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Pkw rammt abgestelltes Taxi
19.03.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (tom) - Ein Pkw krachte am frühen Samstagmorgen vor dem Bahnhof in ein abgestelltes Taxi. Verletzt wurde niemand, aber für Dirk Holl ist klar: "So kann es nicht weitergehen auf der Rennstrecke August-Schneider-Straße", sagt er als Vorstand der Taxi-Holl AG.

Es hätte böse enden können, doch der Fahrer des Taxis wartete auf neue Aufträge und saß zum Unfallzeitpunkt bei seinem Kollegen in einem anderen Taxi, das hinter seinem abgestellt war. "Um 3.46 Uhr sahen beide Taxifahrer Lichter aus der Richtung Theodor-Bergmann-Straße auf sich zukommen", berichtet Dirk Holl, "plötzlich verlor der heranfahrende Pkw-Lenker - wahrscheinlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit - die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte vorne links auf das Taxi und schob dieses über den Bürgersteig."

Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. "Wirtschaftlicher Totalschaden an unserem Auto", bilanziert Dirk Holl im BT-Gespräch: "Achse gebrochen." Die Polizei bestätigt den Unfall. Der 47 Jahre alte Unfallverursacher sei mit Sicherheit um einiges zu schnell unterwegs gewesen und habe offensichtlich auf nasser Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto, eine Mercedes C-Klasse, verloren. Der Mann mit Wohnsitz in Gaggenau habe aber nicht unter Einfluss von Alkohol oder Drogen gestanden. Auf dem gepflasterten Abschnitt vor dem Bahnhof gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Sachschaden von 3 000 Euro an der C-Klasse und 8 000 Euro an der E-Klasse konstatiert die Polizei.

Erinnerungen an

ähnlichen Vorfall

Der Unfall weckt Erinnerung bei Sebastian Holl, Vorsitzender im Aufsichtsrat des Unternehmens. "Nicht auszudenken, wenn auch dieses Mal wieder der Taxifahrer neben seinem Auto auf dem Bürgersteig gestanden hätte." Er denkt an einen Unfall am Abend des 22. Dezember 2013, als ein langjähriger Mitarbeiter am Bahnhof sich die Beine vertrat. "Plötzlich, ohne Vorwarnung und mit voller Wucht, wurde der wartende Taxifahrer von einem Motorrad erfasst und auf die Treppenstufen vor dem Bahnhofsgebäude geschleudert", berichtet Holl. Der jugendliche Kradfahrer habe die Kontrolle über sein Gefährt verloren. Zuvor habe er sich anscheinend im Internet für ein Motorradrennen in der August-Schneider-Straße verabredet, sagt Sebastian Holl. Das Kraftrad sei zum Unfallzeitpunkt nicht verkehrssicher gewesen, der Jugendliche habe über keine entsprechende Fahrerlaubnis verfügt. Sebastian Holl: "Heute leidet der betroffene Taxifahrer immer noch an den Spätfolgen dieses Unfalls, ist seit diesem schicksalhaften Tag arbeitsunfähig und mittlerweile auf Hartz IV angewiesen."

Auch Dirk Holl schüttelt den Kopf. "Die ,Rennserie' in der Innenstadt hat seither nicht abgenommen, nur die eingesetzten Fahrzeuge wurden immer leistungsstärker und lauter." Er sei oft im Zentrum unterwegs und verstehe die Beschwerden der Anwohner: "Gerade an den Sommerabenden leiden diese unter Rasern, die sich mit ihren leistungsstarken Fahrzeugen Beschleunigungsrennen liefern."

Dirk Holl möchte aufgrund des Vorfalls erneut den Dialog mit dem Rathaus suchen. Er hoffe, dass er die Verwaltung jetzt davon überzeugen könne, sogenannte Temposchwellen auf der August-Schneider-Straße im Kreuzungsbereich der Bahnhofstraße und in Höhe der Gastrozeile der Stadtterrasse einzurichten. "Als Synergieeffekt würde dies auch den Schulbusverkehr vor dem Bahnhof Gaggenau sicherer machen", gibt er zu bedenken.

Das Video des Unfalls ist auf der Homepage von Taxi Holl zu sehen.

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