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Pfleiderer-Areal: Regionalverband stimmt Bebauungsplan zu
Pfleiderer-Areal: Regionalverband stimmt Bebauungsplan zu
31.01.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach (stj) - Nachdem es zuletzt Kritik aus der Nachbarschaft und von Umweltverbänden am aktuellen Vorhaben auf dem Pfleiderer-Areal gegeben hat, kommt jetzt Unterstützung vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein. Dessen Planungsausschuss beschäftigt sich am Mittwoch, 6. Februar, mit dem Bebauungsplan "Im Wörtgarten", speziell mit den Fragen des dort entstehenden großflächigen Einzelhandels. Die klare Aussage aus der Sitzungsvorlage: "Wir stimmen dem Bebauungsplan zu."

Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein plant und steuert die Raumentwicklung in den Stadtkreisen Baden-Baden und Karlsruhe sowie den Landkreisen Karlsruhe und Rastatt. In seiner Stellungnahme zum Bebauungsplan für das stark kontaminierte Pfleiderer-Areal begrüßt der Verband "ausdrücklich die mit dem Vorhaben verbundene Reaktivierung einer Brachfläche und damit verbundene Nutzung von Innenentwicklungspotenzialen".

Es wird darauf verwiesen, dass in Gernsbach als Teil eines Doppel-Mittelzentrums die Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsmärkte grundsätzlich zulässig sei. Das vorgesehene Projektvolumen der nahversorgungsrelevanten Sortimente (Verlagerung und Vergrößerung des Lidl-Markts von der Hillau sowie Neubau eines Vollsortimenters) entspreche der räumlich-funktionell zugeordneten Versorgungsaufgabe. Der Standort liegt innerhalb der im Regionalplan Mittlerer Oberrhein 2003 festgelegten sogenannten integrierten Lage.

Vier wichtige Gebote werden eingehalten

Das Konzentrationsgebot (großflächige Einzelhandelsbetriebe sollen sich in das zentralörtliche Versorgungssystem einfügen) werde ebenso eingehalten wie das Integrationsgebot (Einzelhandelsgroßprojekte sollen vorrangig an städtebaulich integrierten Standorten ausgewiesen, errichtet oder erweitert werden). Außerdem weist der Regionalverband darauf hin, dass keine erheblichen überörtlichen negativen Auswirkungen zu erwarten seien - somit werde auch das Beeinträchtigungsverbot eingehalten.

Selbiges gelte für das Kongruenzgebot: "Für die Vorhaben am Standort ,Im Wörtgarten' wird eine Umsatzherkunft aus Gernsbach beim Vollsortimenter von circa 79 Prozent und beim Discounter von etwa 76 Prozent erwartet. Dies liegt über dem Anhaltswert von mindestens 70 Prozent Umsatzherkunft bei nahversorgungsrelevanten Sortimenten aus der Standortkommune." Bei den Umsatzabflüssen werden die Vorhaben "Im Wörtgarten" und die der Lebensmittelmärkte (Aldi und Rewe) in der Schwarzwaldstraße (samt geplanter Erweiterung) in ihrer Gesamtwirkung berücksichtigt. Demnach seien Rückgänge von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Nahkauf-Markt im östlichen Kernstadtbereich zu erwarten. Der Anhaltswert von maximal zehn Prozent Umsatzrückgang bei nahversorgungsrelevanten Sortimenten wird hier überschritten, betont der Regionalverband - und ergänzt: "Da es sich bei dem Vorhaben ebenfalls um einen städtebaulich integrierten Standort handelt, ist dies als innerörtliche Strukturänderung durch Wettbewerb einzuordnen." Gegenüber den Nachbarkommunen Forbach, Gaggenau, Loffenau und Weisenbach werden Umsatzabflüsse zwischen zwei und sieben Prozent prognostiziert.

Auch die Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts für die Stadt Gernsbach sieht der Regionalverband positiv: Es "enthält Regelungen, mit denen eine zukunftsfähige und weitere positive Entwicklung der Innenstadt und der Nahversorgung von Gernsbach gewährleistet werden kann. Die damit verbundenen Ziele und Grundsätze zur räumlichen Einzelhandelsentwicklung stehen in Einklang mit dem Regionalplan Mittlerer Oberrhein 2003".

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