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Oberleitung wird für Fastnachtsumzug zum Sicherheitsproblem
09.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Elke Rohwer

Gaggenau - Vor 25 Jahren wurde die Tradition des Fastnachtsumzugs in Bad Rotenfels neu belebt. Längst ist er wieder zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender geworden. Mit einer Häs-Ausstellung der sieben Rotenfelser Fastnachtsgruppen möchten die Organisatoren der "Bad Rotenfelser Fasent" auf das Jubiläum aufmerksam machen. Gleichzeitig soll die Ausstellung die Vielfalt der Gruppen hervorheben und dem einen oder anderen Lust machen, sich selbst aktiv einzubrin gen.

"Fastnachtsumzüge gab es in Bad Rotenfels bereits in den 50er Jahren. Dann ist diese schöne Tradition leider eingeschlafen", sagt Martin Moser, Sprecher der Rotenfelser Fastnachtsgruppen. Die Domänenwaldgeister, die sich im Jahr 1993 gegründet hatten, ergriffen die Initiative und veranstalteten am 12. Februar 1994 erstmals wieder einen Fastnachtsumzug. "Vor dem ersten Umzug hatten wir Gruppen aus der Umgebung angeschrieben. Viele von ihnen folgten der Einladung. Rund 250 Teilnehmer waren es, organisiert in 15 Gruppen mit zwei Wagen. 2019 werden rund 2 200 Narren mit 23 Umzugswagen sowie neun Guggemusik-Gruppen und Fanfarenzüge dabei sein", sagt Martin Moser.

Im ersten Jahr führte die Strecke von der St. Sebastian-Kapelle bis zum alten Rathaus, entlang der Eichelberg- und Rathausstraße. In der Folge veränderte sich der Streckenverlauf leicht. Durch den Umbau der Schienenverbindung und der Installation der Oberleitung für die Stadtbahn entwickelte sich die Überquerung des Bahnübergangs in die Rathausstraße zum Sicherheitsproblem. Man entschied sich für eine Verlegung. Seither geht es von der Eichelbergstraße über Hindenburg-, Mühl- und Markgraf-Wilhelm-Straße sowie die Straße am Gommersbach zur Festhalle.

Von Anfang an war es den Domänenwaldgeistern wichtig, dass das Jugendschutzgesetz eingehalten wird. Vor dem Hintergrund der Alkoholprävention bei Kindern und Jugendlichen hat sich der Verein dafür selbst Regeln auferlegt. "Im Februar 2014 wurden die Domänenwaldgeister vom Landkreis Rastatt als erster Verein im Murgtal als jugendfreundlicher Verein zertifiziert", sagt Moser stolz. Auch das Sicherheitskonzept an der Strecke sowie an der Festhalle wurde kontinuierlich erweitert.

Die Häs der Rotenfelser Fastnachtsgruppen Domänenwaldgeister, Eichelberghexen Winkel, Gaißstatt-Geiße, Klaubube, Quellengeister, Schanzenbergweiber und Schlämbe sind bis Aschermittwoch in den folgenden Geschäften im Ort ausgestellt: Peri's Blumen und Deko, Event-Xpress, Schuh Wick, Bäckerei Liedtke, Sonnen-Apotheke, Radio Greiser und Fahrrad Götzmann. Umgesetzt wurde die Ausstellung von Marta Scherer und Susanne Elies. Fragen zu den Häs und zum Rotenfelser Umzug beantwortet Martin Moser per E-Mail an: rotenfelser-fasent@gmx.de.

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