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Der schnellste Koch auf zwei Brettern
16.04.2019 - 00:00 Uhr
Gernsbach/Ischgl - Er hat es tatsächlich getan: Der Murgtäler Florian Herrmann hat sich bei der Ski-WM der Gastronomie im österreichischen Ischgl in seiner Kategorie Koch durchgesetzt und ist zum WM-Titel gerast. Über das Rennen, die Feierlichkeiten und eine mögliche Titelverteidigung sprach der 24-jährige Gernsbacher mit BT-Redakteur Christian Rapp.

Interview

BT: Herr Herrmann, haben Sie via Instagram schon Kontakt zu Felix Neureuther aufgenommen? Schließlich sind Sie ja Einzel-Weltmeister geworden, was der bayerischen Frohnatur verwehrt geblieben ist.

Florian Herrmann: Nein, ich habe bisher noch keinen Kontakt zu ihm aufgenommen. In den nächsten Tagen werde ich das in Angriff nehmen, vielleicht kommt eine lustige Antwort zurück.

BT: Wie fühlt es sich denn an, Weltmeister zu sein?

Herrmann: Es fühlt sich genial an, ein super tolles Gefühl, auch wenn hinter der ganzen Veranstaltung natürlich vor allem der Spaß steckt.

BT: Welcher Moment bleibt Ihnen vor allem in Erinnerung?

Herrmann: Emotional war der Moment bei der Siegerehrung, als der Moderator "Gold für Deutschland, Deutschland ist Weltmeister" gerufen hat. Ab da wusste ich, dass eigentlich nur ich das sein kann. Als ich dann meine Zeit von 52,27 Sekunden hörte, habe ich tatsächlich realisiert, dass ich das Ding gewonnen habe.

2020 mit dem Team Schwarzwald am Start

BT:
Ischgl ist ja durchaus auch als Party-Mekka bekannt. Wie lange wurde der WM-Titel gefeiert?

Herrmann: Es wurde reichlich und bis tief in die Nacht in den verschiedenen Lokalitäten Ischgls gefeiert. Nachts waren wir noch bei der Winners Night, wo Giulia Siegel in der Trofana-Royal-Arena aufgelegt hat.

BT: Kommen wir zum sportlichen Teil. Anstatt zwei Durchgängen beim Riesenslalom gab es lediglich einen Wertungslauf. Weshalb?

Herrmann: Es gab nur einen Durchgang, weil es in der Nacht zuvor 30 Zentimeter Neuschnee hatte und die Pistenpräparation dadurch nicht optimal sein konnte.

BT: Wie waren schließlich die Streckenbedingungen für die Teilnehmer?

Herrmann: Die Helfer vor Ort haben alles gegeben, aber durch den Neuschnee ist die Strecke ein bisschen gebrochen, wie es im Fachjargon heißt, sie wurde also immer weicher, je mehr Fahrer unterwegs waren. Im ersten Durchgang gab es schon ein paar Stürze. Bei so vielen Teilnehmern wäre es einfach ein zu großes Risiko gewesen, einen zweiten Durchgang zu starten.

BT: Also war es für die Fahrer schon ein gewisses Risiko?

Herrmann: Die Streckenbedingungen waren an sich gut. Die Rennorganisation war sehr professionell. Es wurde versucht, die Strecke bestmöglich zu präparieren, aber der Schnee war einfach etwas zu weich. Wenn man von der Ideallinie nur ein bisschen abwich, ist man in den Neuschnee geraten, was etwas gefährlich war. Für einen Durchgang reichte es zum Glück.

BT: Sie sind in der Kategorie der Köche an den Start gegangen. Wie viele Konkurrenten haben Sie hinter sich gelassen?

Herrmann: In meiner Kategorie haben rund 20 Köche teilgenommen.

BT: Für welchen Platz hat es in der Gesamtwertung gereicht?

Herrmann: Das kann ich gar nicht genau sagen, da die Ergebnislisten noch nicht veröffentlicht sind. Insgesamt waren 165 Fahrer aus sechs Nationen am Start, unter anderem aus den Niederlanden und Großbritannien. Von der Zeit her müsste ich so zwischen dem 20. und 25. Platz liegen.

BT: Ski-Weltmeister der Gastronomie hört sich schon gut an, Doppel-Weltmeister freilich noch besser. Ist eine Titelverteidigung geplant?

Herrmann: Eine Titelverteidigung wird sicher geplant, sobald der Termin für die nächste WM feststeht. Ich habe in Ischgl noch ein, zwei Kontakte geknüpft. Mit Martin Schlegel aus Kirchzarten, der 2018 Zweiter wurde und dieses Jahr in der Mastersklasse startete, wollen wir als Team Schwarzwald auch in der Mannschaftswertung antreten.

www.ski-wm-der-

gastronomie.de

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