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Jeden Donnerstag Herzensangelegenheit
Jeden Donnerstag Herzensangelegenheit
21.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Dagmar Uebel

Gernsbach - Die Gernsbacher Herzsportgruppe hat ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Heute vor zwei Jahrzehnten wurde sie gegründet. Bereits am Donnerstagabend bedankten sich die Verantwortlichen und ehrten all jene, die zu diesem Erfolg beitrugen und noch beitragen. Herbert Weber und Bruno Beck, die Ansprechpartner "Ambulante Herzgruppen Gernsbach e. V." hatten die Mitglieder der Herzsportgruppe und deren Partner in den Gasthof "Kreuz" in Michelbach eingeladen.

Zu Beginn des Jahres 1999 war die Resonanz auf den Aufruf der Ärzteschaft an die Gernsbacher zur Bildung einer "ambulanten Herzgruppe" für viele überraschend groß. Mehr als 50 Interessierte waren es damals, die die Gründungsveranstaltung im Seminarraum des Herz-Kreislaufzentrums besuchten. Die Bewegung zum Laufen brachten der damalige Chefarzt des Gernsbacher Herzzentrums, Dr. Eckart Miche, der Betreuungsarzt Dr. Friedrich Kraner und die Übungsleiterin Ulrike Wirtz.

Mit der Bekanntgabe durch Kraner, auch in der Papiermacherstadt werde ab Donnerstag, 21. Januar 1999, eine koronare Sportgruppe ihren Anfang finden, begann eine Bewegung mit Langzeitwirkung. Kraner war es dann auch, der die Gernsbacher Gruppe 15 Jahre lang - und zuvor schon von 1984 bis 1999 die örtliche Herzgruppe in Forbach - betreute und begleitete. Ziel für Herzgeschädigte war damals und ist es auch heute noch, körperliche Bewegung und Belastung mit Freude in Einklang zu bringen und Geselligkeit zu pflegen.

Damit bestand bereits in sieben Orten im Landkreis ein solches Angebot an Patienten, die durch Ärzte und ausgebildete Therapeuten ehrenamtlich betreut wurden, stellte schon damals Werner Geiges von der Geschäftsstelle Rastatt erfreut fest. Das Konzept war und ist einfach, gut durchdacht und wirkungsvoll: In mehreren Trainingsgruppen, die sich durch ihre Belastungsmöglichkeiten unterscheiden, werden anforderungsgerechtes Ausdauertraining, Walking, Jogging, Gymnastik und auch Bauchmuskeltraining durchgeführt, immer in Gruppen und möglichst spielerisch. Stand anfangs durch die hohe Nachfrage noch die Suche nach zusätzlichen geeigneten Orten im Vordergrund, fand die Gernsbacher Herzgruppe in der Gymnastikhalle der Reha-Klinik Mediclin beste Voraussetzungen.

Nun, 20 Jahre später, war es also Zeit, sich an die Anfänge zu erinnern, Gemeinsamkeit zu pflegen und bei musikalischen Vorträgen durch Hausmusik der Naturfreunde Michelbach gute Laune zu bekommen. Einer der ersten, der von Anfang an als Patient dieses sportliche Angebot einmal in der Woche in Anspruch nimmt - inzwischen auf eigene Kosten und dafür gelobt wurde - ist Ralf Hirschberger aus Gernsbach.

"Gar nicht so lahm



wie vermutet"

Seine Herzprobleme waren damals nicht klein, sein Gesundungswille aber groß. "Wir haben donnerstags viel Spaß in unserer Gruppe", unterstrich Hirschberger und ergänzte mit einem Schmunzeln, "da geht es gar nicht immer so lahm zu wie vielleicht vermutet. Da kommt so mancher auch mal mit einem blauen Fleck nach Hause." Dass er 20 Jahre später immer noch ein sehr agiler Mann sein kann, könnte einen Grund in der gezielten sportlichen Tätigkeit unter medizinischer Betreuung haben.

Für Weber und Beck war am Donnerstag gute Gelegenheit, allen Verantwortlichen ein "Danke" zu sagen. Ein großes Dankeschön sprachen sie dem Gründer und Initiator Miche, dem ärztlichen Gründungsmitglied Kraner und der Übungsleiterin bis 2012, Ulrike Wirtz, die auch Qigong vermittelte, aus.

Geehrt wurden auch Dr. Tilman Markert (1. Vorsitzender der ambulanten Herzgruppen im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden), Martin Holzapfel (2. Vorsitzender der Gruppen), der Kardiologin Dr. Elisabeth Rölleke aus Gaggenau, Dr. Benedicte Barth, die die Gruppe derzeit begleitet, Dr. Irina Sergejeva, die oft einspringt, wenn es personell klemmt, und die einfallsreichen Physiotherapeutinnen Josefa Zapf und ihre Tochter Daniela Merz.

Aber auch beim Schriftführer und Kassierer der ambulanten Herzgruppe Gernsbach, Geiges, und dem Patientensprecher Bernhard Müller bedankte sich Weber für die gute Zusammenarbeit. Zudem gab es noch einen Blumenstrauß für die langjährige Patientenbetreuerin Gudrun Blattmann und ihren Mann Werner.

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