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Integration ins Dorfleben
12.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Weisenbach - Ein Feuerwerk der Narretei zündeten am Sonntagnachmittag ein erstes Mal die Weisenbacher Narren. Mit viel Esprit und Witz zauberten diese in Schloss Erlen (Festhalle) ein buntes und fröhliches Bild auf die Bühne. Unter dem Motto "Kommt der Wolf zur Hohlen Eich, wer'n dem Prinz" die Knie weich!"

Die sehr gut besuchte Nachmittagssitzung der Karnevalsgesellschaft "Hohlen Eiche" ist immer die erste von drei mehrstündigen Prunksitzungen.

Das Publikum hießen traditionell der Fanfarenzug Weisenbach (Leitung Karl-Heinz Klumpp), Prinz Tim II. (Ackenheil), der Elferrat und die Prinzengarde willkommen. Neu aufgestellt präsentierte sich in diesem Jahr die Sitzungsmoderation. Nicht ein Moderator, sondern wechselnde Paare begleiteten das Sitzungsgeschehen. Ob Bierlaster-Unfall, Nationalpark, die Landrat-Ambitionen des Bürgermeisters oder Meister Isegrim, nichts zeigte sich vor der Feder der närrischen Redenschreiber sicher.

Wen wundert es deshalb, dass bei diesen Vorgaben "D'wirklich Junge" (Maxim Neichel, Moritz Mast und Luis Roth) sich als Rangertrio aufmachten in den großen Wald, um mit der einen oder anderen närrischen Geschichte zurückzukommen.

Kommunales eignet sich immer vortrefflich für närrische Betrachtungen. Dieser Meinung zeigte sich einmal mehr Ortsbüttel Sebastian Wörner. Zum Schmunzeln lud er mit seinen Betrachtungen zu den Weihnachtsbäumen für Berlin, Dieselfahrverbot und der Wahl eines neuen Landrats ein.

Immer für eine Überraschung gut sind auch Bürgermeister Toni Huber und Pfarrer Thomas Holler. Dieses Mal punkteten sie mit einer spontanen Witzeinlage.

Mit der Kreidler "Florett" war Marco Krämer als Integrationsbeauftragter unterwegs. Seine Aufgabe war es, der Großstadtpflanze Alessia Krieg das Dorfleben bei einer Besichtigungstour schmackhaft zu machen. Auf himbeergeistiger Ebene trafen sich die "Aktiven Frauen". Von Heiterkeitsausbrüchen begleitet waren ihre Männerstudien.

Die "Krämer Brothers and Friends". Timo und Marco Krämer, Loris Strobel (Strobilini), Sebastian Wörner und Emma Wunsch, zauberten sich in die Herzen des Publikums. Sangesfreudig zeigten sich die "Haberleros". Deren Markenzeichen sind nicht nur das Verbreiten guter Laune und Gesang, sondern auch freche Liedtexte. Derart beleuchtet, wurde sogar der Wolf zum Sympathieträger.

Dem Publikum machte es sichtlich Spaß, den Akteuren bei ihrem närrischen Treiben zuzusehen - so auch "Tante Trude aus Buxtehude". Rolf Großmann, ein Urgestein der Weisenbacher Fastnacht, mimte die gebeutelte Vorreiterin des beginnenden Tourismus.

"D'Junge" schickten die Politessen Helga und ihre Kollegin Ruth um die Publikumsgunst ins Rennen sowie zwei Bauhofmitarbeiter auf der Suche nach dem richtigen Weihnachtsbaum für Berlin. Die Lacher auf seiner Seite hatte auch ein nach einem Titel für seine Memoiren suchender Bürgermeister. Mit gewagter Akrobatik und als Clowns zogen die "Artisten" das Publikum in ihren Bann. Der Bierschwemme auf der Bundesstraße, gekrönt mit einem tänzerisch fulminanten Schluss, widmete sich die Gruppe "Mir Halt".

Auch die Tänzer sind Teil närrischen Brauchtums und unverzichtbar bei einer Prunksitzung. Zunächst hatte die Prinzengarde ihren Auftritt. Die "Springmäuse", die Jüngsten unter den Tanzenden, konnten als rosa Flamingos bewundert werden. Für italienische Momente sorgten die "Konfettis". Mit Herzbeben und viel Schwung versetzten die "Eichos" ihre bunten "Spättle" in Schwingungen. Unmissverständlich war auch die Aufforderung der Jugendgarde: "Raus auf die Piste". Den schwungvollen Schlusspunkt setzten vor dem großen Finale die Prinzengarde und ihre männlichen Mittänzer mit einem brandneuen Showtanz.

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