https://www.top-zusteller.de/
https://www.top-zusteller.de/
33 Prozent zu viel
33 Prozent zu viel
08.04.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach (vgk) - Wasserratten können es kaum erwarten, bis die vier Schwimmbäder in der Stadt wieder ihre Pforten öffnen. Damit einher geht eine Angleichung der Eintrittspreise. Dieser Umstand führte am Freitagabend zu teils kontroverser Diskussion im Ortschaftsrat von Reichental, an deren Ende fünf der Ortschaftsräte gegen die Erhöhung stimmten. Zwei der Ratsmitglieder enthielten sich der Stimme. Nur Guido Wieland (SPD) befürwortet das Vorhaben.

Der Ortschaftsrat Obertsrot/ Hilpertsau hatte am Mittwoch ein einheitliches Meinungsbild an den Tag gelegt, wenngleich mit Bauchschmerzen (wir berichteten). Die letzte Gebührenerhöhung liegt neun Jahre zurück. Darauf verwies beim Darlegen der geplanten neuen Gebührenordnung Hans-Peter Rath als stellvertretender Kämmerer der Stadt Gernsbach.

Ebenso ist die Stadt laut Paragraf 78 der Gemeindeordnung verpflichtet, die Erhebung spezieller Entgelte der Steuerbeschaffung vorzuziehen und möglichst kostendeckend zu wirtschaften. Die Sanierungen der Bäder Reichental und Obertsrot sind abgeschlossen, die Anlagen seien alle auf dem gleichen technischen Stand. Lautenbach wird demnächst nachziehen.

Das Preiskonstrukt sei nicht nachvollziehbar. Diesbezüglich waren sich fast alle Ortschaftsräte einig. "Es ist notwendig, die Preise zu erhöhen", befand Ortsvorsteher Bernhard Wieland. Womit er sich nicht einverstanden erklären könne - diesbezüglich war er sich mit allen CDU-Ortschaftsräten einig -, dass sich durch die Angleichung der Eintrittsgelder im Vergleich zum Igelbachbad in der Kernstadt eine stärkere Erhöhung von bis zu 33 Prozent für die Stadtteilbäder ergäbe. Und das, obwohl der Kostendeckungsgrad des Reichentäler Schwimmbads mit 23 Prozent der höchste der vier Bäder sei.

Für Bernhard Wieland stellt das keine Angleichung dar, weil das Engagement der Mitglieder des Fördervereins unberücksichtigt bleibe. "Für Gernsbach existiert kein Äquivalent", betonten ebenso Robert Klumpp und Stefan Merkel (beide CDU). In den Ortsteilen helfen Ehrenamtliche beim Betrieb und der Erhaltung. Allein der Förderverein Schwimmbad Reichental brachte sich in der Vergangenheit mit 73 000 Euro ein, um das Bad attraktiv zu halten. Nun befürchtet der Rat einen Rückgang bei den Verkaufszahlen von Jahres- und Familienkarten.

Im Sinne der Gleichbehandlung - einheitliche Wasser- und Abwassergebühren, einheitlicher Eintritt für die Schwimmbäder - argumentierte allein Guido Wieland (SPD). Außerdem erinnerte er daran, dass sich kaum eine Gemeinde in der Größe Gernsbachs mit etwas mehr als 14 000 Einwohner vier Schwimmanlagen leistet. "Auch wenn es schwerfällt. Ich habe als Stadtrat Gesamtverantwortung zu übernehmen", sagte Guido Wieland.

Wie bereits berichtet, hatten die Besucher der Freibäder Lautenbach, Obertsrot und Reichental bisher für die Einzelkarte eines Erwachsenen drei Euro zu bezahlen (künftig vier Euro). Die Feierabendkarte kostete 1,50 Euro, die Zehnerkarte 24 Euro und die Saisonkarte 45 Euro. Der Familientarif lag bei 90 Euro. Dieser wird nach der Erhöhung 120 Euro betragen. Die Saisonkarte erfährt eine Angleichung für alle Einrichtungen im Stadtgebiet auf 60 Euro.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Berlin / Stuttgart
Mehr öffentliche Ladepunkte

08.04.2019
Mehr öffentliche Ladepunkte
Berlin/Stuttgart (dpa) - Die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Deutschland hat sich zu Jahresbeginn deutlich erhöht. In den ersten drei Monaten kamen 1.300 solcher Stromtankplätze hinzu, Ende März waren es etwa 17.400 (Symbolfoto: dpa). »-Mehr
Kuppenheim
Pflichtaufgabe souverän gelöst

08.04.2019
SV 08 löst Pflichtaufgabe
Kuppenheim (rap) - Nach der Derby-Niederlage in Mörsch hat der SV 08 Kuppenheim in der Fußball-Verbandsliga die Pflichtaufgabe gegen das Tabellenschlusslicht TuS Oppenau souverän gelöst. Trotz eines Rückstands feierten die Wörtelkicker am Ende einen 5:1-Kantersieg (Foto: toto). »-Mehr
Stuttgart
Kammer: Versorgung noch gewährleistet

08.04.2019
Versorgung noch gewährleistet
Stuttgart (dpa) - Obwohl immer mehr Apotheken in Baden-Württemberg verschwinden, ist die Versorgung laut Apothekerkammer und Verband noch gewährleistet. Ende 2018 gab es im Land noch rund 2 450 Apotheken - 56 weniger als ein Jahr zuvor (Foto: dpa). »-Mehr
Bühl
Augenfänger im Friedrichsbau

08.04.2019
Ben Hübsch stellt in Bühl aus
Bühl (ub) - Dass Kunst den Friedrichsbau in seiner Gesamtwirkung verändert, wird wieder einmal bei der Präsentation von Bildern des Freiburger Künstlers Ben Hübsch augenfällig. Hübsch war ehemals Meisterschüler von Peter Dreher und ist heute selbst Kunstprofessor (Foto: ub). »-Mehr
Karlsruhe
Eierproduzenten auf Oster-Nachfrage eingestellt

07.04.2019
Eiernachfrage steigt zu Ostern
Karlsruhe (lsw) - Die Eierproduzenten in Baden-Württemberg haben sich auf eine größere Nachfrage in der Osterzeit eingestellt. Vor den Festtagen steige der Bedarf um bis zu 30 Prozent. Vor allem werden dann - anders als sonst - mehr weiße als braune Eier nachgefragt (Symbolfoto: dpa). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
Umfrage

Die Zahl der Metzgerei- und Bäckereibetriebe geht im Südwesten weiter zurück. Kaufen Sie Fleisch oder Backwaren bewusst in Fachgeschäften?

Ja, immer.
Ja, meistens.
Eher nicht.
Nein.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz