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Städtische "Kehrwoche" achtmal im Jahr
Städtische 'Kehrwoche' achtmal im Jahr
23.01.2019 - 07:04 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Es zählt zu den Themen mit dem größten "Ärgerpotenzial" in der Großen Kreisstadt: die Reinigung von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen. Somit war die rasche und einstimmige Vergabe der Arbeiten für die nächsten zwei Jahre lediglich eine Formsache.

Den Zuschlag durch den Bau- und Umweltausschuss erhielt wie in den Vorjahren die Firma Hurrle aus Ottenau. Sie wird somit für rund 312 800 Euro die Arbeiten ausführen. Bei der Vergabe für die Jahre 2016 und 2017 belief sich der Preis noch auf knapp 269 000 Euro. Das waren also 43 800 Euro weniger. Die Steigerung um rund 16,3 Prozent sei eine übliche Preiserhöhung, argumentierte die Stadtverwaltung.

Bezogen auf das Jahr 2020 errechnete das Rathaus eine jährliche Preissteigerung von etwa vier Prozent. "Überraschenderweise" habe dieses Mal nur eine Firma sich um den Auftrag beworben, berichtete Jürgen Brick von der städtischen Tiefbauabteilung.

Rund 299 Kilometer an Straßen und Wegen sowie Haltebuchten von Bushaltestellen sind bei acht Reinigungen im Jahr zu bearbeiten.

Nicht zuletzt aus Kostengründen ist in der Gesamtstadt die Kehrmaschine weniger häufig im Einsatz, als dies von manchen Bürgern gewünscht wird. Probleme kann es geben, wenn sich entlang des Rinnsteins Laub oder Müll ansammelt und schließlich die Gullys verstopft werden. Nach wie vor ist die Stadtverwaltung dankbar, wenn Anwohner neben dem Gehweg auch entlang dem Rinnstein für Sauberkeit sorgen. Aber: "Die Bereitschaft der Anwohner, das Gras in der Rinne wegzurupfen, ist weniger geworden", beklagte Jürgen Brick. Eigentlich dürfen Privatpersonen auch gar nicht im öffentlichen Straßenaum tätig werden - doch mit einer Strafe muss aus gutem Grund in Gaggenau niemand rechnen.

Zwei der fleißigen Bürger meldeten sich in der Sitzung am Montagabend zu Wort. Es werde einfach nicht oft genug von der Stadt gekehrt, klagten sie. Drei- bis viermal machen sie den Gully vor ihrem Haus sauber, weil er sonst verstopft wäre. Auf Dauer könne er das aber nicht mehr leisten, sagte einer der beiden Anwohner. Auch den Müll von der Haltestelle macht das Ehepaar nach eigenem Bekunden weg. Auf die beiden wartet schon die nächste Herausforderung: "Konfetti, kleine Flaschen und so weiter", die nach dem Ottenauer Fastnachtsumzug liegen blieben - "ein großes Ärgernis".

Die Verwaltung sei in Gesprächen mit den Fastnachtsvereinen in der Stadt, sagte Bürgermeister Pfeiffer zu diesem Thema. Er gab zu bedenken, dass generell die städtischen Anlagen nicht so oft gepflegt werden könnten, wie die Privatleute dies in ihren Gärten und Höfen zu tun gewohnt sind. Mit einem Lob für die beiden Ottenauer beendete er das Thema in der Sitzung: "Toll, dass Sie das machen."

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