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Straßenquerung gleicht einem Vabanquespiel
Straßenquerung gleicht einem Vabanquespiel
04.02.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (vgk) - Für Horst Stößer ist mit seinen vier Prozent Sehkraft das Queren einer Straße eine echte Herausforderung. Einer seiner größten Wünsche ist deshalb die Einrichtung einer Querungshilfe oder eines Zebrastreifens auf der Landstraße beim sogenannten Hördener Kreisel.

An dieser Stelle, auf der Höhe eines Gebäudes einer dort ansässigen Kirchengemeinde, ist es für ihn - aber auch für andere Querende - schwierig, den Verkehr im Blick zu behalten, wie er findet. So sei unter anderem auf jene Autos zu achten, die aus dem Kreisel in die Landstraße einbiegen, sowie auf diejenigen Autofahrer, die durch das Dorf fahren und erst dann auf die Verbindungsstraße zwischen Gernsbach und Gaggenau (Baccarat- und Schwarzwaldstraße sowie B 462) einschwenken. Auch diese Straßen gelte es, eines Blickes zu würdigen. Denn, findet Stößer, viele Autofahrer seien aus diesen Richtungen kommend sehr flott unterwegs. Menschen mit Handicap, Mütter und Väter mit Kinderwagen oder Sportler haben oft lange zu warten, bis eine Überquerung der Straße halbwegs gefahrlos möglich ist, meint Stößer. Viele seien auf dem Weg ins Laufbachtal. Eine Örtlichkeit gleichermaßen beliebt bei Spaziergängern und Läufern. Auch Menschen, die im nahen Discounter einkaufen möchten und zu Fuß unterwegs sind, müssen an diesem Punkt die Straße überqueren. "Man muss in alle Richtungen schauen", wirkt Stößer leicht resigniert.

Auch macht er auf die schmalen Gehwege und hohen Bordsteinkanten in diesem Bereich aufmerksam. Diese seien nicht dazu geeignet, um sich schnell aus der Gefahrenzone zu bringen, wie der Senior ausführt. Ist es dann noch dunkel oder herrscht schlechte Sicht, werde die Straßenquerung zu einem Vabanquespiel.

Schon vor längerer Zeit war dieser Straßenbereich Thema im Ortschaftsrat von Hörden. Damals ging es jedoch um die zwischenzeitig erfolgte Absicherung des Fußgängerüberwegs nach der Bahnlinie. Poller sichern seitdem im Einmündungsbereich der Straßen Fußgänger und Radfahrer vor Autofahrern, die gerne abkürzen und bis dahin über den Gehweg fuhren.

Stößer ist überzeugt, dass auch einige Meter weiter mit einfachen Mitteln Verbesserungen erreicht werden könnten, um die Gefahrenstelle zu entschärfen. "Der aktuell sicherste Weg für Fußgänger von Hörden nach Gernsbach führt auf der linken Seite der Murg entlang über die Weinau. Doch das sei ein riesiger Umweg für denjenigen, der in der Schwarzwaldstraße einkaufen gehen möchte", betont Stößer.

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