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Zukunftsvisionen lassen staunen
02.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Christiane Vugrin

Gaggenau - Wie wird im Jahr 2030 die Mobilität in Gaggenau aussehen? Beim Blick in die Zukunft war alles erlaubt. Und in der "Bürgerwerkstatt" sprudelten am Donnerstagabend im Bürgersaal des Rathauses geradezu die Ideen, die Moderatorin Sonja Rube mit verschiedenen Techniken geschickt hervorlockte. "Ich sehe ein gutes Zukunftsbild und bin ganz begeistert von den wahnsinnig kreativen und konstruktiven Inputs", resümierte die Stadtplanerin.

Es ist eine schöne, bunte Zukunft, die Sonja Rube nach rund dreieinhalb Stunden abschließend zusammenfasste: In zehn Jahren wird der Öffentliche Verkehr ausgebaut sein. Die S-Bahn mit einem Stadtbus-Shuttle ergänzt, welcher irgendwann autonom fahren wird. Die Bewohner besitzen weniger Fahrzeuge und werden weniger Auto fahren, dafür mehr das Rad oder E-Bike und Carsharing-Varianten nutzen oder auf gut ausgebauten, barrierefreien Gehwegen zu Fuß gehen. Der noch bestehende Autoverkehr ist emissionsarm. Dadurch wird die Luft sauberer, der Verkehrslärm weniger und Grünanlagen aufgrund weniger Parkflächen in der Stadt größer.

Ein Ergebnis, das Bürger, Stadträte, Ortschaftsräte sowie städtische Angestellte in lockerer Arbeitsatmosphäre zusammengetragen hatten. Nach der Begrüßung des Hausherrn









Oberbürgermeister Christof Florus wies Bürgermeister Michael Pfeiffer auf die bereits stattgefunden Workshops zum Thema Mobilität hin, bevor Harald Spath vom Ingenieurbüro für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik Gevas Humberg & Partner bisherige Auswertungen präsentierte.

Eine perfekte Einstimmung in die Zukunft waren drei Fragen, deren Antworten die Teilnehmer innerhalb von zehn Sekunden aufnotieren sollten: Worin hat sich Gaggenau seit 2019 wesentlich verändert?

Sie waren in der Zwischenzeit Bürgermeisterin oder Bürgermeister und hatten nur die Möglichkeit, bis 2030 eine Maßnahme umzusetzen. Welche Maßnahme war das? Wie hat sich ihr persönliches Mobilitätsverhalten verändert? Ein attraktives Stadtbus-System zwischen den Stadtteilen, kostengünstig, gut vernetzt und mit Blick auf autonome Zukunft, verriet OB Florus seine Antwort auf die mittlere Frage im Pressegespräch.

Weit mehr in die Zukunft als bis 2030 blickte hier Bürgermeister Michael Pfeiffer. Seine Vision: "Die Stadtbahn in den Untergrund verschwinden zu lassen." In Gruppen aufgeteilt wurden anschließend verschiedene "Mobilitäts-Storys" durchgespielt, wie diese Geschichten wohl in 2030 verlaufen werden. Von der Gaggenauer Juristin, die in Karlsruhe arbeitet und eine Paketzustellung erwartet, über den Altenpfleger aus Oberweier, der zur Nachtschicht in ein Gaggenauer Pflegeheim muss, bis hin zur jungen Familie mit Kindern und Hund, die ihren Urlaub im Allgäu verbringen will - mit Enthusiasmus versetzten sich die Teilnehmer in die verschiedensten Lebenssituationen und ließen mit ihren Zukunftsvisionen staunen. Von Luftdrohnen, die Gepäck transportieren, über autonom fahrende Kleinbusse bis hin zu abzweigbaren Seilbahnsystemen - der Fantasie war keine Grenzen gesetzt.

Leitideen sollen



den Weg weisen

Das Ganze brachte Graphic-Recorder Hanno Langfelder während der Gespräche ganz nebenbei mit bunten Farben strukturiert, bildhaft und witzig zu Papier. Und machte damit die Gedanken sogleich sichtbar. Am Ende entstand ein farbenfrohes, spannendes Zukunftsbild von der Mobilität in der Großen Kreisstadt in zehn bis 15 Jahren.

Die Leitideen hiervon sollen den Fachplanern zu ihren bisher gesammelten Daten den Weg weisen, in welche Richtung es nach Meinung der Bürgerinnen und Bürger gehen soll.

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