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Unten "Netto", oben bezahlbare Wohnungen
28.02.2019 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Für viele Gaggenauer überraschend haben in dieser Woche Abrissarbeiten an zwei leer stehenden Wohnhäusern in der Hildastraße, gegenüber dem Ärztehaus, begonnen. Sie sind noch nicht der Auftakt von Bauarbeiten - aber sie werden es bald sein, hofft man bei der Scherer-Stiftung in Baden-Baden. Anstelle der beiden Häuser sollen im Erdgeschoss ein Netto-Markt entstehen und darüber bezahlbarer Wohnraum.

Vorerst werde aber nur abgerissen, erläutert Olaf Rabener auf BT-Anfrage. Er ist Geschäftsführer der Asga-Verwaltung GmbH & Co. KG. Diese betreut das Vermögen der Scherer-Stiftung.

Zum einen, so Rabener, seien die Häuser unbewohnbar und "nicht mehr in einem Zustand gewesen, dass man sie erhalten sollte", zum anderen wolle die Scherer-Stiftung vorbereitet sein, wenn die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs vorliegen. Dies könne vielleicht im April sein, hofft Rabener. Und dann, so wagt er einen Blick in die Zukunft, könnten die Bauarbeiten möglicherweise noch in diesem Jahr beginnen.

"Lieber mehr Wohnungen als weniger", umreißt Rabener die Intention und betont im selben Atemzug: "Wir sind nicht der klassische Projektentwickler, der an Gewinnmaximierung orientiert ist." Zwar müsse auch die Scherer-Stiftung auf Wirtschaftlichkeit achten, aber Ziel sei es, "so viel bezahlbaren Wohnraum wie möglich" an dieser Stelle zu schaffen.

Zunächst aber liegt über dem gesamten Gebiet eine Veränderungssperre: Den Bereich zwischen Hildastraße und Luisenstraße will die Stadt kontrolliert entwickeln. Vier Architekturbüros sind beauftragt worden, eine städtebauliche Rahmenplanung zu erarbeiten.

Solange es keinen gültigen Bebauungsplan für Flächen gibt, müssen Vorhaben genehmigt werden, wenn sie sich der Umgebungsbebauung anpassen. Dies besagt Paragraf 34 des Baugesetzbuches. Die Veränderungssperre soll deshalb den Zeitraum überbrücken, bis der Bebauungsplan "Zwischen Hilda- und Luisenstraße, südlich der Leopoldstraße" rechtskräftig ist.

Wie berichtet, wollen drei verschiedene Investoren Wohnbebauung auf drei verschiedenen Flächen realisieren: Investor Wilhelm Architekten aus Achern plant auf dem Gelände der ehemaligen Spedition Kraft Wohnhäuser (blaue Fläche im Luftbild).

Für die orangefarbene Fläche steht die Verlegung des Netto-Markts (im Eigentum der Scherer-Stiftung) von der Luisenstraße an die Hildastraße im Raum.

Die gelbe Fläche (ehemals Dürr & Köppel) ist im Eigentum von Andreas Martell aus Baden-Baden. Nicht betroffen von dem Bebauungsplan ist das Küchenatelier Scherb an der Luisenstraße. Dieses soll erhalten bleiben.

Die Gesamtfläche "steht in enger Beziehung mit weiteren aktivierbaren Flächen im Stadtkern", deshalb soll ein Rahmenkonzept erarbeitet werden inklusive Bahnhof, Parkdeck, Bahnhofvorplatz, Hinterhof Gasthaus Post und Sparkasse. Durch Mehrfachbeauftragung von vier Architekturbüros, die jeweils zwei Lösungsvorschläge erarbeiten sollen, erhofft man sich hochwertige Ergebnisse.

www.scherer-stiftung.de

www.adolfscherer.de

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