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Radweg-Lückenschluss rückt näher
Radweg-Lückenschluss rückt näher
09.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Murgtal - Derzeit sind zwar nur wenige Radler auf der Tour-de-Murg-Strecke unterwegs, aber die Situation wird sich wieder ändern. Spätestens mit steigenden Temperaturen nimmt die Zahl der Pedaleure jeglichen Alters auf der beliebten Fahrradstrecke durch das Murgtal wieder zu. Und für sie gibt es eine durchaus frohe Kunde: Der Lückenschluss zwischen Weisenbach und Hilpertsau rückt näher. Die Radstrecke war auch Thema in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bau und Planung des Kreistags - allerdings nicht für diesen Abschnitt, sondern weiter talaufwärts zwischen Gausbach und Langenbrand.

Im Sommer 2020 könnten die Bauarbeiten beginnen, berichtet Uwe Herzel, Sprecher des Regierungspräsidiums Karlsruhe, auf BT-Anfrage. Bereits seit 2005 ist der Lückenschluss bei Weisenbach ein verkehrs- und kommunalpolitisches Thema. Die Radler müssen dort nämlich ein Teilstück auf der Bundesstraße fahren, ehe sie wieder auf die "Tour de Murg" zurückkehren können. Damals war an eine Routenführung über den Philosophenweg gedacht worden. Mittlerweile ist eine Brücke über die Murg zwischen dem Bereich "In den Höfen" in Weisenbach und Hilpertsau geplant. An zwei Pylonen soll diese aufgehängt werden. Als schwierig gestalteten sich die Verhandlungen wegen eines notwendigen Grundstückskaufs. Eine Einigung konnte aber schließlich erzielt werden, berichtete die zuständige Planerin Maike Wrede bereits im April 2017 im Weisenbacher Gemeinderat.

Mittlerweile ist das Wasserrechtsverfahren abgeschlossen. Derzeit läuft die Ausführungsplanung. Die Ausschreibungsunterlagen werden erarbeitet, die Veröffentlichung der Ausschreibung könnte bis Ende 2019 erfolgen, die Arbeiten dann bis März 2020 vergeben werden, so der grobe Zeitplan. Die Vorarbeiten für den Brückenbau wären ab April 2020 möglich, der Brückenbau ab Sommer 2020, so Herzel.

Rund 500 Meter Zufahrtswege zum Bauwerk sind vorgesehen, dazu die neue Geh- und Radwegbrücke über die Murg mit einer Länge von rund 55 Metern. Bauherr ist die Bundesrepublik Deutschland, ausführende Behörde das RP Karlsruhe. Die Kosten sind mit rund 2,7 Millionen Euro kalkuliert.

Dezernent Claus Haberecht hatte den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt, Bau und Planung des Rastatter Kreistags berichtet, dass ein Ausbau des Abschnitts, der zwischen Gausbach und Langenbrand entlang der B 462 führen sollte, nicht möglich sei. Vielmehr solle die Strecke "über den Berg" ertüchtigt werden. "Unten läuft nichts", bringt der Dezernent das Ergebnis seiner Anfrage beim RP auf den Punkt. Zu teuer, es gebe zu viele kritische Bereiche wie FFH-Gebiete oder Eingriffe in das Wasserrecht, die Topografie sei schwierig, berichtete er im Ausschuss.

Hintergrund von Haberechts Anfrage an die Karlsruher Behörde: Bei einer Radtour des Kreistags im vergangenen Sommer war die Streckenführung entlang der Bundesstraße zwischen Gausbach und Langenbrand thematisiert worden. Zahlreiche Biker ziehen den ebenen, aber gefährlicheren Abschnitt entlang der Bundesstraße der "buckligen" und ohne Autoverkehr, dafür aber sportlich-anstrengenden offiziellen Routenführung vor.

Routenführung



bleibt unverändert

Haberecht hatte die entsprechenden Anfragen bei den Fachbehörden gestellt und jetzt die Antworten bekommen. Die Streckenführung werde so bleiben wie sie ist, in Gausbach kräftig bergauf, in Richtung Langenbrand dann wieder bergab. Wie die Strecke ertüchtigt werden kann, dazu will man seitens der Kreisverwaltung mit der Gemeinde Forbach in Kontakt treten.

"Für Gespräche sind wir immer offen", kommentiert Forbachs Bürgermeisterin Katrin Buhrke die Entwicklung der Lage. Man sei sich der Attraktivität der "tollen Einrichtung" sehr bewusst. Wünschenswert sei aus Sicht der Forbacher Verwaltung auch, auf dem kurzen Abschnitt vom Bahnhof bis nach Gausbach die Situation für die Radler zu verbessern.

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