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Wandel durch Digitalisierung im Fokus
Wandel durch Digitalisierung im Fokus
19.02.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach (red) - "Wir brauchen mehr Attraktivität der Handwerksberufe und der Berufe im Pflegebereich", erklärte Katrin Schütz, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg. Die Politikerin war im Rahmen eines Aktionstags der Jungen Union zu einem wirtschaftspolitischen Gespräch nach Gernsbach gekommen.

Die Werbung für das Handwerk und für die Pflegeberufe hat einen konkreten Hintergrund, informiert die CDU in ihrer Mitteilung: In diesen Bereichen ist es schwer, geeignete Bewerber für die Ausbildungsstellen zu finden. "Wir brauchen eine Nachwuchssicherung in unserer mittelständisch geprägten Wirtschaft", sagte die Staatssekretärin zur Eröffnung der wirtschaftspolitischen Diskussion.

Thalib Ahmad, stellvertretender Vorsitzender der CDU Gernsbach, begrüßte die Stuttgarter Spitzenpolitikerin, die in einem Impulsreferat den Wandel durch die Digitalisierung für Baden-Württembergs Wirtschaft aufzeigte. "Neben der Demografie ist die Digitalisierung die zweite große Herausforderung", meinte Schütz und stellte die einzelnen Instrumente zur Förderung der Digitalkompetenz im Land vor. Bereits in den Schulen müsse die Weichenstellung für die Digitale Zukunft gestellt werden.

Frauke Jung, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Gernsbacher Gemeinderat, verwies auf die Investitionen an den Schulen im kommunalen Haushalt. Axel Schulz berichtete aus seiner beruflichen Erfahrung im Gaggenauer Automobilwerk Daimler: Bereits während der Schulzeit sei eine intensivere Beratung über die Möglichkeiten von Ausbildung und Studium zur richtigen Berufswahl notwendig.

Staatssekretärin Katrin Schütz verwies auf die einzelnen Programme auch in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, um zielgerichtet die Informationen zur Wirkung zu bringen: "Die Vielzahl an Möglichkeiten, Studienrichtungen und Ausbildungsberufen ist gestiegen, daher ist eine gezielte Information hilfreich."

Thalib Ahmad konnte der Staatssekretärin das Modell "Speed Dating" zur Berufsorientierung vorstellen, das die CDU Gernsbach im Herbst erstmals mit großer Resonanz durch Jugendliche organisiert hatte (wir berichteten). Studenten, Azubis und Berufserfahrene standen hier für einen direkten Austausch zur Verfügung.

Der intensive Diskussionsabend mit der Staatssekretärin zur Wirtschaftspolitik in Baden-Württemberg beleuchtete auch die Situation im Murgtal. Eine genaue Analyse der Arbeitsmarktdaten soll vorgenommen werden, um die Veränderungen aufzuzeigen. Auch der Ausbau schnellen Internets für die Kommunen im Murgtal kam zur Sprache.

Stefan Freundel befand: "Die Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg beginnt sozusagen im häuslichen WLAN." Frauke Jung ergänzte: "Nur wenn Firmen und Gewerbetreibende schnelles Internet haben, können auch im ländlichen Bereich attraktive Gewerbeansiedlungen gelingen." Die Staatssekretärin schilderte dazu die Fördermöglichkeiten der Landesregierung.

Burkhard Jung berichtete von der Carl-Benz-Schule in Gaggenau, die eine der Vorzeigeschulen mit Fokus auf dem digitalen Wandel sei. "Die Lernfabrik 4.0 an der CBS zeigt, wie Schüler und Firmen von der digitalen Innovation profitieren." Die generalistische Pflegeausbildung sei in Vorbereitung und werde zur Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs beitragen.

Axel Schulz sprach sich für eine staatliche Unterstützung für kleinere Unternehmen bei der Cyber-Sicherheit aus. Genau für diese, so Staatssekretärin Schütz, sei das Cyber-Forum und andere Initiativen des Landes gedacht

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