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Neue Ruhestätte schafft Ruhe bis Ende 2020
Neue Ruhestätte schafft Ruhe bis Ende 2020
24.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Loffenau - Die letzte Ruhe lässt dem Loffenauer Gemeinderat keine Ruhe: Die Erweiterung des Kolumbariums hat die 13 Bürgervertreter am Dienstagabend am ausschweifendsten beschäftigt. Eine fünfte Anlage segnete das Gremium einstimmig ab. Die weiteren Planungen auf dem Friedhof soll nun der Bauausschuss vorantreiben nach seiner Besichtigungstour am 19. März.



Unstrittig blieb der zusätzliche Bedarf an Nischen für Urnenbestattungen. Derzeit sind nur noch sechs frei - jedoch sterben seit 2000 durchschnittlich 21 Loffenauer pro Jahr. Größtes Problem dabei: Kaum eine Familie wünscht mehr Erdbestattungen. 2017 gab es nur eine unter 27 Todesfällen - zwölf bevorzugten ein Urnenendgrab, elf einen Platz im Kolumbarium. Im Vorjahr kletterte die Verteilung dann sogar auf 17 in den Nischen, sechs im Urnenerdgab und erneut nur eine im Sarg. Weil die wenigsten der bisher bestehenden 200 Nischen in den nächsten Jahren frei werden, "brauchen wir ein weiteres Kolumbarium", betonte Markus Burger. Die 35 zusätzlichen Plätze sollten bis Ende 2020 den Bedarf decken.

Drei statt vier Nischen



wegen der Hanglage

Da die drei zusammenstehenden Anlagen stufenförmig drapiert sind, empfahl der Bürgermeister ebenso wie Bertram Herb (CDU) eine "kleinere neue mit nur drei statt vier Nischen übereinander", damit diese das vorhandene Ensemble wegen der Hanglage nicht überragt. Die Ausführung in Granit (1 082 Euro/Grab) statt Beton (1 005 Euro) bevorzugten ebenso beide. "Der Naturstein ist zwar etwas teurer, aber dem Beton vorzuziehen", unterstrich Herb. Der Rat nahm daher das Angebot der Firma Weiher zu rund 34 350 Euro an. Für das Fundament, das mit etwa 7 300 Euro zu Buche schlagen dürfte, will Burger noch ein Angebot einholen.

Helmut Möhrmann (SPD & Aktive Loffenauer Bürger) zeigte sich verwundert, dass alternative Standorte im Gespräch seien. "Davon höre ich zum ersten Mal", betonte der Fraktionssprecher und forderte, beim Vorgehen "eine konkrete Abfolge einzuhalten". Bei den erforderlichen "langfristigen Planungen gehen oft zwei Jahre ins Land", hob der Gemeinderats-Routinier hervor. Auf seine Forderung, die Verwaltung müsse bis in einem halben Jahr dem Gremium konkrete Vorschläge unterbreiten, verzichtete Möhrmann letztlich doch. Schaffte es Burger zunächst nicht, ihn davon abzubringen, beruhigte Reiner Singer (FWG) die Gemüter mit der Idee, der Bauausschuss solle am 19. März den Friedhof besichtigen. "Es gab ja auch Stürze. Vielleicht brauchen wir Geländer", erwog Singer. Eine Fachfirma soll laut Burger eine Konzeption vorlegen, weil der Friedhof überdies angesichts der abnehmenden Sargbestattungen an einigen Ecken verwaist ist.

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