Schmackhafter als ein "Schwabenschorle"
06.03.2019 - 00:00 Uhr
Weisenbach (arus) - Die Weisenbacher Fastnachts-Zeit hat auch die Kolpingsfamilie erfasst. Ein volles Kolpinghaus konnte der erste Vorsitzende Johannes Krieg am Fastnachts-Sonntag auf der Leimengrüb begrüßen. Er meinte: "Im Kolpinghaus kursiert ein ansteckender Virus. Personen klagen über Schlafmangel und phasenweise Kopfschmerzen."

Im Dialekt hieß es weiter: "Die haben immer Durst und Gedächtnisverlust und sagen ,Helau un Hie Eicho', es ist das berühmt-berüchtigte Fasent-Fieber." Dafür gab es erstmals den Narrenslogan "Ein dreifach kräftiges där Baum isch blau!" Als "Jung- und Altkolping" trat Marcel Roll mit seinen zwei Begleitern auf. Unter anderem mit dem "Troubadour de Lelisonne", eigens aus San Costanzo angereist. Zwei Trompeten und ein Trommler sorgten als Abordnung des Fanfarenzugs Weisenbach mit "Rucki-Zucki" und "The lion sleeps tonight" für entsprechende Stimmung. Sitzungspräsident Gottfried Lang begrüßte das Publikum und meinte: "Geizt ja nicht mit Applaus, wenn unsere Stars kommen, keinen Lohn werden sie bekommen."

Auf die frauenspezifischen Probleme "Hormone und Wechseljahre" ging Manuela Frorath ein: "Hängen wir Frauen jeden Monat für eine Woche in der Schwebe, haben die Männer doch das schönste Leben." Dafür ergänzte sie: "Wir machen Yoga und Pilates mit und halten uns so fit." Als "Auer Gesangsdelegation" trat das Quartett Hartmut Gerstner samt "Vater und Söhne" - der 79-jährige Reinhard, Ralf und Bernd Seyfried - auf. Die vier Sänger mit Gitarre zogen die GEMA durch den Kakao und fragten später: "Was ist die längste Schlange auf der Welt?" Als Antwort gab es: "Es ist die Schlange vor dem Damenklo."

Pfarrer Thomas Holler gab sich dieses Mal als Frosch ganz grün. Mit dem Akkordeon sang er selbstbewusst: "Horch was kommt von draußen rein, es wird wohl der Pfarrer sei'. Heut' komm' ich als Frosch ,verklaidt' - aber ohne Laich." Später monierte Hochwürden Holler: "Es ist nicht leicht, ein Frosch zu sein, denn manche haben mich zum Fressen gern, in dem Restaurant mit Stern."

Die "Vorzüge des ehelichen Verbandeltseins zeigten Blandina Überle und Bianca Merz, die Frau und Mann spielten: "Mir zwai kern zsamme, a Lebe long. Aber i kehr zsamme un du ligschd uf de Couch." Ein Intermezzo gaben die "Sechs Wölfelein von der Karnevalsgesellschaft Hohle Eiche" Weisenbac, um im Gesang festzustellen: "Das einzig gefährliche Tier das ist der Mensch."

Moderator Gottfried Lang wusste zwischendurch mit Witzen für Kurzweil zu sorgen: "Warum fährt der Busfahrer vom VfB Stuttgart bei Rot über die Ampel? Damit der VfB auch mal wieder Punkte kriegt." Da sich Bürgermeister Toni Huber entschuldigen ließ, mussten "Hannes und der Bürgermeister" (gespielt von Johannes Krieg und Lydia Krieg) auf Wahlkampfmodus umstellen: "Aus der Hauptschule machen wir eine mehrstöckige Mehrzweckhalle." Oder auf Stuttgart gemünzt: "Was ist ein Schwabenschorle? Ein halber Liter Leitungswasser und ein halber Liter Mineralwasser."

Als bewährte Büttenrednerin zeigte sich die "geforderte Käthel von Sinze" (Karin Schneemann) im Zwiegespräch mit ihrem Göttergatten: "Was gibt's denn zum Mittagessen?" "Eine gute Kartoffelsuppe." "Und was gibt's dazu?" "Einen Esslöffel!"

Die beiden Putzfrauen "Ursel und Hilde" wurden wieder kongenial von Werner Krieg und Gottfried Lang dargestellt. Ursel berichtete von "zwei Kolpings-Fasenachtern, die trotz Alkoholverbots Schnaps" in die Straßenbahn mitnahmen - "in der Thermoskanne, versteht sich". Zwei Frauen haben auch mal beim Einkauf ihre Fleischtüten verwechselt, so dass Hundefutter und Hackfleisch für die Sauce doch auf den falschen Tellern landeten.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Forbacher Original "Charly" Merkel, die Hausorden überreichte Lydia Krieg.

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