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Drehende Winde beim Beitritt zur Nationalparkregion
Drehende Winde beim Beitritt zur Nationalparkregion
29.03.2019 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Loffenau - Dass Tourismus nicht für jedermann in Loffenau das Zauberwort schlechthin ist, hat sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung gezeigt. Mancher bezweifelt den Nutzen für seinen Heimatort.

Der Beitritt zur noch zu gründenden Nationalparkregion Schwarzwald GmbH wirkte im Vorfeld eher wie ein Thema, das die zwölf Gemeinderäte mit erhobener Hand in Windeseile durchwinken. Doch dann drehte der Wind - und plötzlich schien der Beitritt trotz niedriger Kosten sogar fraglich. Bürgermeister Markus Burger wollte erst gar keinen Gegenwind aufkommen lassen und verwies darauf, dass der touristische Zweckverband "Im Tal der Murg", dem Loffenau angehört, maximal ein Stammkapital von 9 260 Euro beisteuern müsse. Den Löwenanteil der 50 000 Euro der neuen GmbH stemmen "die großen Player Baiersbronn und Bad Peterstal, weil es nach Übernachtungszahlen geht", erläuterte der Schultes dem Gremium. Auf Loffenau entfielen daher bei einem Beitritt zur Nationalparkregion Schwarzwald lediglich 241 Euro. Und selbst bei den laufenden Kosten, die bei rund 650 Euro pro Jahr lägen, sei noch nicht eingepreist, dass die Gemeinde "Im Tal der Murg" dafür günstiger fahre.

"Selbstverständlich können wir rund 1 000 Euro bezahlen", überschlug Helmut Möhrmann grob die Summe. Dennoch versagte er dem Beitritt seine Stimme. "Beim Nationalpark wurden Millionen verbuddelt. Das ist alles nur Marketing. Ich sehe für Loffenau absolut keinen Nutzen", betonte der Fraktionssprecher von SPD & ALB. Möhrmann glaubt: "Die Leute kommen zur Teufelsmühle auch ohne Nationalpark-Zusammenarbeit. Wir haben nur einen Gastronomie-Betrieb in Loffenau", sieht er diesen auch nicht als großen Profiteur.

Als "zu kurzsichtig" empfand Bertram Herb dies aus Warte der CDU. Reiner Singer pflichtete Möhrmann insofern bei, als dass es in Loffenau "momentan wenige gastronomische Angebote gibt", denen die neue Nationalparkregion Schwarzwald GmbH nützt. Doch der Fraktionssprecher der Freien Wähler betonte ebenso: "Ich war Nationalpark-Gegner. Nun ist er da. Wir befürworten es daher, ihn touristisch zu bewerben, wenn wir die Chance haben, für einen kleinen Betrag auf den Zug aufzuspringen."

Mit acht Stimmen seiner Fraktion, der CDU und Bürgermeister Markus Burger stimmte der Gemeinderat dem Beitritt zu. Vier Vertreter der SPD & ALB votierten dagegen, der fünfte, Wolfgang Reik, enthielt sich.

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