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Forbachs Rücklagen schrumpfen
Forbachs Rücklagen schrumpfen
30.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Der Haushaltsplan für 2019 stand gestern Abend im Mittelpunkt der Forbacher Gemeinderatssitzung. Bürgermeisterin Katrin Buhrke brachte das Zahlenwerk ein. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 18 503 000 Euro, davon entfallen 14 484 000 Euro auf den Verwaltungshaushalt und 4 018 900 Euro auf den Vermögenshaushalt. Das Gesamtvolumen liegt um 1 617 00 Euro über dem des Vorjahres. Zur Finanzierung der Ausgaben werden Kredite aufgenommen und in die Rücklagen gegriffen.

Das Volumen des Verwaltungshaushalts verringert sich (ohne innere Verrechnungen und kalkulatorische Einnahmen) um rund 373 000 Euro. Dies sei im Wesentlichen den geringeren Holzerlösen, Steuern und anderen Einnahmen geschuldet, ist dem Vorbericht zum Haushalt zu entnehmen. Die Ausgaben des Verwaltungshaushalts steigen um vier Prozent. Wesentliche Gründe sind Personalausgaben und Finanzumlagen. Eine Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt von 53 100 Euro wird prognostiziert.

Das Volumen des Vermögenshaushalts steigt um 1 926 400 Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Sachinvestitionen betragen 3 658 000 Euro.

Zur Finanzierung der Ausgaben des Vermögenshaushalts ist eine Entnahme aus den Rücklagen von 1,1 Millionen Euro geplant. Die Rücklagen werden zum Jahresende 2019 noch mit 600 000 Euro kalkuliert, der Mindestbetrag beträgt laut Gemeinde-Haushalts-Verordnung Baden-Württemberg 292 000 Euro, heißt es im Haushalts-Vorbericht. Um die vorgesehenen Investitionen finanzieren zu können, ist die Reduzierung des Stammkapitals in den Gemeindewerken von 800 000 Euro vorgesehen . Kreditaufnahmen von rund 955 000 Euro sind 2019 geplant. Die Pro-Kopf-Verschuldung wird sich von 339 Euro zum 1. Januar 2019 auf voraussichtlich 514 Euro zum 31. Dezember 2019 (bei 4 766 Einwohnern) erhöhen. Der Landesdurchschnitt im Jahr 2017 betrug bei Gemeinden von 3 000 bis 5000 Bürgern 377 Euro pro Einwohner.

Im Vermögenshaushalt sind Kosten von knapp 3,1 Millionen Euro für Baumaßnahmen kalkuliert. Dazu zählt die Verdolung des Langenbrander Grundbachs (800 000 Euro), Sanierungsmaßnahmen in der Klingenbachschule (500 000 Euro) sowie das Pumpwerk Langenbrand (365 000 Euro). Ein Feuerwehrfahrzeug schlägt mit 320 000 Euro zu Buche.

Im Verwaltungshaushalt bilden die Personalkosten mit rund 3,5 Millionen Euro den größten Ausgabeposten. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen diese um 287 500 Euro an. Gründe dafür sind eine tarifliche Zulage sowie die Aufstockung der Personals um vier Stellen (Kindergärten, Bauhof, Betreuung in der Schule).

Für Betriebskosten im Gemeindewald sind 372 000 Euro, für Abwasserbeseitigung rund 325 000 Euro eingeplant. Kanaluntersuchungen soll es wie 2018 geben, Kosten 120 000 Euro.

Der Verwaltungshaushalt 2018 erwirtschaftete voraussichtlich eine Zuführungsrate an dem Vermögenshaushalt von 1,5 Millionen Euro, für 2019 werden lediglich noch rund 53 000 Euro prognostiziert. Die geringe Zuführungsrate sei laut Haushaltsbericht im Wesentlichen bedingt durch Schwankungen des Finanzausgleichs sowie gestiegene Personalkosten.

Für die Gemeindewerke wird mir einem positiven Ergebnis von rund 75 000 Euro gerechnet. Der Erfolgsplan sieht Erträge und Aufwendungen von rund 867 000 Euro vor. Für 2019 ist die Fertigstellung des neuen Wasserwerks Schwarzenbach vorgesehen. Zur Beseitigung der Dauerchlorung ist in den Hochbehältern Rote Lache, Langenbrand, Herrenwies und Gausbach der Einbau von Ultrafiltrationsanlagen geplant. Die Investitionen für 2019 sind 860 000 Euro, für 2020 228 00 Euro. Zuschüsse von insgesamt 810 000 Euro werden erwartet.

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