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Kostspieliger Umbau in Schwarzwaldstraße
Kostspieliger Umbau in Schwarzwaldstraße
05.04.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach (stj) - Die städtische Jugendarbeit ist eins der zentralen Themen der nächsten Gemeinderatssitzung. Das Gremium soll am kommenden Montag einen Grundsatzbeschluss fassen und die Verwaltung mit einer Neukonzeption des Kinder- und Jugendhauses beauftragen. Dabei sind dann auch die Fragen der Trägerschaft und des optimalen Standorts zu klären.

Der bisherige Standort des Jugendhauses in der Schwarzwaldstraße habe sich laut Stadtverwaltung zwar bewährt, allerdings müssten für einen zeitgemäßen Umbau sowie notwendige Sanierungsmaßnahmen einer groben Schätzung des Bauamts zufolge sicher um die 150 000 Euro investiert werden. Ein Neubau des Gebäudes beim Gernsbacher Bahnhof, das seit 1. Juni 2018 im Besitz der Stadt ist, würde "natürlich andere Möglichkeiten bieten", heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung. Dann stellt sich aber die Frage, warum die Stadt das Gebäude überhaupt gekauft hat?

In den Prozess der Neukonzeption, den der Gemeinderat nun in Gang setzen und der voraussichtlich ein bis zwei Jahre andauern soll, möchte die Stadt auch die künftigen Nutzer angemessen beteiligen. Sehr wichtig sei den Jugendlichen (ab 13 Jahren) derzeit der offene Treff, der dienstags, donnerstags und freitags ab 16.30 Uhr stattfindet und sehr gut besucht sei, wie die Verwaltung informiert. Dagegen sei festzustellen, dass an inhaltlichen Programmangeboten wenig Interesse besteht. Das aktuelle Besucherspektrum sei sozial gut gemischt und bestehe überwiegend aus Jugendlichen aus Gernsbach und den Stadtteilen, aber auch aus Weisenbach, Forbach, Loffenau, Gaggenau und anderen Gemeinden, die sich dort mit Schulkameraden treffen. Dienstags von 15 bis 16.30 Uhr findet im Jugendhaus ein niedrigschwelliges Beratungsangebot für Jugendliche statt.

Mehrfamilienwohnhaus statt alter Schreinerei

Ähnlich dem Anfang 2015 fertiggestellten Gebäudekomplex Sandweg 4 und 4 b soll in unmittelbarer Nähe nun auf dem Areal der früheren Schreinerei Rombach der Bau eines Mehrfamilienwohnhauses zugelassen werden. Dafür ist eine Änderung des Bebauungsplans "Rechte Murgseite" notwendig. Die Einleitung eines entsprechenden Verfahrens als vorhabenbezogener Bebauungsplan der Innenentwicklung soll der Gemeinderat am Montag beschließen. Der Schreinerei-Betrieb auf dem betreffenden Grundstück wurde schon vor längerer Zeit eingestellt. Der überwiegend aus Funktionsgebäuden bestehende Gebäudebestand lasse sich laut Verwaltung nicht mehr mit vertretbarem Aufwand einer neuen Nutzung zuführen - Abbruch und Nachverdichtung sind vorgesehen. "Im Hinblick auf die große Nachfrage nach Wohnflächen in dieser Lage ist ein öffentliches Interesse an der Planänderung gegeben", argumentiert die Stadtverwaltung.

Zudem beschäftigt sich der Gemeinderat in seiner nächsten öffentlichen Sitzung mit der Entgeltordnung für die städtischen Freibäder und die energetische Sanierung der Kita Rockerstrolche (siehe Berichterstattung über die Sitzung des Ortschaftsrats Obertsrot in dieser Ausgabe) sowie den Ausbau der Böhmstraße (für brutto rund 1,09 Millionen Euro) und die Straßenunterhaltung 2019 (Ostpreußenweg, Von-Bolin-Straße, Lindenweg, Am Schwimmbad/Dorfstraße, Forstgartenweg, Alter Postweg). Die Annahme von Spenden, Bekanntgaben und Anfragen runden den öffentlichen Teil der Sitzung ab. Sie beginnt um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses mit der Bürgerfragestunde, den Bekanntgaben der in nicht-öffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse (die sich allesamt um das Thema Pfleiderer-Areal drehen) und mit dem Ausscheiden von Sylvia Felder (CDU) aus dem Gemeinderat (für sie rückt Patrik Dernbach nach).

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