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Schwimmbadverein setzt auf städtisches Darlehen
08.04.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (cv) - "Wir glauben, wir kriegen das hin", sagte Jürgen Kohm mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Nach dieser Badesaison werden Anfang September die Bagger beim Sulzbacher Schwimmbad anrollen, um mit der Sanierung mit Edelstahlbecken zu starten. Geht alles gut, können sich die Badebesucher 2020 nicht nur über ein neu gestaltetes Bad mit modernem Becken freuen. Auch besuchen sie dann ein Schwimmbad mit Namen: Bernsteinbad Sulzbach.

Nicht nur bei dieser Verkündung gab es am Sonntag bei der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim Applaus von den Mitgliedern. Immer wieder wurde die Arbeit der Verwaltungsmitglieder honoriert, die nach zahlreichen Gesprächen mit den verschiedenen Gemeinderatsfraktionen und der Stadtverwaltung nun doch nicht umsonst gewesen scheint. Seit Oktober sei dem Schwimmbadverein klar gewesen, dass die Hälfte des Förderantrags genehmigt werde. "Seither versuchen wir, konstruktiv in Gesprächen eine Lösung zu finden", meinte Jürgen Kohm und fügte hinzu, "diese haben wir heute."

Vor einigen Tagen ging in einer Mail von Oberbürgermeister Christof Florus ein neues Angebot ein, das die Schließung der Finanzierungslücke in Höhe von 159 000 Euro ermöglicht. So können mit einer Einlage in Höhe von 250 000 Euro vom Schwimmbadverein, 221 000 Euro aus der ELR-Förderung, 470 000 Euro aus dem Doppelhaushalt der Stadt und einem Darlehen der Stadt in Höhe von 159 000 Euro an den Verein die benötigten 1,1 Millionen Euro für die Sanierung mit Edelstahlbecken gestemmt werden.

"Wir haben im Verwaltungsteam einstimmig beschlossen das Darlehen aufzunehmen", informierte Jürgen Kohm. Die Stadtverwaltung will diesen Vorschlag noch mit dem Ältestenrat des Gemeinderats besprechen - doch "wir gehen von einer Zustimmung aus", so der Beisitzer, der zuvor erläuterte, dass der Gemeinderat aufgrund von regelmäßigen Gesprächen informationsmäßig auf Ballhöhe sei.

Zu Wort meldete sich dazu FDP-Gemeinderat Theo Gehrmann. Auch in 2020 könne nach seiner Einschätzung mit keiner Eröffnung des Waldseebades gerechnet werden, daher sehe er für das Sulzbacher Bad gute Chancen. Und machte Hoffnung hinsichtlich des Darlehns. "Das Darlehen ist kein Risiko." Es könne gut sein, dass dies ein Null-Darlehn werde, wenn der Prozess, der bezüglich des Waldseebades geführt wird, positiv ausgehe.

Zuvor begrüßte der Vorsitzende Kay Bornemann zur Jahreshauptversammlung. Der stellvertretende Vorsitzende, Walter Gröger, bedankte sich bei allen Verwaltungsmitgliedern, Helfern und Unterstützern des Vereins für das Engagement. Ohne weitere Helfer könne die Verwaltung ihre vielen Aufgaben nicht stemmen, so Gröger. Wie arbeitsreich ein Vereinsjahr beim Schwimmbadverein sein kann, machte Schriftführer Andreas Lensing deutlich. Kassiererin Anke Gröger gab einen Einblick in die Finanzen. Aufgrund von Vorleistungen bei der Planung der Beckensanierung und der Übernahme der Küche des Schwimmbadbistros lägen im letzten Vereinsjahr die Ausgaben über den Einnahmen.

In Vertretung von Ortsvorsteher Artur Haitz lobte Ortschaftsrat Michael Ibach die herausragende und fundierte Planung für den Beckenumbau und sprach im Namen des Ortschaftsrats ein großes Vertrauen in den Planungsstand aus.

Um die Eröffnung am 30. Mai zu gewährleisten, wurden bereits mehrere Arbeitseinsätze am Bad durchgeführt. Die Schwimmaufsicht kann wieder über zwei Ferienjobber, Michelle Bielanski und Lars Lensing, gewährleistet werden. Thomas Kuppinger konnte als neuer Schwimmbadtechniker gewonnen werden. Das Schwimmbadbistro kommt mit Familie Yilmaz-Bali aus Wörth in erfahrene Hände von Schwimmbad-Gastronomen.

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