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Von Michelbach nach Monte Carlo
02.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Gaggenau - Zweiter Platz in der Gesamtwertung bei einer renommierten Oldtimer-Rallye und weitere vordere Platzierungen. Timo Bittmann vom MSC Bernstein Michelbach hat seine erste Teilnahme an der "AvD-Histo-Monte" erfolgreich absolviert. Sein Kommentar dazu: "Der absolute Hammer!"

Der Wettbewerb des Automobilclubs von Deutschland (AvD) gilt als eine der traditionsreichsten Winterrallyes für klassische Fahrzeuge in Europa und als eines der ältesten Oldtimer-Events in Deutschland. Dass nicht nur auf dem Fußballplatz nach Talenten Ausschau gehalten wird, sondern auch im Automobilsport, hat Timo Bittmann bereits im Herbst erfahren: Dirk Thomin, langjähriger und sehr erfolgreicher Teilnehmer an internationalen Oldtimer-Rallyes, fragte ihn, ob er als sein Copilot bei der Winterrallye "AvD-Histo-Monte" von Deutschland nach Monte Carlo teilnehmen wolle.

Inzwischen ist der Michelbacher wieder ins beschauliche Fachwerkdorf Michelbach zurückgekehrt: nach fünf Rallyetagen, die von Rothenburg ob der Tauber in den Schnee über berüchtigte Alpenpässe in den mondänen Mittelmeer-Hafen führten. Es war eine Rückkehr nicht nur als Teilnehmer, sondern als zweiter Gesamtsieger, Klassensieger und Zweiter in der Teamwertung.

Nachdem er bereits seit drei Jahren mit seinem Bruder Achim in einem Golf GTI von 1993 mit sehr guten Ergebnissen bei sportlich orientierten Gleichmäßigkeitsfahrten aufgefallen ist und sie im letzten Jahr sogar den Vizemeistertitel im ADAC Classic Pokal erringen konnten, wurde Dirk Thomin aus Sinsheim auf ihn aufmerksam. Er wollte Timo als Partner im Cockpit seines Porsche 924 S - und der ließ sich diese Chance natürlich nicht entgehen.

Mit Spikes über eisglatte Passstraßen

Die erste Aufgabe am Abend in Rothenburg bestand gleich aus einer Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP), bei der eine unbekannte vorgegebene Strecke im Weinberg in einer bestimmten Zeit im Scheinwerferlicht zurückge legt werden musste. Dabei waren die Standorte der Zeitnahme nicht immer bekannt.

Der elfte Platz nach der ersten Prüfung gab Timo, wie er erzählt, ein gutes Gefühl "für die kommenden unbekannten 1 850 Kilometer mit einem unbekannten Fahrer in einem unbekannten Auto". Über die Schwäbische Alb und zum Teil nur mit kryptischen Angaben zur Strecke im Fahrtenbuch ging es am nächsten Tag über winterliche Straßen mit vielen Schneeverwehungen zum Etappenziel Freiburg. In den nächsten beiden Tagen führte die Tour durch die Schweiz nach Frankreich. Für die dabei zu absolvierenden neun GLP mussten zum Teil Spike-Reifen montiert werden, um auf den glatten Passstraßen die Zeit einhalten zu können. Es folgten bekannte Rallye-Orte wie Gap oder Col de Bleine und Col de Turini sowie unzählige kleine Dörfer.

Am fünften und damit letzten Tag absolvierten die beiden noch einige typische Rallye- San-Remo-Prüfungen. Danach führte das Bordbuch zum Ziel im Yachthafen von Monaco. "Und dann dieses Ergebnis! Nur 25 Punkte Rückstand auf das Siegerteam und beruhigende 82 Punkte Vorsprung auf den dritten Platz", schwärmt Timo noch immer mit leuchtenden Augen.

Im April wird er wieder mit seinem Bruder Achim an den Start gehen: bei der "Baden-Classic" in der Region.

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