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Im Kühlschrank warten wichtige Infos
Im Kühlschrank warten wichtige Infos
23.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Medizinische Notfälle sind Ausnahmesituationen, das weiß Frank Mayer aus seiner 35-jährigen Erfahrung als Rettungssanitäter. Informationen über die Patienten sind dann äußerst hilfreich, wenn sie denn vorliegen. Aber meistens sind die Betroffenen derart aufgeregt, dass sie darüber keine Auskunft mehr geben können - oder sie sind nicht ansprechbar. Abhilfe kann da eine neue Idee schaffen: die Notfalldose.





"Oft suchen wir bei Notfalleinsätzen nach Dokumenten, Dauermedikationen oder dergleichen", berichtet der Vorsitzende des Forbacher DRK-Ortsvereins. "Ein kleiner Behälter, immer im Kühlschrank aufbewahrt, ist hier die Lösung", sagt Mayer. Darin steckt ein Datenblatt für die wichtigsten Informationen, Telefonnummern, Medikamente und Vorerkrankungen. Dieses füllen DRK-Angehörigen zusammen mit den Betroffenen aus.

Doch woher wissen die Helfer, wo denn die Dose mit den wichtigen Informationen aufbewahrt ist? Die Lösung ist ganz einfach - im Kühlschrank nämlich. "Der ist in jeder Küche ganz einfach zu finden", weiß Mayer.

Und es gibt klare Informationen für die Nothelfer, wo denn die Dose zu finden ist: Ein Aufkleber auf dem Kühlschrank und auf der Innenseite der Haus- oder Wohnungstür weißt darauf hin. "Es sind kleine Hilfen, die manchmal aber wegweisend für die Weiterversorgung sein können. Wir versuchen, durch eine Anamneseerhebung die Dauermedikation sowie Allergien abzuklären und dies schriftlich der Klinik weiterzugeben", erläutert Frank Mayer den Hintergrund für die Einführung der Notfalldose. Die Rotkreuzler starten in Absprache mit der Rettungsdienstleitung zunächst in Forbach mit ihrem Angebot. "Wer weiß, schon oft schwappte eine zündende Idee auf andere Orte über", blickt Mayer voraus. Ziel ist, eine Flächendeckung zu erreichen und Erfahrungen in Forbach und den Ortsteilen zu sammeln.

Hilfe und



Beratung

Doch nicht nur die Dose an sich gibt Sicherheiten, sondern bereits im Vorfeld kann dies erfolgen. "Vor allem die Hilfe und Beratung zum Verhalten bei Notfällen hilft vielen älteren und manchmal alleine lebenden Menschen", erläutert Mayer. Nach der Einführung der "Helfer vor Ort" und der Bereitstellung von Defibrillatoren in Forbach sei das Angebot ein neuer Baustein in der Lebensrettung und der Versorgung.

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