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Umfangreiche Sanierungen in der Liebfrauenkirche
Umfangreiche Sanierungen in der Liebfrauenkirche
02.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Gernsbach - Die Liebfrauen-Kirche ist Sakralbau, stadtbildprägendes Gebäude und von einiger historischer Bedeutung. Ihrem Inneren will die katholische Kirchengemeinde in naher Zukunft umfangreiche Sanierungen angedeihen lassen. Mit Kosten von rund 872 000 Euro sei dabei zu rechnen. Das Planwerk stellte am Sonntag nach dem Gottesdienst Architekt Bernd Wörner der Gemeindeversammlung vor.

Der Kirchenbau an exponierter Stelle der Stadt wird auf Ende des 14. Jahrhunderts datiert. Vor rund 185 Jahren wurde die Kirche um drei weitere Joche im gotischen Baustil auf insgesamt sieben erweitert und in den 1970er Jahren umgebaut. Jetzt ist eine umfassende Sanierung des Kirchenraums geplant.

Rund ein Jahr, von März 2018 bis Januar 2019, haben Fachleute in diesem Zusammenhang die Risse an den Wänden beobachtet. Ebenso wurde das Dachtragwerk einer genaueren Betrachtung unterzogen. In beiden Fällen, so Wörner, konnte festgestellt werden, dass weder Gebäude noch Dachstuhl in ihrem Bestand gefährdet seien. Gleichwohl müssen die festgestellten Mängel fachgerecht behoben werden. Die Naturwerkarbeiten (Risse und Dach) werden mit rund 47 000 Euro veranschlagt. Ins Dach werden 145 000 Euro fließen. Ein weiterer großer Posten ist das Innengerüst, das mit 140 000 Euro veranschlagt wird. Die Sanierungsarbeiten sind für den Erhalt der Kirche von großer Wichtigkeit, hatte Dekan und Pfarrer Josef Rösch den Ausführungen Wörners vor gut besuchter Versammlung vorausgeschickt.

Elektrische Ausstattung und Beleuchtung seien ebenso sanierungsbedürftig. Es sollen Tischler-, Metall- und Bodenbelagsarbeiten ausgeführt werden; hinzu kommen Maler- und Lackierarbeiten sowie Putz-, Stuck- und Gipserarbeiten. Die Elektroinstallationen, Schalter oder Steckdosen, stehen mit 60 000 Euro in der vorläufigen Kostenaufstellung. Auch Kunst- und Kirchenmaler werden gebraucht.

Bei der Aufstellung handelt es sich noch um vorläufige Berechnungen, vieles muss irgendwann genauer festgelegt werden, legte der Architekt dar. Eng sei die Zusammenarbeit mit dem erzbischöflichen Bauamt Heidelberg. Auch das Denkmalamt müsse noch gehört werden. Als idealer Sanierungsbeginn habe sich laut Wörner der 7. Januar 2020 herauskristallisiert. Zu diesem Zeitpunkt sind für das Handwerk Freiluftarbeiten wenig attraktiv. Dies schlage sich ferner in geringeren Baupreisen nieder, sagte der Langenbrander.

Zum weiteren Fahrplan konnten Rösch und Wörner sagen, dass jetzt erst die Bau- und Finanzabteilung des erzbischöflichen Ordinariats der Erzdiözese Freiburg gefragt ist. Kommt von dort das Einverständnis, kann im Herbst mit den Ausschreibungen der Gewerke gestartet werden. Insgesamt hofft die Kirchengemeinde auf eine Bezuschussung von 30 Prozent der Bausumme. Den Restbetrag hat diese selbst aufzubringen.

Ausgenommen von den Planungen ist die Akustikanlage, hier forciert Rösch eine schnellere Lösung. Die alte Anlage ist defekt. Aktuell müssen Priester und Gottesdienstbesucher sich mit einer geliehen Lautsprecheranlage arrangieren. Erste von Akustikern durchgeführte Tests verliefen vielversprechend. Der Seelsorger hofft, dass bis Pfingsten das Thema der Vergangenheit angehört.

Auch wurde der Wunsch aus der Gemeinde nach einer Werktag-Kirche an den Planer herangetragen. Integriert im Kirchenschiff böte sie Raum für Gebete oder Meditationen. Darüber müsse jedoch noch nachgedacht werden. Eine solche Einrichtung würde mit rund 200 000 Euro zu Buche schlagen, sagte Wörner und nannte als Beispiel ein diesbezügliches Bauvorhaben in einem Mannheimer Gotteshaus.

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