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Gaggenauer wegen Kinderpornografie verurteilt
Gaggenauer wegen Kinderpornografie verurteilt
22.02.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau/Rastatt (mo) - Eine Geldstrafe in Höhe von 200 Tagessätzen à 50 Euro, also 10 000 Euro, verhängte das Amtsgericht Rastatt am Mittwoch gegen einen 45-Jährigen aus Gaggenau. Er wurde wegen Besitzes von kinderpornografischen Bilddateien verurteilt.

In fünf Fällen konnte ihm auch nachgewiesen werden, Videos von schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern unter 14 Jahren im Internet vertrieben zu haben.

Der Urteilsspruch beinhaltete weiterhin eine Sanktion wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Der Anteil, den die Unfallflucht nach begangener Beschädigung einer Schranke im städtischen Parkhaus an der hohen Geldstrafe ausmachte, war hierbei allerdings gering.

Die Bilder besessen, auf seinem Computer gespeichert und auch fünf Videos im August 2015 versandt zu haben, räumte der Beschuldigte ein. Doch überraschte er dann doch mit seiner sehr eigenwilligen Erklärung. Er will sich als "Privatermittler" in der kriminellen kinderpornografischen Szene betätigt haben, um dadurch Drahtzieher und Anbieter solchen Bildmaterials erfolgreich überführen zu können.

Doch diese Einlassung erschien weder dem Staatsanwalt noch der Vorsitzenden Richterin Angelika Binder als irgendwie glaubhaft und nachvollziehbar. Dafür hätten sich nach einem Hausdurchsuchungsbeschluss im Jahr 2016 Bilddateien über einen viel zu langen Zeitraum auf seinem Rechner nachweisen lassen. Er wäre computertechnisch versiert genug, um in der Lage zu sein, das gesamte Bildmaterial nach seiner angeblichen "Ermittlungstätigkeit" erfolgreich zu löschen.

Notebook bleibt



eingezogen

Das bei der Polizeiaktion sichergestellte Notebook bleibt eingezogen. Weil der Vorfall nun schon über drei Jahre zurückliegt und bezüglich kinderpornografischer Bilder seither nichts Weiteres mehr bekannt geworden ist, wurde von einer Freiheitsstrafe abgesehen und eine Geldstrafe für noch ausreichend erachtet.

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