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Mitarbeiter sollen nicht mehr schwitzen
Mitarbeiter sollen nicht mehr schwitzen
21.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Dass die Arbeit in einem Rathaus schweißtreibend sein kann, das wissen die Mitarbeiter. Und im Sommer kommt die Hitze hinzu. Die Folge: Das Verwaltungsgebäude heizt sich auf. "Im Rathaus und im Verwaltungsbereich des Gebäudes Haus am Markt sind die Temperaturen in den Sommermonaten nicht erträglich", schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage für die jüngste Gemeinderatssitzung in Gaggenau. Die gute Nachricht: Abhilfe naht.

Die Kommunalpolitiker vergaben in der Sitzung am Montag bei zwei Enthaltungen die Aufträge zur Lieferung und Montage von Kälteanlagen für beide Gebäude. Für das zweite und dritte Obergeschoss des Rathauses und das zweite Obergeschoss vom Haus am Markt sollen die Kälteanlagen ab Mai eingebaut werden. Im vierten und fünften Obergeschoss des Rathauses ist dies ab November/Dezember 2020 vorgesehen.

Laut Verwaltung werden im Rathaus die für Arbeitsplätze geltenden Höchsttemperaturen nach Arbeitsstättenrichtlinien "bei Weitem nicht nur täglich, sondern über mehrere Wochen überschritten". Unter anderem stellten Zeiten intensiver Hitzeperioden vom Frühjahr bis Herbst "eine enorme Belastung für die Arbeitskräfte dar". Der sommerliche Wärmeschutz sei aufgrund des vorhandenen Fassadenaufbaus mit dem Hintergrund der denkmalschutzrechtlichen Auflagen als gegeben zu akzeptieren. Deshalb sei der Einbau einer Klimatisierung (Kälteanlage) vorgesehen. Als Standorte für die Kältezentralen sind für das Rathaus das Dach über dem fünften Obergeschoss und für das Haus am Markt das Dach über dem ersten Obergeschoss des Rathauses vorgesehen.

Die Verteilung der Kälte werde über die Deckenflure zu den Büros sichergestellt, in denen wandhängende Einzel-Klimageräte installiert werden. Der Anschluss zur Klimazentrale erfolge über die senkrechten Schächte innerhalb der Putzkammern.

Dr. Ellen Markert (CDU) wollte wissen, ob über die Kälteanlagen auch Frischluft beigefügt wird. Das verneinte Bürgermeister Michael Pfeiffer. Deshalb plädierte Markert dafür, bei den Kälteanlagen lieber eine Nummer größer zu gehen. Sie befürchtet ansonsten gekippte Fenster. "Das ist nur mit sehr hohen Kosten im Bestandsbau zu lösen", entgegnete Pfeiffer. Zum Teil sei dafür nicht einmal der Platz vorhanden. Die Kosten würden nach seiner Schätzung etwa das Dreifache im Vergleich zur vorgesehenen Lösung betragen.

Die Arbeiten zur Lieferung und Montage der Kälteanlagen wurden an die Firma Groß aus Muggensturm zu einem Gesamtpreis von rund 275 000 Euro vergeben.

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