Florus in Bezug auf die "Sonnenterrasse von Gaggenau". Er skizzierte ein romantisch-idyllisches Bild vom "höchstgelegenen Wohngebiet des Landkreises Rastatt". Kurzweilig schilderte er die historische Entwicklung und Bedeutung von Freiolsheim und stellte nicht nur klar, dass in Mittelberg der Ursprung der Gaggenauer Glasindustrie liegt, sondern dass die Freiolsheimer schon immer ein "wehrhaftes Völkchen" gewesen seien.

Florus lobte das bürgerliche Engagement sowohl bei "Gaggenau räumt auf" als auch beim aktuellen Ausbau der Küche in der Mahlberghalle. Die Dorfgemeinschaft habe hier Großartiges vollbracht. "Einen Großteil der Arbeiten haben Ehrenamtliche selbst geleistet." Die Kosten belaufen sich aktuell auf rund 200 000 Euro. Die Arbeiten für die Außenanlage, Pflaster- und Putzarbeiten an der Fassade, sollen in diesem Jahr folgen. Florus dankte Ferdinand Schröder, dem ehrenamtlichen Bauleiter Peter Wurst sowie allen Helfern für deren herausragenden Einsatz.

Gespannt waren viele Gäste, als Ferdinand Schröder einen Überraschungsgast ankündigte und Ralf Bauer im Saal erschien. Während er durch die Reihen ging, rezitierte Bauer aus dem "Vorspiel auf dem Theater" aus Johann Wolfgang von Goethes "Faust". Der Schauspieler hatte die ersten neun Jahre seines Lebens in Freiolsheim gelebt, bevor seine Familie nach Hamburg umzog. Mit weiteren humorvoll zum Besten gegebenen Gedichtspassagen begeisterte er die Anwesenden.

Unterhaltsam und kurzweilig waren auch die persönlichen Kindheitserinnerungen an Heidelbeeren, Kesselfleisch und das Völkersbacher Schwimmbad, die Ralf Bauer anschließend im Gespräch mit Ferdinand Schröder teilte. Mit den Worten "I love you, Freilse" verabschiedete sich Bauer anschließend unter großem Applaus.

Bevor das offizielle Programm begann, hatten Bernd Schöller (Klavier) und Bernd Werner (Cajon) auf den Abend eingestimmt. Anschließend präsentierte sich der Musikverein "Harmonie" unter der Leitung von Tobias Klausmann mit den Stücken "Fliegermarsch", "Follow the River" und "Böhmische Sterne".

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