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Der Winter lässt anfangs noch einmal die Muskeln spielen
05.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Dieter Kraft

Gaggenau - Die vom Februar noch vorhandenen Hochdruckgebiete wurden im März rasch durch Tiefdruckgebiete abgelöst. Luftmassen, die schnell vom Atlantik in Richtung Europa zogen, führten meist feuchte und sehr milde Luft zu uns nach Deutschland, so auch in unsere Region. Die Durchschnittstemperatur, gemessen an der Wetterstation Ottenau, betrug schon frühlingshafte 10,1° C.

Neben den gerade anfänglich ergiebigen Niederschlägen war auch eine Reihe von Sturmtiefs, "Bennet" und "Erhard", um nur ein paar markante Beispiele zu nennen, die mit Starkwinden in ihrem Gepäck über uns hinweggefegt sind.

Die stärksten Böen wurden mit sensationellen 61,2 km/h am 4. (15.40 Uhr) und 70,8 km/h am 12. (23.50 Uhr) an der Wetterstation in Ottenau erfasst. Ein beachtlicher Wert, da sich der Standort der Wetterstation innerhalb eines Wohngebietes befindet. Gegen Ende der zweiten Dekade überwogen erneut Hochdruckgebiete, es wurde wärmer und immer frühlingshafter. Der Maximalwert des Monats wurde am 30. mit schon fast sommerlichen 22,8° C aufgezeichnet. Allerdings setzte der Winter beim Minimalwert mit -0,1° C am 21. noch einmal ein Zeichen. Der Gesamtniederschlag wurde mit enormen 145,6 l/m 2 an 16 Niederschlagstagen aufgezeichnet und lag dabei weit über dem vieljährigen Mittelwert von 70 l/m 2 (Quelle DWD).

Mit nahezu 155 Sonnenstunden war Baden-Württemberg das sonnenscheinreichste Bundesland, unsere Wetterstation konnte dies mit 176 Sonnenstunden nur allzu gut bestätigen. Insgesamt betrachtet war der März damit deutlich zu mild und sehr niederschlagsreich, aber auch eben sehr sonnenscheinreich.

Erste Dekade (1. bis 10. März): Anfänglich trübe, regnerische und kühle Tage. Windig, schon fast stürmisch und unangenehm, als wollte der Winter noch einmal die Muskeln spielen lassen. Die Durchschnittstemperatur lag dennoch bei 10,8° C und war damit schon als frühlingshaft zu bezeichnen.

Ein Auf und Ab war es dagegen bei den Temperaturen, man konnte dies schön am Minimalwert mit 6,1° C am 6. (5.45 Uhr) gegenüber dem Maximalwert mit 18,2° C am 6. (15.50 Uhr) erkennen. Der Gesamtniederschlag wurde mit beachtlichen 80,4 l/m 2 an acht Niederschlagstagen aufgezeichnet.

Zweite Dekade (11. bis 20. März): Rückläufige Temperaturen, erneut regnerisch und stürmisch. Erst zum Ende der Dekade hin ansteigende Temperaturen und immer mehr Wetterbesserung bei meist aufgelockerter Bewölkung. Die Durchschnittstemperatur wurde mit kühlen 8,7° C aufgezeichnet. Erneut lagen auch der Minimal- und Maximalwert weit auseinander. So wurde der Minimalwert am 20. (6 Uhr) mit 1,2° C aufgezeichnet, dagegen lag der Maximalwert am 17. (12.15 Uhr) bei 17,7° C. Der Gesamtniederschlag von 62,8 l/m 2 an sieben Niederschlagstagen war erneut auch in dieser Dekade beachtlich.

Dritte Dekade (21. bis 31. März): Viel Sonne und wenig Wolken, wenn überhaupt schnell über uns hinwegziehende Wolkenfelder, Niederschlag war nahezu nicht vorhanden. Die Durchschnittstemperatur zeigte mit 10,6° C wieder in die richtige Richtung "Frühling", die Natur explodierte geradezu. Auch diese Dekade war von Temperatureskapaden geprägt. Der Minimalwert wurde am 21. (5.50 Uhr) mit -0,1° C gemessen und war daher auch eher winterlich unterwegs, gegenüber dem Maximalwert, der am 30. (15.40 Uhr) mit fast sommerlichen 22,8° C aufwartete. Der Gesamtniederschlag belief sich auf lediglich 2,4 l/m 2 an einem einzigen Niederschlagstag, daher konnte man diese Dekade gut und gerne als trocken bezeichnen.

Der März im Vergleich (Vorjahresmonat in Klammer): Temperaturdurchschnitt 10,1° C (6,5° C), Niederschlag 145,6 l/m 2 (33,6 l/m 2 ), Niederschlagstage 16 (19).

Grünlandtemperatur 205.7 wurde am 2. März erreicht (2018: 206.0 am 9. März 2018).

Die Grünlandtemperatur berechnet sich aus allen positiven Tagesmitteln. Das Erreichen der Marke 200 kündigt an, dass die Vegetation beginnt.

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