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Wasserversorgung ein Thema für Jahre
Wasserversorgung ein Thema für Jahre
02.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Die Wasserversorgung wird auch für die nächsten Jahre die Gemeinde beschäftigen, das machte Bürgermeisterin Katrin Buhrke in ihrer Haushaltsrede deutlich. Für das neue Wasserwerk Schwarzenbach sind für 2019 noch 75 000 Euro an Kosten im Haushalt eingeplant, 2017 war es eine Million Euro, 2018 1,36 Millionen. Auch stellte sie die Vorhaben in den Ortsteilen vor und blickte auf die mittelfristige Finanzplanung.

"Erfreulicherweise konnten für diese erste Maßnahme im Rahmen der Sanierung aller Wasserwerke rund 75 Prozent Fördermittel für die Gemeinde generiert werden", erläuterte Buhrke am Dienstagabend.

Wie geht es weiter? Für Ende Februar oder Anfang März ist der Probebetrieb vorgesehen. Bei positivem Verlauf kann das Werk ans Netz gehen und die Dauerchlorierung eingestellt werden. 2019 ist der Einstieg in die Planung der Ertüchtigung der Wasserversorgung Hundsbach vorgesehen, 150 000 Euro sind eingeplant.

Die Sanierung der gesamten Wasserversorgung (veranschlagte Kosten acht Millionen Euro) werde Jahre in Anspruch nehmen. Deshalb sollen in den Netzen Langenbrand, Herrenwies, Gausbach und Rote Lache Ultrafiltrationsanlagen eingebaut werden. 860 000 Euro für 2019 und 228 000 Euro für 2020 sind veranschlagt. Zuschüsse von 80 Prozent der Gesamtsumme werden erwartet. Die Förderung würde den Gebührenzahler in einem hohen Maß entlasten, so Buhrke in der Haushaltsrede. Eine Umsetzung ohne Zuschüsse wäre äußerst schwierig.

Für die Ortsteile sind 2019 folgende Maßnahmen geplant:

Langenbrand: Verdolung Grundbach; Felssicherung in der Sägmühlstraße.

Bermersbach: Brückenneubau Mühlweg; Sanierung Verbindungsweg Gartenstraße - Margaretenstraße; Behebung der Setzung Gartenstraße.

Gausbach: Fortsetzung Neubau Ziegenstall; Ertüchtigung Spielplatz bei der Festhalle.

Herrenwies: Überplanung Platz beim geplanten Nationalpark-Infohaus; Breitbandversorgung.

Hundsbach: Breitbandversorgung.

Kirschbaumwasen: Planung Fußgängerbrücke; Breitbandversorgung.

2018 war ein arbeitsintensives Jahr, blickte Buhrke zurück. Sie erinnerte an wichtige Entscheidungen wie die Abschaffung der Unechten Teilortswahl, die Verkleinerung des Gemeinderats und die Entscheidung über den Ankauf des Wolfsheck-Areals. Rund 160 Einzelaufträge für Gebäudeunterhaltung (Volumen 376 000 Euro) wurden erteilt, e ine Bürgerstiftung ist gegründet. Bei der Sanierung der Gerätehäuser in Langenbrand und Hundsbach lobte sie besonders sie Eigenleistungen der Feuerwehrangehörigen.

Für 2019 sei wieder ein straffes Maßnahmenprogramm vorgesehen. Die sei nicht ohne Kredite (984 800 Euro) und eine Stammkapitalrückführung aus den Gemeindewerken (800 000 Euro) möglich. Die Gemeindewerke selbst müssen dafür und für Investitionen einen Kredit von rund 1,3 Millionen Euro aufnehmen.

Die mittelfristige Finanzplanung geht für 2022 von einem Schuldenstand von 3,836 Millionen Euro aus, darin ist das Darlehen an den Landkreis für den Breitbandausbau (1,510 Millionen Euro) enthalten. Die Schulden zum Jahresende 2018 beliefen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Es bleibe zu hoffen, dass mit Abschluss der großen Sanierungen nicht weitere unaufschiebbare Investitionen auftauchen werden, sagte die Bürgermeisterin im Gemeinderat.

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