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Kleidernot in der Kleiderkammer
Kleidernot in der Kleiderkammer
06.02.2019 - 06:34 Uhr
Von Hartmut Metz

Gernsbach - Die DRK-Kleiderkammer öffnet morgen wie jeden Donnerstag von 9 bis 11 Uhr - doch derzeit ist das Angebot an gebrauchten Kleidern stark ausgedünnt. Ohne die Unterstützung der Rot-Kreuz-Ortsvereine in Gaggenau, Forbach oder Ötigheim sähe es in der Gernsbacher Kleiderkammer noch mauer aus.

"Vor allem an Kinderkleidung mangelt es während der Kältezeit", berichtet Franz Fischer als neuer Leiter der Sozialarbeit des DRK Gernsbach. Als Hauptgrund sieht der 65-Jährige, dass "Jüngere weniger spenden. Sie geben die Kinderklamotten an Bekannte weiter, wenn der Nachwuchs herausgewachsen ist, oder verkaufen diese auf Ebay und Second-Hand-Kindermärkten", stellt Fischer ohne Vorwurf fest. An den beiden Abgabetagen in der DRK-Kleiderkammer montags und dienstags trifft man eher betagtere Murgtäler. "Viele Leute bringen die Kleidung ihrer verstorbenen Ehepartner vorbei", berichtet der Kleiderkammer-Ansprechpartner. Mit diesem Erbe wird das Rote Kreuz jedoch nicht immer glücklich: "Das kann man oft niemand mehr geben", konstatiert Fischer, denn eine Hauptklientel der Kleiderkammer, Flüchtlinge, "die wie bei der Gaggenauer Tafel regelmäßig zu uns kommen, wollen alles relativ neu".

Um Bedürftigen dennoch eine passable Auswahl bieten zu können, kontaktiert Fischer in Notzeiten wie aktuell die befreundeten DRK-Ortsvereine. "Die Gaggenauer helfen uns öfter aus, zu ihnen haben wir guten Kontakt. Auch die DRK in Forbach und Ötigheim unterstützen uns", erzählt der Weisenbacher. Zwei- bis dreimal komme es eigentlich jedes Jahr vor, dass die Regale leer gefegt seien. Ursache ist seiner Meinung nach weniger die Spendenbereitschaft in Gernsbach. "Wir haben größeren Zulauf", verweist Fischer darauf, dass auch in die bereitstehenden Container vor dem Gebäude Am Bachgarten einiges eingeworfen werde. Probleme entstünden vermutlich eher dadurch, dass die Gernsbacher Kleiderkammer "größeren Zulauf" habe.

Selbst die Polizei kontaktiert gerne Fischer, "wenn nachts jemand mit stark verschmutzter Kleidung aufgegriffen wird und neu eingekleidet werden muss". Auf Grund des derzeit herrschenden Mangels verweist der 65-Jährige aktuell die Ordnungshüter gleich an den Gaggenauer DRK-Chef Horst Neuendorf.

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