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Rat fühlt sich zu spät eingebunden
Rat fühlt sich zu spät eingebunden
10.04.2019 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Dorothea Maisch (CDU) brachte es auf den Punkt: "Die Planung ist schon lange angedacht. Ich frage mich, weshalb der Gemeinderat erst jetzt eingebunden wird." Eifrig diskutiert wurde von dem Gremium der geplante Umbau des Jahnhallenfoyers. Mit dem Beschlussvorschlag der Verwaltung waren die Räte nicht einverstanden und forderten eine Änderung.

Jetzt lautet der Beschluss: "Der Gemeinderat stimmt der Entwurfsplanung grundsätzlich zu und beauftragt die Verwaltung, die weiteren Schritte zum Umbau des Foyers einzuleiten." Neu hinzugekommen ist: "Es wird eine Projektgruppe aus Mitgliedern des Gemeinderats, der Verwaltung, Vertretern der nutzenden Vereine und Vertretern der Expertengruppe Inklusion gebildet, die die weitere Planung und Umsetzung begleitet."

Zuvor hatten Ella Freitag und Jürgen Lauten von der Abteilung Hochbau der Stadtverwaltung die Pläne zur Umgestaltung des Foyers und des Außenbereichs präsentiert. So soll die Jahnhalle vom Osten (Parkplatz) und von der Eckenerstraße über eine Treppe erschlossen werden. Vorgelagert werden soll ein Windfang. Aus Richtung Parkplatz soll über eine Rampe ein spezieller Zugang zur Halle ermöglicht werden. Die Behindertenparkplätze sollen in unmittelbarer Nähe zu diesem Zugang angeordnet werden. Im westlichen Bereich entlang der Eckenerstraße werden Fahrradabstellplätze angeordnet. Außerdem ist dort ein Stellplatz für Zulieferer sowie für Kühlwagen eingeplant.

Das Foyer selbst soll in einen multifunktionalen Eingangsbereich umfunktioniert werden. "Es soll ein repräsentativer Eingang entstehen", sagte Ella Freitag. Bei Großveranstaltungen soll das Foyer als Aufenthaltsbereich zur Ausgabe von Getränken und Speisen genutzt werden. Es soll auch so gestaltet werden, dass es für kleinere Veranstaltungen genutzt werden kann. Möglich seien dafür 72 bis 90 Sitzplätze. Die Garderobe wird im bisherigen Lagerraum untergebracht. Südlich des Foyers schließt eine Terrasse an, die bei Veranstaltungen als Eingangsbereich, aber auch als Außenbereich genutzt werden kann. Die Decke soll als "Highlight" mit verschiedenen L ichtern, je nach Nutzung, ausgestattet werden.

Der Bauzeitplan ist laut Jürgen Lauten "ein recht straffes Programm. Rund 200 Quadratmeter sind umzubauen. Bereits ab 15. April ist die Jahnhalle gesperrt bis einschließlich 11. Oktober. Zunächst werden innen kleinere Rückbauarbeiten ausgeführt. Richtig los geht es eine Woche nach dem Maimarkt. Außenanlagen und Innenbereich werden bis 11. Oktober umgestaltet.

Stefan Schwaab (SPD) meinte, die Terrasse sei "eine wunderbare Geschichte". Für Veranstaltungen mache es aber Sinn, die recht breit geplante Treppe auf den Eingangsbereich aus Richtung Parkplatz zu beschränken. Der restliche Außenbereich könnte dann zum Beispiel als Raucherecke genutzt werden, ohne dass die Karten der Besucher nochmals kontrolliert werden müssten. "Die Idee war ein großzügiger Eingangsbereich", entgegnete Lauten.

Künftig nur noch 150 statt 300 Kleiderhaken

Wegen dem engen Zeitplan gebe es keine Chance, Gespräche mit den Nutzern, zum Beispiel Vereine, zu führen, monierte Christina Palma Diaz (CDU).

Ein Knackpunkt sei die neue Garderobe. Diese verfügt laut Lauten nur noch über etwa 150 Kleiderhaken, bis jetzt seien es rund 300. Im "Feintuning" solle es Gespräche mit den Vereinen geben, betonte Bürgermeister Michael Pfeiffer. Das ergebe sich erst nächsten Monat. "Ich hätte mir gewünscht, früher eingebunden zu werden", sagte Dr. Karolin Zebisch (CDU).

"Ich würde die Männer bitten, beim Neujahrsempfang die Mäntel im Auto zu lassen", regte Dorothea Maisch augenzwinkernd an - damit die Damen die Garderobe nutzen können. Sie wollte wissen, wie Änderungswünsche in die Planung eingebaut werden könnten. "Wir sind noch sehr flexibel", meinte Oberbürgermeister Christof Florus. Der Gemeinderat solle nur den Grundsatzbeschluss fassen. Er gab zu, dass der Rat etwas spät eingebunden worden sei.

Pfeiffer verwies darauf, dass es in der Verwaltung viele Krankheitsfälle gegeben habe. Aktuell stehe die grundsätzliche Festlegung an, wie das Foyer aussehen soll. Wichtig sei, Anregungen aufzunehmen. So sollen Bereiche wie Terrasse, Garderobe und Farbgebung in der Projektgruppe nochmals besprochen werden.

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