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Tausendfache "Krötenretter"
Tausendfache 'Krötenretter'
06.03.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach (red) - Die Tage werden länger, der Frühling klopft an die Tür: höchste Zeit, die bevorstehende Krötenwanderung zu schützen. Schon seit sieben Jahren ist die freiwillige und ehrenamtliche Amphibienschutzgruppe Gernsbach zum Aufbau des Krötenschutzzauns an der Staufenberger Straße unterwegs.

Freiwillige Helfer bauen den niedrigen schwarzen Schutzzaun auf beiden Straßenseiten auf und ungefähr drei Monate später wieder ab. In dieser Zeit geht regelmäßig jeden Morgen ein "Krötenretter" die Zäune auf beiden Straßenseiten ab, sammelt die Kröten ein und bringt sie auf die andere Straßenseite zum Laichgewässer oder auch wieder zurück - viele der Kröten würden sonst durch den Straßenverkehr sterben. "Die Kröten sind Teil eines Öko-Systems, und letztlich ist dieser Naturschutz auch für uns Menschen und unsere natürliche Umgebung wichtig", betont Stefan Eisenbarth, der zusammen mit Sylvia Felder jedes Jahr das Material und den Einsatz der freiwilligen Helfer organisiert.

Beide freuen sich über steigenden Zuspruch und aktive Mithilfe: Die Gruppe der Helfer wächst beständig an, trotz Ferien und Fastnachtszeit waren in diesem Jahr mehr als 30 Naturbegeisterte zum Aufbau des Zaunes für diese Saison vor Ort. In diesem Jahr waren auch einige Kinder dabei, die stolz sein dürfen auf ihr Mitwirken, schreibt die Amphibienschutzgruppe in ihrer Mitteilung. Denn jedes Jahr werden mehr als tausend Amphibien über die Straße getragen - ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz.

Eisenbarth weist darauf hin, dass in Zeiten der Krötenwanderung am Abend langsam gefahren werden soll: "Die meisten Amphibien werden nicht wirklich vom Auto überfahren, sondern platzen durch den hohen Druck, den ein Auto durch schnelles Fahren auf die Straße bringt. Daher sollte in Gebieten mit Krötenwanderung die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h beschränkt werden." Die Kinder, die beim Aufbau halfen, wissen schon viel über Amphibien, weil der gemeinsame Arbeitseinsatz auch Zeit zum Erklären lässt. Eines der Tiere in die Hand zu nehmen, ist für den ein oder anderen Helfer ein Abenteuer. Während der kommenden Wochen sind die "Krötenretter" dann eingeteilt, an einem festen Wochentag den Zaun abzulaufen, Kröten einzusammeln und sicher über die Straße zu bringen. Über das Smartphone sprechen sich die Helfer ab oder suchen Ersatz, wenn mal etwas anderes dazwischenkommt.

"Nach der Saison kennen alle Helfer den Unterschied zwischen Kröten, Fröschen und Molchen, zwischen Männchen und Weibchen", schmunzelt Eisenbarth. Alle Tiere werden in einer Statistik erfasst, sogar die Laufrichtung der Tiere wird festgehalten. Ende Mai wird die Amphibienschutzgruppe dann einschätzen können, ob die Vorjahres-Witterung Einfluss hatte auf die Population.

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